Medien, Deutschland

BERLIN - Die Suche nach einem Interims-Intendanten für den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) zieht sich weiter hin.

30.08.2022 - 20:39:30

Keine Wahl von Interims-Chef am Mittwoch. Der amtierende Rundfunkratsvorsitzende Dieter Pienkny sagte am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur: "Es wird morgen keine Rundfunkratssitzung geben und damit auch keine Wahl." Eigentlich war eine Sitzung des unabhängigen Gremiums für Mittwoch in Potsdam angedacht gewesen.

Pienkny sagte weiter: "Wir brauchen noch einige Tage Zeit in der Findungskommission, um uns noch einige Kandidaten anzusehen." Der Rundfunkratschef machte zugleich klar, dass man sich darüber bewusst sei, dass es ein kleines Zeitfenster gebe, um eine Interims-Lösung zu finden.

Damit geht der krisengeschüttelte ARD-Sender in die nächsten ungewissen Tage. Vorwürfe der Vetternwirtschaft und des Filzes gegen die fristlos entlassene Intendantin Patricia Schlesinger und den zurückgetretenen Chefkontrolleur Wolf-Dieter Wolf stehen im Raum. Es geht unter anderem um Beraterverträge für ein RBB-Bauprojekt, Boni-Zahlungen und eine kräftige Gehaltserhöhung für Schlesinger.

Beide bestreiten die Vorwürfe. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin ermittelt derzeit gegen beide sowie gegen den Ehemann Schlesingers, den Ex-"Spiegel"-Journalisten Gerhard Spörl, wegen des Verdachts der Untreue und der Vorteilsannahme. Es gilt die Unschuldsvermutung. Spörl bekam Aufträge von der landeseigenen Messe Berlin - Wolf war bis zu seinem Rücktritt in der RBB-Affäre dort auch in Personalunion Aufsichtsratschef gewesen.

Die verbliebene RBB-Geschäftsleitung steht bei der Aufarbeitung der Krise ebenfalls in der Kritik. Daher kam die Forderung nach einem Interims-Intendanten auf. Der Redaktionsausschuss als Vertretung der Redakteure verlangte den Rücktritt der gesamten Geschäftsleitung. Die ARD-Häuser hatten unlängst in einer beispiellosen Aktion öffentlich gemacht, dass sie kein Vertrauen in die RBB-Geschäftsführung bei der Aufarbeitung der Krise haben.

In der vergangenen Woche hatte Rundfunkratschef Pienkny gesagt, dass theoretisch schon in dieser Woche ein Interims-Chef gewählt werden könnte.

@ dpa.de

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