Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Produktion, Absatz

BERLIN - Die Entsorgung radioaktiver Abfälle in Deutschland sorgt für Diskussionsstoff.

18.10.2021 - 18:21:28

GESAMT-ROUNDUP: Zwischenlagerung von Atommüll sorgt für offene Fragen. Der ehemalige Leiter der Entsorgungskommission des Bundes, Michael Sailer, warnte am Montag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur vor einer Lücke, die bei der Entsorgung hoch radioaktiver Abfälle entstehen könnte, wenn Genehmigungen für Zwischenlager zu früh ausliefen.

Hoch radioaktive Abfälle aus den deutschen Atomkraftwerken würden wegen eines fehlenden Endlagers voraussichtlich noch weit über ein halbes Jahrhundert an den AKW-Standorten bleiben müssen, erklärte Sailer. Der Ingenieur und Nuklearexperte geht davon aus, dass das für 2031 in Deutschland geplante Endlager für hoch radioaktiven Müll erst ab 2050 in Betrieb gehen könnte. Die Genehmigung der Zwischenlager, in denen sich der Müll übergangsweise befindet, laufe jedoch Mitte der 40er Jahre aus.

Sailer erklärte, dass es wohl noch 30 weitere Jahre in Anspruch nehmen werde, den hoch radioaktiven Müll aus den Zwischenlagern in das geplante Endlager zu überführen. Damit könnten die Abfälle erst im Jahr 2080 vollständig im geplanten Endlager eingelagert sein. Sailer forderte die Politik auf, sich frühzeitig mit der Frage der Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen zu beschäftigen.

"Wir haben 16 Zwischenlager in Deutschland, in denen hoch radioaktiver Müll gelagert wird", sagte Sailer. "Bei den meisten läuft die Genehmigungsdauer 2045/46 ab."

Es gebe mit Blick auf eine verlängerte Zwischenlagerung noch "weiteren Untersuchungsbedarf" zu Technik und Sicherheitsstandards, teilte die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) am Montag auf dpa-Anfrage mit. Die BGZ habe dafür eine Fachabteilung aufgebaut, die ein Forschungsprogramm zur Zwischenlagerung über den Zeitraum von 40 Jahren hinaus erarbeite. Auch die Bevölkerung werde informiert, wenn es darum gehe, Zwischenlagergenehmigungen um mehr als zehn Jahre zu verlängern, schrieb die BGZ weiter.

Neben den hoch radioaktiven Abfällen, für die das Endlager bestimmt sein wird, befinden sich in den Zwischenlagern auch schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Auch deren Lagerung sorgt immer wieder für Diskussionen, wie der Fall des Standorts Asse in Niedersachsen zeigt. Der dort bestehende Konflikt um ein alternatives Zwischenlager bleibt weiter ungelöst. Die Diskussion darum sei noch nicht abgeschlossen, heißt es in einem Expertenbericht, der am Montag veröffentlicht wurde.

Nach scharfer Kritik sollte damit die Entscheidung für ein Zwischenlager nahe der Schachtanlage im Landkreis Wolfenbüttel noch einmal überprüft werden. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hatte im Jahr 2020 entschieden, einen Standort in der Nähe des maroden Atommülllagers zu suchen und dafür viel Kritik aus der Bevölkerung geerntet. Daraufhin wurde eine Prüfung der Standortauswahl veranlasst.

In dem ehemaligen Bergwerk in Niedersachsen liegen in 13 Kammern rund 126 000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen. Weil Wasser eindringt, muss das Lager geräumt werden. Es gibt den gesetzlichen Auftrag, die Asse unverzüglich stillzulegen. Im Jahr 2033 soll die Bergung der Abfälle voraussichtlich starten. Bis die Endlagerung aber geklärt ist, muss der Müll zwischengelagert werden.

Mit Blick auf den Bericht im Auftrag des Bundesumweltministeriums sagte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) bei der Online-Pressekonferenz: "Der Bericht wirft viele Fragen auf, die es gilt, zügig zu klären." Das Dokument werde jetzt von allen Beteiligten analysiert und bewertet. Weitere Diskussionsrunden auch mit der Öffentlichkeit stehen im November an.

Unterdessen geht auch die Suche nach einem Atommüll-Endlager für die hoch radioaktiven Abfälle weiter.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Südafrika kündigt Impfpflicht für bestimmte Bereiche an. JOHANNESBURG - Nach der Entdeckung der Omikron-Virusvariante sowie einem ungewöhnlich starken Anstieg der Neuinfektionszahlen verschärft Südafrika seine Corona-Maßnahmen. Präsident Cyril Ramaphosa stellte am Sonntagabend in einer TV-Rede unter anderem eine Impfpflicht für bestimmte Bereiche vor, die aber noch bestimmt würden. Trotz weiterer Versammlungsrestriktionen zum Jahresende ließ er die bisherige niedrige Alarmstufe zunächst bestehen. Er kritisierte die zahlreichen Reiserestriktionen gegen Südafrika als wissenschaftlich unbegründet und rief zur Aufhebung auf. Südafrika kündigt Impfpflicht für bestimmte Bereiche an (Boerse, 28.11.2021 - 19:58) weiterlesen...

EU-Länder wollen härter gegen Schleuser am Ärmelkanal vorgehen. Großbritannien, das Ziel der mit kleinen Booten übersetzenden Flüchtlinge ist, wurde zur Schaffung legaler Migrationswege aufgerufen, sagte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin am Sonntagabend nach dem Treffen in Calais. Außerdem müsse Großbritannien die illegale Beschäftigung von Flüchtlingen erschweren. Vor einigen Tagen starben im Ärmelkanal 27 Menschen auf dem Weg nach Großbritannien, weil ihr Boot kenterte. CALAIS - Bei einem Krisentreffen zur Migration über den Ärmelkanal haben Frankreich, Belgien, die Niederlande und Deutschland einen härteren Kampf gegen Schleuser vereinbart. (Wirtschaft, 28.11.2021 - 19:21) weiterlesen...

Spanien lässt nur noch Geimpfte aus Großbritannien einreisen. Das geht aus einer am Sonntag im Amtsblatt veröffentlichten Verordnung des Innenministeriums in Madrid hervor. Bisher wurden bei Reisenden aus Großbritannien genauso wie etwa aus Deutschland Einreisenden auch ein Nachweis über eine Genesung von einer Corona-Erkrankung oder ein negatives Testergebnis akzeptiert. "Das Auftreten neuer Varianten des Erregers der Krankheit zwingt in diesen Zeiten zu verschärften Reisebeschränkungen", heißt es in der Verordnung. MADRID - Spanien wird wegen der neuen Virusvariante Omikron ab Mittwoch aus Großbritannien nur noch vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte einreisen lassen. (Boerse, 28.11.2021 - 19:18) weiterlesen...

Schweizer wollen 3G-Zertifikat laut Hochrechnung beibehalten. Laut der Rechnung des öffentlich-rechtlichen Senders SRF unterstützten am Sonntag 63 Prozent der Wählerinnen und Wähler den 3G-Nachweis, der in der Gastronomie, bei Veranstaltungen und in Freizeiteinrichtungen vorgezeigt werden muss. BERN - Bei einer Volksabstimmung über das Schweizer Covid-Zertifikat haben Corona-Maßnahmengegner nach einer ersten Hochrechnung eine Niederlage erlitten. (Wirtschaft, 28.11.2021 - 18:04) weiterlesen...

ROUNDUP/Giffey: Rot-grün-roter Koalitionsvertrag für Berlin steht. "Es gibt eine politische Einigung über alle noch offenen Punkte im Koalitionsvertrag für die Bildung einer neuen Berliner Landesregierung", schrieb die designierte Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Sonntag auf Instagram. "Ich bin erleichtert" so Giffey. BERLIN - Nach rund fünf Wochen intensiver Gespräche steht der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und Linken in Berlin. (Wirtschaft, 28.11.2021 - 17:39) weiterlesen...

Schwierige Verhandlungen über mehr Geld für Länder-Beschäftigte. Nach Angaben der Arbeitgeberseite kam "Bewegung" in die Gespräche. Ein Abschluss noch am Sonntagabend galt zwar als möglich, aber auch eine Verlängerung der Verhandlungen bis in den Montag war nicht ausgeschlossen. POTSDAM - In der möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde über mehr Geld für mehr als eine Million Beschäftigte des öffentlichen Dienstes der Länder sind Gewerkschaften und Arbeitgeber am Sonntag zunächst nicht zu einem Ergebnis gekommen. (Wirtschaft, 28.11.2021 - 17:37) weiterlesen...