Biontech, US09075V1026

BERLIN - Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich generell für eine Corona-Auffrischimpfung auch bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren ausgesprochen.

13.01.2022 - 16:17:57

Stiko spricht sich für Auffrischimpfung bei 12- bis 17-Jährigen aus. Das Gremium empfehle eine sogenannte Boosterimpfung für diese Altersgruppe mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech /Pfizer "in der altersentsprechenden Dosierung" und mindestens drei Monate nach der vorangegangenen Impfung, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mit. Der Beschlussentwurf der Empfehlung muss nun noch in ein sogenanntes Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und beteiligten Fachkreisen, ist also noch keine endgültige Empfehlung.

empfohlen werde.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) begrüßte die Pläne. "Jetzt haben alle Jugendlichen und ihre Eltern Gewissheit: Auch bei 12- bis 17-Jährigen ist Boostern empfehlenswert", sagte er laut Mitteilung. Das Gremium habe noch einmal klar gestellt, dass eine Johnson&Johnson-Impfung nur wie eine Impfung gerechnet werden könne. "Das sind wichtige Einschätzungen mit aktueller Alltagsrelevanz", so Lauterbach. Bereits Ende Dezember hatte er klargestellt, dass Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren grundsätzlich einen Anspruch auf Auffrischimpfungen hätten.

Die Stiko wies darauf hin, dass die Datenlage zur Effektivität und zur Sicherheit der Auffrischimpfung bei 12- bis 17-Jährigen zwar noch limitiert sei. "Das Risiko für schwere Impfnebenwirkungen wird jedoch als sehr gering eingeschätzt", hieß es. Es seien Impfreaktionen zu erwarten wie nach der zweiten Impfstoffdosis, beziehungsweise der Auffrischimpfung bei 18- bis 25-Jährigen.

Die Stiko ist ein unabhängiges Gremium. Sie entwickelt Impfempfehlungen und blickt dabei auf den Nutzen für den Einzelnen und die gesamte Bevölkerung. Die Experten werten dafür internationale Daten und Studien aus. Die Empfehlungen gelten als medizinischer Standard, wie es auf der Stiko-Webseite heißt.

@ dpa.de

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