Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Transport, Verkehr

BERLIN - Die Gewalt gegen Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter hat im Corona-Jahr 2020 zugenommen.

16.06.2021 - 06:34:29

Mehr Gewalt gegen Bahnbeschäftigte im Corona-Jahr 2020. So gab es im vergangenen Jahr 2070 Gewaltdelikte gegen Zugbegleiter und andere Bahn-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter - 421 mehr als im Vorjahr. Das geht aus der Regierungsantwort auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

2019 waren es demnach 1649 solche Gewaltstraftaten gegen Bahnbeschäftigte. 2018 waren es erst 1344. Im Jahr 2021 waren es allein in den ersten vier Monaten bereits 744 Gewalttaten. Die Antwort beruht auf Daten der Bundespolizei.

Gegen Beschäftigte anderer Bahnunternehmen gab es 2018 170, 2019 305 und 2020 443 Übergriffe; in den ersten vier Monaten 2021 waren es 153.

Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann, die die Anfrage gestellt hatte, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Gewalt gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn ist vollkommen inakzeptabel." 2020 habe die Gewaltneigung bei Fahrgästen trotz sinkenden Fahrgastaufkommens zugenommen. "Den Bahnbeschäftigten wurden mit der Durchsetzung der Maskenpflicht faktisch polizeiliche Aufgaben aufgebürdet."

Zimmermann weiter: "Sie tragen damit die Last öffentlicher Aufgaben, während ihnen die Vorteile einer Beschäftigung im Öffentlichen Dienst verwehrt bleiben."

Die Zahlen belegten: Die Probleme hätten schon vor der Pandemie begonnen. Immer wieder entlade sich auch Frust über die Bahn in Gewalt gegen Beschäftigte. Ähnliches gelte bei Post und Paketzustellern. "Dabei wäre Solidarität mit den Beschäftigten angebracht." Wo schlechter Service dahinterstecke, seien nicht die Beschäftigten verantwortlich. Bei der Bahn etwa habe Privatisierung zu höheren Preisen und weniger Angebot in der Fläche geführt.

Rund 20 000 Bahnmitarbeiter arbeiten mit Kundenkontakt. Körperliche Übergriffe gibt es immer wieder. Zu den Konfliktpunkten kam 2020 Streit ums Masketragen im Zug dazu. Die Bahn hatte angekündigt, auf die oft angespannte Stimmung zu reagieren. Dazu dienten Trainings mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Einer 2019 veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag des Beamtenbunds dbb zufolge werden Beschäftigte bei Polizei, Rettungsdienst oder Nahverkehr häufig beschimpft oder angegriffen. Insgesamt hatten 48 Prozent der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes nach eigenen Angaben bei der Arbeit schon einmal einen Übergriff auf sich erlebt. Beleidigungen kamen dabei am häufigsten vor, bei 89 Prozent der Betroffenen. Es folgen Anschreien (68 Prozent), körperliches Bedrängen (31 Prozent) und Schläge (17 Prozent).

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Spanien und Niederlande ab Dienstag Corona-Hochinzidenzgebiete. Mit der schon am Freitag verkündeten Entscheidung reagiert die Bundesregierung auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen. Kurz vor dem Inkrafttreten der Entscheidung am Dienstag hätten nur sehr wenige deutsche Touristen ihren Urlaub auf der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca vorzeitig beendet, hieß es dort. Die Reisebranche hatte die Entscheidung der Bundesregierung kritisiert. BERLIN - Spanien und die Niederlande sind von Mitternacht an als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft. (Boerse, 26.07.2021 - 17:39) weiterlesen...

Niederlande lockern Reiseregeln für Hochrisiko-Länder. Ab Dienstag würden Reisewarnungen für EU-Länder mit hoher Inzidenz abgeschafft, teilte die Regierung am Montag in Den Haag mit. Zur Zeit wird noch von nicht notwendigen touristischen Reisen etwa nach Spanien, Portugal und Zypern abgeraten. Reisewarnungen nur aufgrund von Infektionszahlen seien nicht verhältnismäßig, erklärte die Regierung und verwies auch auf den hohen Impfgrad in Europa. DEN HAAG - Die Niederlande lockern die Regeln für Reisen in europäische Hochrisikogebiete. (Boerse, 26.07.2021 - 16:21) weiterlesen...

'Pingdemie': Britischen Nahverkehrsunternehmen fehlen Mitarbeiter. Fahrgäste wurden aufgefordert, rechtzeitig ihre Verbindungen zu überprüfen. In London blieben am Wochenende zwei U-Bahn-Linien geschlossen, weil mehr als 300 Mitarbeiter als Kontaktpersonen identifiziert sind und sich deshalb in häusliche Quarantäne begeben mussten, auch wenn sie doppelt geimpft sind. Nach dem Warnton der britischen Corona-App sprechen Medien von einer "Pingdemie". LONDON - Weil sich zunehmend Beschäftigte wegen Corona-Kontakten selbst isolieren müssen, sagen Verkehrsunternehmen in Großbritannien Fahrten ab oder dampfen ihre Fahrpläne ein. (Boerse, 26.07.2021 - 15:51) weiterlesen...

MSC will Bau eines wasserstoffgetriebenen Kreuzfahrtschiffs ausloten. Zunächst soll eine Machbarkeitsstudie untersuchen, unter welchen Voraussetzungen die Konstruktion und der Bau eines mit Wasserstoff betriebenen Hochseekreuzfahrtschiffs sowie die Entwicklung der zugehörigen Anlagen für das Betanken der Schiffe - im Branchenjargon Bunkerinfrastruktur - möglich wären, wie die drei beteiligten Unternehmen am Montag mitteilten. Sie sprechen selbst vom weltweit ersten Projekt dieser Art. HAMBURG/MÜNCHEN - Die Reederei MSC will mit der italienischen Großwerft Fincantieri und dem italienischen Gasversorger Snam die Konzeption eines mit Wasserstoff angetriebenen Kreuzfahrtschiffes ausloten. (Boerse, 26.07.2021 - 15:38) weiterlesen...

Der lange und schwere Weg zum klimaneutralen Flughafen. Auf dem Weg dorthin sollen die CO2-Emissionen der Fraport AG am größten deutschen Flughafen von 175 000 Tonnen (2019) auf 80 000 Tonnen im Jahr 2030 sinken, wie der Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte am Montag bei einer Informationstour bekräftigte. FRANKFURT - Zumindest am Boden klimaneutral: Diesem Umweltziel für den Luftverkehr hat sich der Betreiber des Frankfurter Flughafens bis zum Jahr 2050 verschrieben. (Boerse, 26.07.2021 - 15:13) weiterlesen...

Viele kleine Schritte am Flughafen Frankfurt in Richtung Klimaschutz. Als Betreiber sei man zwar nur für rund 10 Prozent der CO2-Emissionen am Standort verantwortlich, wolle diese aber konsequent zurückführen, erklärte Fraport -Chef Stefan Schulte am Montag bei einer Informationstour mit dem hessischen Finanzminister Michael Boddenberg. Ansatzpunkte sind unter anderem eine verbesserte Gebäudetechnik, der Einsatz von Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeugen sowie klimafreundliche Produktion und Einkauf von Energie. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen von 175 000 Tonnen (2019) auf 80 000 Tonnen sinken. Im Jahr 2050 soll die Klimaneutralität erreicht sein. FRANKFURT - Mit Investitionen von rund 300 Millionen Euro will der Flughafen Frankfurt in den kommenden Jahren deutlich klimafreundlicher werden. (Boerse, 26.07.2021 - 14:08) weiterlesen...