Transport, Verkehr

BERLIN - Die Transportbranche sieht sich für die befürchtete Verschärfung der Corona-Lage gut aufgestellt.

22.12.2021 - 06:07:30

Logistikbranche sieht sich für fünfte Pandemie-Welle gerüstet. "Die Logistikbranche ist im Umgang mit dem anhaltenden Pandemiegeschehen inzwischen äußerst routiniert, so dass zum jetzigen Zeitpunkt trotz dünner Personaldecken keine versorgungsrelevanten Ausfälle größeren Ausmaßes zu befürchten sind", sagte Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Spedition und Logistik (DSLV), der Deutschen Presse-Agentur.

In den bisherigen Corona-Wellen habe es kaum Ausfälle in Lieferketten wegen Infektionen bei Beschäftigten gegeben. Ursache seien vielmehr Maßnahmen wie Grenzschließungen gewesen. Die Branche sei sehr heterogen, so dass Ausfälle an einer Stelle in der Regel andernorts kompensiert werden könnten, sagte Huster. Nur wenige große Logistikkonzerne zählten zur kritischen Infrastruktur.

Die Speditions- und Logistikbranche arbeite mit Hochdruck daran, die Versorgung von Industrie, Handel und Bevölkerung weiter sicherzustellen. "Viele Beschäftigte arbeiten im Homeoffice und da, wo die Arbeit vor Ort durchgeführt werden muss, haben Logistiker in Betrieben aufwendige Hygiene-, Abstands- und Testkonzepte umgesetzt."

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) schlug unterdessen vor, den im März 2020 geschlossenen "Pakt zur Versorgung Deutschlands" neu aufzulegen. In Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium wolle man Anfang Januar über einen neuen Gütertransportpakt sprechen, sagte BGL-Vorstandssprecher Dirk Engelhardt dem Fachdienst "Tagesspiegel Background" (Mittwoch).

Weil im Frühjahr 2020 viele Fahrer aus Osteuropa wegen der Pandemie in ihre Heimatländer zurückkehrten, brachen manche Lieferketten zusammen. Spediteure sprangen ein, Lkw wurden umgerüstet und umgeleitet. Als dringendes Problem in der Branche sieht der BGL indes den Fahrermangel. In Deutschland fehlen laut dem Verband 60 000 bis 80 000 Lkw-Fahrer. Jährlich wachse die Lücke um 15 000.

@ dpa.de

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