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BERLIN - Die IFA will sich einmal mehr als internationale Bühne für Innovationen unter Beweis stellen.

04.09.2019 - 14:54:23

Das Smartphone wird zum heimlichen Star. In diesem Jahr stünden Künstliche Intelligenz, 5G sowie die Sprachsteuerung von Geräten der Unterhaltungselektronik klar im Fokus der Top-Themen, sagte IFA-Direktor Jens Heithecker am Mittwoch zur offiziellen Eröffnung in Berlin. Künstliche Intelligenz halte in immer mehr Unterhaltungsgeräten Einzug. Spracherkennung mache die Bedienung komfortabel. Und von dem Mobilfunkstandard 5G dürften vor allem die Smartphone-Hersteller angesichts eines stagnierenden Marktes neue Impulse erhoffen.

zählte nach Einführung einer 5G-Tarifoption in kürzester Zeit 5000 Kunden.

Nun schürt das Unternehmen das Interesse zusätzlich mit einer 5G-Option ohne Aufpreis. Bislang gibt es allerdings erst zwei Smartphones - von Samsung und Huawei - auf dem Markt. Die dürften die Unternehmen auf der IFA allerdings auch in den Mittelpunkt rücken. 5G gehöre für Samsung zu den Kernthemen bei Smartphones, sagte Deutschland-Chef Mario Winter. Noch gebe es zwar noch wenige Geräte, aber 2020 werde möglicherweise das erste Jahr sein, in dem 5G einen großen Markt erschließe, sagte Göke.

Während die Umsätze mit den traditionellen Aushängeschildern der Unterhaltungselektronik, den neuen TV-Geräten, weiter zurückgehen, halte sich der Umsatz mit Smartphones auf hohem Niveau, erklärte Sebastian Klöß vom Digitalverband Bitkom. In den kommenden Jahren werde sich in dem Bereich noch einiges tun. Die nächste Generation, faltbare Smartphones, stehe bereits in den Startlöchern.

Zuletzt hatten sich Samsung und Huawei ein Wettrennen um das erste Gerät dieser Art im Markt geliefert, ruderten jedoch beide kurz vor dem geplanten Start zurück. Bei der Herstellung unter anderem des Displays gab es hartnäckige Probleme. Nun startet Samsung einen neuen Anlauf. Auf der IFA in Berlin wird der südkoreanische Konzern sein "Galaxy Fold" mit im Gepäck haben, das noch in diesem Monat auf den Markt kommen soll. Auch Huawei könnte sein "Mate X" mit dabei haben.

Eine Trendstudie des Bitkom und der Beratungsgesellschaft Deloitte ermittelte, das mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) einen großen Vorteil von faltbaren Smartphones darin sehen, dass sich diese zusammenklappen lassen und damit weniger Platz benötigen. Den größeren Bildschirm halten 50 Prozent für besonders interessant. Und 18 Prozent versprechen sich mehr Leistung als bei herkömmlichen Smartphones. Bislang ist die neue Geräte-Generation aber noch sehr teuer. Mit Preisen bis zu 2300 Euro für das "Mate X" dürfte sich die Gerätekategorie noch einzige Zeit in einem Nischenmarkt bewegen.

Zwei Tage wird die Messe Fachbesuchern und der Presse vorbehalten sein, ab Freitag ist das private Publikum eingeladen. In diesem Jahr hat sich die Zahl der Aussteller mit 1939 erneut leicht erhöht im Vergleich zum Vorjahr, wie die Veranstalter mitteilten. Vergangenes Jahr zählte die IFA insgesamt rund 244 000 Besucher.

@ dpa.de