Einzelhandel, Maschinenbau

BERLIN - Die Lebensmittelbranche in Deutschland bereitet sich mit Pandemieplänen auf die befürchtete explosive Ausbreitung der Corona-Variante Omikron vor.

22.12.2021 - 06:08:30

Lebensmittelwirtschaft bereitet sich auf Omikron-Variante vor. Vorrangig sei dabei die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, "damit auch die Lebensmittelproduktion aufrechterhalten werden kann", sagte der Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelverbands Deutschland, Christoph Minhoff, der Deutsche Presse-Agentur. Die Lebensmittelbranche gehöre zur kritischen Infrastruktur.

"Es gibt zwar keine Garantie, dass es nicht stellenweise zu Stockungen im Produktionsablauf kommt, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Quarantäne müssen, aber wir können versichern, dass wir als Branche alles in unserer Macht Stehende tun, um durch präventive betriebliche Maßnahmen der Ausbreitung des Coronavirus und jetzt der Omikron-Variante vorzubeugen", sagte Minhoff.

Die Unternehmen arbeiteten eng mit den jeweiligen Gesundheitsämtern zusammen, um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen. Sie hätten individuelle Maßnahmen umgesetzt, früh Impfungen angeboten, eigene Testzentren an den Produktionsstätten errichtet und Pandemiepläne erstellt, die situationsbedingt angepasst würden, berichtete Minhoff. Wo immer möglich, sei außerdem die Homeoffice-Pflicht wieder eingeführt worden.

Sollten Mitarbeiter dennoch aufgrund von Quarantäne ausfallen, habe das nicht zwangsläufig Versorgungsschwierigkeiten zur Folge, betonte Minhoff. Gerade haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Tiefkühlprodukte oder Konserven seien in großer Menge vorproduziert und könnten abgerufen werden. Hinzukomme, dass es in vielen Bereichen nicht nur einen, sondern viele Anbieter gebe, die mögliche Lieferprobleme auffangen könnten.

Mit Blick auf den Einzelhandel verwies der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes HDE, Stefan Genth, darauf, dass die Branche seit Beginn der Pandemie erfolgreich Hygienekonzepte umsetze. Studien der Berufsgenossenschaft für Handel und Warenlogistik und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hätten bestätigt, dass für die Beschäftigten im Handel dadurch kein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe. "Die Einhaltung der bewährten Hygieneregeln im Handel ist auch mit Blick auf neue Corona-Varianten der Schlüssel, um erhöhte Krankenzahlen und Personalengpässe zu verhindern", sagte Genth.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

AKTIEN IM FOKUS 2: Online-Werte wie Zalando und HelloFresh im Auf und Ab (Boerse, 18.01.2022 - 17:22) weiterlesen...

Kartellamt will auf Dauer mehr Wettbewerb bei Tierwohl-Finanzierung. Statt des bislang praktizierten einheitlichen Aufpreises für Fleisch aus artgerechterer Haltung sei etwa eine Empfehlung zur Vergütung von Tierwohlkosten denkbar, regte die Aufsichtsbehörde am Dienstag an. Keine Bedenken erhoben die Wettbewerbshüter gegen eine freiwillige Selbstverpflichtung des deutschen Einzelhandels, um existenzsichernde Löhne im Bananensektor zu fördern. BONN - Das Bundeskartellamt fordert mehr Wettbewerb bei der Finanzierung der Tierwohl-Initiative von Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel. (Boerse, 18.01.2022 - 14:24) weiterlesen...

Rekordzahl bei US-Serien im Jahr 2021. Das geht aus der jährlichen Zählung der Produktionen in Streaming-, Kabel- und Rundfunkanstalten der Vereinigten Staaten hervor, die die Fernsehforscher von FX Research im Hause Walt Disney Television in Burbank bei Los Angeles vornehmen. BURBANK - Die Zahl der neuen und fortgesetzten US-Serien hat 2021 einen Höchststand erreicht. (Boerse, 18.01.2022 - 11:26) weiterlesen...

AKTIEN IM FOKUS: Bechtle sacken weiter ab - Rückstand zu Cancom-Aktien wächst. Mit minus 7 Prozent landeten die Papiere des Neckarsulmer IT-Dienstleisters auf dem niedrigsten Niveau seit Juni 2021. Seit dem Rekord aus dem November bei 69,56 Euro ging es inzwischen um 27 Prozent abwärts. Die Aktien des Münchner Konkurrenten Cancom verloren am Dienstag nur 2,5 Prozent und notieren damit 14 Prozent unter ihrem Höchststand. FRANKFURT - Aktien von Bechtle haben ihren Rückstand gegenüber Cancom am Dienstag ausgeweitet. (Boerse, 18.01.2022 - 10:36) weiterlesen...

Verband: 2G-Regelung im Handel könnte Konjunkturbremse werden. Hauptgeschäftsführer Ludwig Veltmann sagte am Dienstag, die anhaltenden pandemiebedingten Restriktionen und das damit verbundene Kundenverhalten könnten sich zu einer Konjunkturbremse auswachsen. Gerade kleine und mittlere Handels- und Dienstleistungsunternehmen könnten krisenbedingt erheblichen Schaden nehmen. BERLIN - Wegen der 2G-Regelung im Einzelhandel sind aus Sicht des Mittelstandsverbundes die Umsätze von Unternehmen unter Druck geraten. (Boerse, 18.01.2022 - 10:16) weiterlesen...

AKTIEN IM FOKUS: Delivery Hero und Zalando profitieren nicht von Empfehlungen. Die Papiere des Essenslieferanten setzen ihren Rutsch auf dem tiefsten Niveau seit Mai 2020 fort und verloren als schwächster Dax -Wert 2,8 Prozent. Auch die Aktien des Modehändlers Zalando zeigten sich mit minus 0,6 Prozent immerhin schwächer als Hellofresh . Alle drei Unternehmen hatten stark von der Pandemie profitiert und leiden nun unter Skepsis für die Zeit der Normalisierung. FRANKFURT - Optimistische Analystenstimmen zu Delivery Hero und Zalando sind am Dienstag nicht recht zu den Anlegern vorgedrungen. (Boerse, 18.01.2022 - 10:12) weiterlesen...