Internet, Software

BERLIN - Die Macher der umstrittenen Luca-App zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind den Bundesländern in den laufenden Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung entgegengekommen.

17.01.2022 - 09:42:25

Luca-App ändert Geschäftsmodell und senkt Preise. Die Länder müssen sich nicht mehr für ein volles Jahr auf die Nutzung des Luca-Systems verpflichten, sondern können sich Monat für Monat entscheiden, ob die Gesundheitsämter die Luca-Daten nutzen können, teilte die Betreibergesellschaft Cultur4Life am Montag in Berlin mit.

Gleichzeitig halbierten die Luca-Macher die Kosten: Pro Gesundheitsamt werden künftig 9000 Euro im Jahr fällig statt bislang 18 000 Euro. Damit könne die Infrastruktur und Software des Luca-Systems erhalten bleiben, sagte Culture4Life-Geschäftsführer Patrick Hennig der Deutschen Presse-Agentur.

Die Luca-App war vor gut einem Jahr mit großen Erwartungen gestartet worden, um die in den meisten Infektionsschutzverordnungen vorgeschriebene Erfassung der Kontaktdaten von Restaurantgästen und Event-Besuchern möglichst datenschutzfreundlich und effizient zu erledigen. An dem System entzündete sich aber immer wieder heftige Kritik. Luca-Skeptiker stören sich vor allem am Konzept einer zentralen Datenspeicherung. Außerdem bezweifeln sie, dass das Luca-System die Gesundheitsämter tatsächlich wirkungsvoll unterstützen kann. Die Verträge mit 13 Bundesländern (alle außer Sachsen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen) hatten bislang ein Jahresvolumen von 20 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Bislang hat von den 13 Luca-Vertragsländern nur Schleswig-Holstein eine Kündigung schriftlich ausgesprochen. Es gibt aber Hinweise darauf, dass auch Bundesländer wie Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Bremen vor einer Vertragskündigung stehen.

Hennig erklärte, damit dem Gesundheitsschutz weiterhin maximal gedient sei, wolle Luca den Bundesländern die Flexibilität geben, das System immer dann einzusetzen, wenn sie es brauchen. "Luca wird die Basisversorgung mit der Luca-Technologie in jedem Bundesland langfristig aufrechterhalten und jedem Bundesland die Möglichkeit geben, jederzeit nach Bedarf das System für einen quasi beliebigen Zeitraum einzusetzen." Eine entsprechende Information sei bereits an die Bundesländer verschickt worden.

Gleichzeitig wolle sich Luca stärker als Digitalisierungs-Partner der Gastronomie und Kulturbranche positionieren. So könne Luca die Ein-Stopp-Lösung werden, um Ticket, Impfstatus und einen unter Umständen erforderlichen Testnachweis vorzulegen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Snap sieht Quartalsziele in Gefahr - Aktie stürzt nachbörslich ab. Es sei wahrscheinlich, dass die Umsatz- und Gewinnziele im laufenden Quartal verfehlt werden, teilte Snap am Montag (Ortszeit) in einer mit. Seit der letzten Prognose im April habe sich das konjunkturelle Umfeld weiter verschlechtert. Bei Anlegern kam die Warnung nicht gut an - die Aktie stürzte nachbörslich zeitweise um fast 30 Prozent ab. An der Wall Street geht es für das Unternehmen schon länger steil bergab: Die Aktie ist in den vergangenen zwölf Monaten bereits um mehr als 60 Prozent gesunken. SANTA MONICA - Die Betreiber der Foto-App Snapchat rechnen angesichts eines wirtschaftlichen Abschwungs mit schwächerem Wachstum. (Boerse, 23.05.2022 - 23:50) weiterlesen...

Zoom hebt Geschäftsziele an - Aktie macht Kurssprung. Für das laufende Geschäftsquartal (bis Ende Juli) stellte das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss Erlöse von bis zu 1,12 Milliarden Dollar (1,05 Mrd Euro) in Aussicht. Damit übertraf Zoom die Prognosen der Analysten leicht. Zudem hob die Firma aus San Jose ihre Gewinnziele für das Gesamtjahr deutlich an. SAN JOSE - Der Videokonferenzdienst Zoom hat zu Jahresbeginn besser als erwartet abgeschnitten und Anleger mit einem positiven Ausblick erfreut. (Boerse, 23.05.2022 - 23:25) weiterlesen...

US-Staatsanwalt klagt gegen Zuckerberg wegen Cambridge Analytica. Der Generalstaatsanwalt der Hauptstadt Washington, Karl Racine, reichte eine Klage gegen den heutigen Chef des Facebook-Dachkonzerns Meta ein. Zuckerberg sei als Facebook-Chef direkt an Entscheidungen beteiligt gewesen, die zu dem Skandal geführt hätten, argumentierte Racine am Montag. WASHINGTON - US-Ermittler machen einen neuen Anlauf, um Facebook-Gründer Mark Zuckerberg im Datenschutz-Skandal um Cambridge Analytica persönlich zur Verantwortung zu ziehen. (Boerse, 23.05.2022 - 18:14) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Warburg Research senkt Ziel für Freenet auf 26 Euro - 'Buy'. Analyst Jonas Blum aktualisierte in einer am Montag vorliegenden Studie nach den "überzeugenden Quartalszahlen" des Mobilfunkanbieters seine Schätzungen. HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Freenet nach Zahlen von 29 auf 26 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. (Boerse, 23.05.2022 - 14:53) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: UBS senkt Ziel für Teamviewer auf 13,90 Euro - 'Neutral'. Die Aktie des Anbieters von Fernwartungssoftware werde von ihrer günstigen Bewertung abgesichert, schrieb Analyst Hannes Leitner in einer am Montag vorliegenden Studie. Dem Unternehmen mangele es aber dennoch an frischer Dynamik. ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Teamviewer von 16,20 auf 13,90 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. (Boerse, 23.05.2022 - 11:07) weiterlesen...

Kreise: Chipkonzern Broadcom spricht mit VMware über Übernahme. Noch sei aber keine Entscheidung gefallen. VMware bringt es auf einen Börsenwert von rund 40 Milliarden US-Dollar (38 Mrd Euro). Bei Übernahmen wird in der Regel aber ein deutlicher Aufschlag gezahlt. Broadcom bringt es auf eine Marktkapitalisierung von gut 220 Milliarden Dollar. VMware lehnte einen Kommentar ab und Broadcom war für eine Stellungnahme laut Bloomberg nicht verfügbar. NEW YORK - Der Chipkonzern Broadcom sprechen über einen solchen Schritt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen schrieb. (Boerse, 23.05.2022 - 06:55) weiterlesen...