Ernährung, Produktion

BERLIN - Die deutschen Bauern rechnen angesichts höherer Energiekosten und unsicherer Marktaussichten in der Corona-Krise weiterhin mit schwierigen Bedingungen.

09.12.2021 - 12:04:27

Bauern sehen weiter angespannte Geschäftslage. Vor allem wegen drastischer Einbußen bei Schweinehaltern sackten die Gewinne der Betriebe im Ende Juni abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2020/21 im Schnitt um 15 Prozent auf 52 100 Euro ab, wie der Bauernverband am Donnerstag in Berlin mitteilte. Dabei schlugen auch zeitweise deutlich kleinere Schlachtkapazitäten wegen Corona-Ausbrüchen in Schlachthöfen und die in Deutschland aufgetauchte Afrikanischen Schweinepest ins Kontor - in der Folge brachen Exporte und Preise erheblich ein.

"Die wirtschaftliche Situation ist nach wie vor angespannt", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. Schweinehalter verloren den Angaben zufolge nun mehr als zwei Drittel ihres Unternehmensgewinns. Dagegen verbesserten sich die Ergebnisse in der Rinder- und Milchviehhaltung, bei Öko-Betrieben legten die Gewinne kräftig zu. Inwiefern sich die Lage insgesamt wieder erhole, sei unsicher. Stark gestiegenen Preisen zum Beispiel bei Raps und Getreide stünden starke Verteuerungen beim Kauf von Futter, Düngemitteln und Energie gegenüber. Vieles hänge nun von den Marktentwicklungen im ersten Halbjahr 2022 ab.

@ dpa.de

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