Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Medizintechnik

BERLIN - Die Verbraucherzentralen fordern wegen immer höherer Kosten für die Pflege im Heim deutlich stärkere Entlastungen für Pflegebedürftige.

23.12.2020 - 11:33:59

Verbraucherschützer für stärkere Entlastung bei Pflegeheimkosten. Der Chef des Bundesverbandes (vzbv), Klaus Müller, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Für die Betroffenen zählt das, was unterm Strich zu zahlen ist." Mit seinen bisherigen Vorschlägen blende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aber "eine ganze Reihe von Kosten schlicht aus". So sei eine vorgesehene Deckelung der Eigenanteile für die reine Pflege richtig. Dies sei aber "ein zu kleiner Schritt, um Pflegebedürftige wirklich zu entlasten".

BERLIN - Die Verbraucherzentralen fordern wegen immer höherer Kosten für die Pflege im Heim deutlich stärkere Entlastungen für Pflegebedürftige. Der Chef des Bundesverbandes (vzbv), Klaus Müller, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Für die Betroffenen zählt das, was unterm Strich zu zahlen ist." Mit seinen bisherigen Vorschlägen blende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aber "eine ganze Reihe von Kosten schlicht aus". So sei eine vorgesehene Deckelung der Eigenanteile für die reine Pflege richtig. Dies sei aber "ein zu kleiner Schritt, um Pflegebedürftige wirklich zu entlasten".

Laut Reform-Eckpunkten, die Spahn vorgestellt hat, sollen maximal 700 Euro pro Monat als Eigenanteil für die Pflege zu zahlen sein, begrenzt auf 36 Monate. Im Bundesschnitt lagen diese Eigenanteile im Juli bei 786 Euro. Hintergrund ist, dass die Pflegeversicherung - anders als die Krankenversicherung - nur einen Teil der Kosten trägt. Dazu kommen für Heimbewohner aber noch weitere Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen in den Einrichtungen - im Bundesschnitt ergaben sich insgesamt 2015 Euro pro Monat an Zahlungen aus eigener Tasche. Es gibt zudem große regionale Unterschiede in den Ländern.

Auch die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) fordern ein zügiges Gegensteuern. "Bei den Eigenanteilen der Heimbewohner ist das Ende der Fahnenstange erreicht, hier gibt es dringenden Reformbedarf", sagte der Sprecher des GKV-Spitzenverbands, Florian Lanz, der dpa. "Bund und Länder sind gefordert, die Entlastungen rasch auf den Weg zu bringen."

Vzbv-Chef Müller unterstützte es, die Leistungssätze der Pflegeversicherung regelmäßig zu erhöhen. Man sollte sich aber nicht an der falschen Messgröße orientieren. In der Pflege seien schlicht die Lohnkosten das Entscheidende, die meist über der Inflation lägen. "Wenn Minister Spahn seinen Ansatz ernst meint, ist für die Dynamisierung nicht die Inflationsrate das Entscheidende, sondern die Lohnentwicklung."

Der Verbraucherschützer forderte außerdem einen Bundeszuschuss für die Pflege. "Weder ist in den Pflegekassen für die notwendigen Qualitätsverbesserungen genug Geld da, noch wollen wir das über Lohnnebenkosten bezahlen. Dann zahlt es nur ein Teil der Bevölkerung." So wie Verteidigung, andere soziale Sicherheit oder der Klimaschutz müssten auch Qualität und eine faire Lastenteilung in der Pflege aus dem Steuersäckel mitfinanziert werden.

Spahns Konzept sieht unter anderem auch einen dauerhaften Bundeszuschuss und eine leichte Anhebung des Zuschlags auf die Pflegebeiträge für Versicherte ohne Kinder um 0,1 Prozentpunkte vor.

Verbraucherschützer Müller mahnte für Pflegeeinrichtungen auch einen Ausbau der Internet-Ausstattung beispielsweise mit Wlan-Angeboten für die Bewohner an. Sicherlich sei persönlicher Kontakt vorzuziehen - angesichts der Pandemie auch mit Schutzvorkehrungen. Wichtig sei dies aber nicht nur unter Corona-Bedingungen, sondern gehöre inzwischen einfach zur digitalen Teilhabe dazu. So wohnten manche Verwandte nicht in der gleichen Stadt. Bei der Förderung von Modernisierungen wäre dies daher eine extrem sinnvolle Verwendung staatlicher Mittel.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Hunderte demonstrieren in Dublin teils gewaltsam gegen Lockdown. Zu Zusammenstößen mit der Polizei kam es nach Angaben der irischen Rundfunksenders RTÉ, als Demonstranten versuchten, zu einem zentral gelegenen Park durchzudringen. Mehrere Menschen wurden demnach festgenommen. DUBLIN - Hunderte Menschen haben am Samstag in der irischen Hauptstadt Dublin teils gewaltsam gegen die Lockdown-Maßnahmen in dem Land demonstriert. (Boerse, 27.02.2021 - 19:03) weiterlesen...

Corona-Krise: Österreich und Dänemark für Zusammenarbeit mit Israel. WIEN - Österreich und Dänemark wollen mit Israel eine enge Zusammenarbeit bei der Erforschung und Produktion von Impfstoffen sowie Medikamenten vereinbaren. Dazu werde er mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am 4. März Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu besuchen, teilte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz am Samstag mit. "Unsere 1. Priorität ist es, die Produktion und Beschaffung von Impfstoffen für die Zukunft zu beschleunigen", so Kurz auf Twitter. Ziel müsse es sein, sich auch angesichts möglicher weiterer Mutationen auf die Phase nach dem Sommer vorzubereiten. Corona-Krise: Österreich und Dänemark für Zusammenarbeit mit Israel (Wirtschaft, 27.02.2021 - 18:44) weiterlesen...

Lockern trotz steigender Zahlen?. Bereits am Samstag stieg die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner um 1,2 auf 63,8. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI). Die Inzidenz war infolge des Lockdowns bis Mitte Februar gesunken - auf 57,4 zum Ende der zweiten Februarwoche. Seit vergangenen Sonntag lag sie dann wieder bis auf einen Tag konstant über 60. BERLIN - Vor den Bund-Länder-Beratungen zu möglichen Öffnungsschritten in der Corona-Pandemie steigen die zentralen Kennzahlen weiter an. (Boerse, 27.02.2021 - 18:41) weiterlesen...

Biden verschärft Kurs gegen Riad - keine Sanktionen gegen Kronprinzen. Im Zusammenhang mit dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 verkündete die Biden-Regierung am Freitag (Ortszeit) Sanktionen, von denen Kronprinz Mohammed bin Salman aber verschont blieb. Kurz zuvor hatte das Büro der US-Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines einen bisher unter Verschluss gehaltenen Bericht zu dem Fall veröffentlicht. Aus ihm geht hervor, dass der Kronprinz die Operation zur Gefangennahme oder Tötung Khashoggis im saudischen Konsulat in Istanbul nach Einschätzung der US-Geheimdienste genehmigt hatte. WASHINGTON - Der neue US-Präsident Joe Biden hat den Kurs gegenüber Saudi-Arabien in einer Abkehr von der Politik seines Vorgängers Donald Trump drastisch verschärft. (Wirtschaft, 27.02.2021 - 18:36) weiterlesen...

POLITIK: Erster Auftritt Trumps seit Auszug aus dem Weißen Haus. Der Republikaner ist als Redner bei der der jährlichen Konferenz CPAC, einer Veranstaltung konservativer Aktivisten, in Orlando im Bundesstaat Florida vorgesehen. Der Sender Fox News - der zu den CPAC-Sponsoren gehört - berichtete, Trump werde scharfe Kritik an der Politik seines demokratischen Nachfolgers Joe Biden üben. Erwartet werde, dass Trump in seiner Ansprache eine mögliche Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2024 erwähne, aber nicht formell verkünde. WASHINGTON - Der ehemalige US-Präsident Donald Trump tritt am Sonntag (21.40 MEZ) erstmals seit seinem Auszug aus dem Weißen Haus mit einer Ansprache in der Öffentlichkeit auf. (Wirtschaft, 27.02.2021 - 18:24) weiterlesen...

Italien verschärft Corona-Regeln - deutliche Lockerung auf Sardinien. Für die süditalienischen Regionen Basilikata und Molise gelten dann ein Lockdown, in der wirtschaftsstarken Lombardei sowie den Marchen und dem Piemont die mittel-strengen Regeln der Orangen Zone. Dazu unterzeichnete Gesundheitsminister Roberto Speranza eine Verordnung, wie sein Ministerium am Samstag in Rom mitteilte. ROM - Italien will ab Montag die Corona-Beschränkungen in einigen Teilen des Landes verschärfen. (Wirtschaft, 27.02.2021 - 18:21) weiterlesen...