Regierungen, Medizintechnik

BERLIN - Die Personalnot in der Pflege in Deutschland droht sich laut einer Studie weiter zu verschÀrfen.

01.12.2021 - 05:54:27

Studie: Personalnot in der Pflege verschĂ€rft sich weiter. Bis 2030 dĂŒrften voraussichtlich rund 182 000 ArbeitskrĂ€fte zusĂ€tzlich benötigt werden, ergaben Berechnungen fĂŒr den "Pflegereport" der Barmer Krankenkasse, der am Mittwoch vorgestellt werden soll. Hintergrund ist, dass die Zahl der PflegebedĂŒrftigen demnach bis 2030 von derzeit 4,5 Millionen auf rund sechs Millionen steigen dĂŒrfte.

"Bereits heute fehlen tausende PflegekrĂ€fte und tragende Konzepte, wo diese Menschen herkommen sollen", sagte Kassenchef Christoph Straub. Er warnte, Deutschland sei auf dem besten Wege, in einen prekĂ€ren Pflegenotstand zu geraten. Um dies abzuwenden, mĂŒsse die kĂŒnftige Bundesregierung unter anderem die Ausbildung attraktiver machen. Um eine finanzielle Überforderung der PflegebedĂŒrftigen zu vermeiden, sollten zugleich die LeistungsbetrĂ€ge der Pflegeversicherung einmalig angehoben und dann regelmĂ€ĂŸig dynamisiert werden.

Die neuen Prognosezahlen lĂ€gen deutlich ĂŒber SchĂ€tzungen, die von fĂŒnf Millionen PflegebedĂŒrftigen bis 2030 ausgehen, hieß es zur ErlĂ€uterung. In der Analyse von Heinz Rothgang vom Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik an der UniversitĂ€t Bremen seien nun erstmals Berechnungen gemacht worden, die keinen stabilen, sondern einen zunĂ€chst noch weiterhin steigenden Anteil der PflegebedĂŒrftigen unter den Versicherten berĂŒcksichtigten.

Steigen dĂŒrfte demnach auch der Finanzbedarf fĂŒr die Pflege. Laut der Berechnung dĂŒrfte er ohne weitere Leistungsverbesserungen von 49 Milliarden Euro Ende 2020 bis 2030 auf 59 Milliarden Euro anwachsen.

@ dpa.de

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