Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Transport, Verkehr

BERLIN - Die Deutsche Bahn will Klarheit über das Kräfteverhältnis der beiden konkurrierenden Gewerkschaften GDL und EVG im eigenen Konzern.

17.02.2021 - 10:59:31

Bahn will Klarheit über Stärke der Gewerkschaften im Konzern. Personalvorstand Martin Seiler hat deshalb ein notarielles Verfahren vorgeschlagen, in dem ermittelt werden soll, welche Gewerkschaft in welchem Bahn-Betrieb mehr Mitglieder hat. Anschließend will die Bahn das sogenannte Tarifeinheitsgesetz (TEG) umsetzen. Demnach gilt in den jeweiligen Betrieben nur der Tarifvertrag der jeweils größeren Gewerkschaft. Zuvor hatte die "Funke"-Mediengruppe darüber berichtet.

"Der Gesetzgeber hat uns das TEG vorgegeben, und wir müssen dieses nun umsetzen", teilte Seiler am Mittwoch mit. "Deshalb bieten wir den Gewerkschaften ein gemeinsames Verfahren zur Feststellung der Mehrheitsverhältnisse an." In einem Brief an die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) schlägt die Bahn deshalb vor, Listen anzulegen, in denen die Arbeitnehmervertreter eintragen, welcher Beschäftigte ihrer Gewerkschaft angehört. Die Listen würden dann ausschließlich von den Notaren eingesehen und ausgewertet.

"Das Verfahren wird nur vollzogen, wenn uns bis zum 22. Februar 2021 eine eindeutige Antwort beider Gewerkschaften vorliegt", heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das Tarifeinheitsgesetz war bei der Bahn bis Ende vergangenen Jahres ausgesetzt. Seit 2015 regelte stattdessen ein Grundlagenvertrag, dass Tarifverträge der GDL und der EVG jeweils auch für sämtliche ihrer Mitglieder galten - unabhängig davon, ob sie in einem Betrieb arbeiten, in dem die andere Gewerkschaft stärker vertreten ist.

Doch der Vertrag lief Ende 2020 aus. Eine Anschlussregelung gibt es bislang nicht, auch wenn sich die Bahn nach wie vor um eine bemüht: "Wir wollen aber weiterhin mit beiden Gewerkschaften eine einvernehmliche Regelung zu einer geordneten Koexistenz finden", teilte Seiler mit. Die EVG lehnt einen neuen Grundlagenvertrag aber strikt ab, weil er aus ihrer Sicht das TEG aushebelt würde.

Immer wieder betont die Bahn deshalb, dass nun das TEG umgesetzt werden müsse. In einem Großteil der rund 300 Betriebe bei der Bahn sind die Beschäftigten mehrheitlich in der EVG organisiert. In rund 70 Betrieben gilt das Kräfteverhältnis jedoch als unklar. Direkt fragen darf die Bahn die Beschäftigten allerdings nicht. Die EVG stimmte dem nun von der Bahn vorgeschlagenen Verfahren zu: "Wir sind als EVG davon überzeugt, dass wie unsere Mitglieder damit vor der Anwendung schlechter Tarifverträge schützen", teilte Vorstand Klaus-Dieter Hommel mit. Die GDL äußerte sich zunächst nicht dazu.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

AKTIE IM FOKUS: Fraport schwankend - Quartalsgewinn nur dank Corona-Geldern. Die Aktien sackten im Xetra-Handel um bis zu vier Prozent ab. Am späten Vormittag gab es dann Ausschläge mit einem kurzen Ausflug ins Plus, der schnell zu Ende ging. Zuletzt ging es dann um mehr als ein Prozent auf 56,56 Euro nach oben. FRANKFURT - Angesichts eines durch Einmaleffekte begünstigten Quartalsgewinns hat es am Dienstag ein weile gedauert, bis Fraport die Anleger von seinen jüngsten Geschäftszahlen überzeugen konnte. (Boerse, 03.08.2021 - 13:00) weiterlesen...

Post will auch Elektroflugzeuge einsetzen. Der Logistikriese hat für seine Express-Sparte beim Hersteller Eviation zwölf Maschinen des Typs "Alice" bestellt. Eviation erwarte, die Flugzeuge im Jahr 2024 ausliefern zu können, teilte die Post am Dienstag mit. Ein erster Flug des Maschinentyps sei noch in diesem Jahr in den USA geplant. BONN - Zur Vermeidung von Treibhausgasen will die Deutsche Post DHL künftig auch elektrische Frachtflugzeuge einsetzen. (Boerse, 03.08.2021 - 12:47) weiterlesen...

Reederverband besorgt wegen Bränden in falsch deklarierter Ladung. "Wir drängen darauf, dass auch diese Sicherheitslücke geschlossen wird. Crew, Schiff und sonstige Ladung dürfen dadurch nicht gefährdet werden", sagte das geschäftsführende VDR-Präsidiumsmitglied Ralf Nagel am Dienstag in Hamburg. Er bezog sich auf einen neuen Bericht des Allianz-Schiffsversicherers AGCS zur Sicherheit auf Seeschiffen. HAMBURG - Der Verband Deutscher Reeder (VDR) sieht ein wachsendes Sicherheitsrisiko für die Schifffahrt durch Brände in falsch deklarierter Ladung. (Boerse, 03.08.2021 - 12:00) weiterlesen...

Staatsgelder bringen Fraport zurück in Gewinnzone - Aktie sackt ab. Bei gleichzeitig wieder anziehenden Passagierzahlen konnte der Konzern seinen operativen Aufwand am Standort Frankfurt im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent senken. Für das Gesamtjahr hält Vorstandschef Stefan Schulte nun ein Konzernergebnis knapp über der Null-Linie für möglich - ist sich aber noch nicht sicher. FRANKFURT - Staatliche Hilfen aus Deutschland und Griechenland haben den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport in die Gewinnzone zurückgeholt. (Boerse, 03.08.2021 - 10:41) weiterlesen...

KORREKTUR: Sonderzahlung beschert Fraport in der Corona-Krise Quartalsgewinn. (Berichtigt wird im zweiten Absatz, dass sich die Sonderzahlung erst ab den Gewinnkennzahlen auswirkte.) KORREKTUR: Sonderzahlung beschert Fraport in der Corona-Krise Quartalsgewinn (Boerse, 03.08.2021 - 08:18) weiterlesen...

Sonderzahlung beschert Fraport in der Corona-Krise Quartalsgewinn. Vorstandschef Stefan Schulte hält deshalb jetzt auch im Gesamtjahr einen kleinen Gewinn für möglich. Die Aussichten für das Passagiergeschäft an Deutschlands größtem Airport haben sich nach seiner Einschätzung aber nicht verbessert: Er rechnet für das laufende Jahr weiterhin mit unter 20 Millionen bis maximal 25 Millionen Fluggästen. FRANKFURT - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport gelistete Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. (Boerse, 03.08.2021 - 07:36) weiterlesen...