Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Moderna, US60770K1079

BERLIN - Die Ständige Impfkommission empfiehlt in der Corona-Pandemie auch die Impfung mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca - allerdings mit Einschränkungen.

28.01.2021 - 15:50:31

Impfkommission empfiehlt Astrazeneca-Vakzin mit Einschränkung. Aufgrund von derzeit verfügbaren Daten werde dieser Impfstoff nur für Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen, hieß es am Donnerstag im Bundesgesundheitsministerium. Patientenschützer fordern nun eine neue Impfverordnung.

Das Vakzin von Astrazeneca soll voraussichtlich am Freitag in der EU zugelassen werden. Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren lägen aktuell keine ausreichenden Daten vor, hieß es zur Begründung für die Einschränkung. Abgesehen davon werde dieser Impfstoff aber ebenfalls als gleichermaßen geeignet angesehen.

Das Vakzin von Astrazeneca wäre der dritte verfügbare Impfstoff in Deutschland neben den Präparaten der Hersteller Biontech /Pfizer und Moderna . Für deren Mittel gibt es belastbarere Daten zu Senioren. So schützt das Mittel von Biontech einer Studie zufolge ältere Menschen ähnlich gut wie jüngere, bei Moderna liegt die Wirksamkeit etwas unter den genannten 94 Prozent.

An der Priorisierung beim Impfen in Deutschland soll sich zunächst nichts ändern: Aufgrund begrenzter Verfügbarkeit soll die Impfung zunächst nur bestimmten Bevölkerungsgruppen angeboten werden. Dabei gilt als Maßgabe weiterhin ein besonders hohes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe einer COVID-19-Erkrankung oder aber berufliches Kontakt-Risiko, zum Beispiel bei Ärzten oder Pflegepersonal.

Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, forderte am Donnerstag in diesem Punkt ein Umdenken. Für die stark gefährdete Gruppe der älteren Senioren falle das Astrazeneca-Präparat erst einmal flach. Für sie sollten deshalb die anderen beiden Impfstoffe reserviert werden, forderte er. Ärzte, Pflegepersonal und andere priorisierte Berufsgruppen sollten dafür den Astrazeneca-Impfstoff bekommen, schlug Brysch vor.

Lieferengpässe aller Impfstoff-Hersteller machen die Lage nicht einfacher. "Mindestens zehn harte Wochen" kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag mit Blick auf die Knappheit bereits an. Mehr als 1,7 Millionen Menschen in Deutschland sind bisher einmal gegen Covid-19 geimpft, mehr als 366 000 haben schon die nötige zweite Spritze erhalten. Durch ansteckendere Varianten des Virus, die auch in Deutschland bisher schon vereinzelt nachgewiesen wurden, entwickelt sich das Impfprogramm jedoch immer mehr zum Wettlauf gegen die Zeit. Auch die Länge des Lockdowns steht für Wissenschaftler damit in Zusammenhang. Zu frühe Lockerungen könnten die Infektionszahlen wieder in die Höhe schnellen lassen und die Lage unkontrollierbarer machen.

Der Astrazeneca-Impfstoff wäre bei seiner Zulassung der erste Vektor-basierte Impfstoff. Auch hier entwickelt der Körper eine Immunantwort gegen das neue Coronavirus.

Das Mittel wies in Studien im Vergleich zu den anderen beiden zugelassenen Vakzinen eine geringere Wirksamkeit von etwa 70 Prozent auf. Dafür soll es jedoch vergleichsweise leicht zu handhaben sein. Es muss zum Beispiel nicht so tief gekühlt werden und könnte damit auch in Praxen zum Einsatz kommen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Baden-Württemberg liefert keine Impfdosen mehr an Krankenhäuser. Man habe entschieden, "zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Impfstoff mehr exklusiv an die Krankenhäuser zu geben", teilte das Landesgesundheitsministerium am Samstag in Stuttgart auf Anfrage mit. Stattdessen wolle man neue Impfdosen komplett an die Impfzentren liefern. "Noch immer ist der Impfstoff knapp und die dem Land zur Verfügung gestellten Impfdosen sind über Wochen in den Impfzentren verplant", hieß es zur Begründung. STUTTGART/HEIDELBERG - Angesichts eines weiter großen Mangels an Corona-Impfstoffen stellt die baden-württembergische Landesregierung den Krankenhäusern im Südwesten vorerst keine gesonderten Impfdosen mehr für das Personal zur Verfügung. (Wirtschaft, 06.03.2021 - 15:38) weiterlesen...

Umfrage: Impfbereitschaft in den USA seit September gestiegen. Insgesamt sagten 69 Prozent, sie hätten entweder schon eine Impfung gegen eine Covid-19-Erkrankung erhalten oder würden sich wahrscheinlich oder definitiv impfen lassen, wie das Institut Pew am Freitag in Washington mitteilte. Im November lag die Zahl derjenigen, die sich definitiv oder wahrscheinlich impfen lassen wollten, bei 60 Prozent, zwei Monate zuvor bei 51 Prozent. Im Mai vergangenen Jahres hatten allerdings noch 72 Prozent ihre Bereitschaft bekundet, sich impfen zu lassen. WASHINGTON - Die Impfbereitschaft in der Coronavirus-Pandemie hat in den USA nach einer Umfrage seit dem vergangenen September deutlich zugenommen. (Wirtschaft, 05.03.2021 - 17:16) weiterlesen...

OFFIZIELLE KORREKTUR/ROUNDUP/PEI: Keine Bedenken bei Astrazeneca-Impfstoff. (Im letzten Absatz, letzter Satz wurde die Aussage neu gefasst: "Insgesamt wurden, bezogen auf alle drei Impfstoffe, 16,8 Prozent der Meldungen als schwerwiegend und 83,2 Prozent als nicht schwerwiegend klassifiziert." Das PEI hat seine Angaben korrigiert.) OFFIZIELLE KORREKTUR/ROUNDUP/PEI: Keine Bedenken bei Astrazeneca-Impfstoff (Wirtschaft, 05.03.2021 - 13:42) weiterlesen...

PEI-Sicherheitsbericht: keine Bedenken gegen Astrazeneca-Impfstoff. Allerdings würden für den Vektorimpfstoff mehr Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet als für die beiden mRNA-Impfstoffe, berichtete das Institut in seinem am Donnerstagabend veröffentlichten Sicherheitsbericht. LANGEN - Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hält den Covid-19-Impstoff von Astrazeneca für ebenso gut wie die Vakzine von Biontech /Pfizer und Moderna . (Wirtschaft, 05.03.2021 - 06:35) weiterlesen...

Astrazeneca: 'Verzerrung der Wahrnehmung' des Vakzins in Deutschland. "In Deutschland wird der Impfstoff vor allem bei Jüngeren, also Berufstätigen eingesetzt. Diese haben generell stärkere Immunreaktionen und können sich - anders als Rentner - auf der Arbeit krank melden", sagte Klaus Hinterding, deutscher Vize-Chef des Pharmaunternehmens, der Deutschen Presse-Agentur. HAMBURG/LONDON - Der Vize-Chef von Astrazeneca in Deutschland stellt eine "Verzerrung der Wahrnehmung" des eigenen Impfstoffs fest. (Boerse, 05.03.2021 - 05:55) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP: Spahn mahnt zu 'Umsicht beim Öffnen' und sagt mehr Tests zu. Er setzt dafür auf Fortschritte bei Impfungen und Tests. Nötig sei nun "Umsicht beim Öffnen hin zu mehr Normalität", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im Bundestag. "Ich kenne niemanden, der diese Pandemie nicht leid ist", sagte er. Die Pandemie sei aber noch nicht beendet. BERLIN - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die mit den Ländern vereinbarten Lockerungsmöglichkeiten für den Corona-Lockdown verteidigt. (Boerse, 04.03.2021 - 15:11) weiterlesen...