Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Transport, Verkehr

BERLIN - Die Deutsche Bahn sucht das Gespräch über eine Lösung der Situation mit zwei konkurrierenden Gewerkschaften bei dem Konzern.

18.12.2020 - 14:49:25

Bahn sucht Gespräche zur Gewerkschaftsituation im Konzern. Ein gemeinsamer Brief mit dem Gesprächsangebot wurde an beide Seiten verschickt, wie Bahn-Personalvorstand Martin Seiler am Freitag sagte: "Es geht uns darum, zu einvernehmlichen Lösungen zu kommen.

Sollte es aber zu keiner Einigung kommen, werde die Bahn "Schritt für Schritt" in den einzelnen Betrieben das sogenannte Tarifeinheitsgesetz umsetzen, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das Gesetz sieht vor, dass in einem Betrieb nur der Tarifvertrag umgesetzt wird, der mit der mitgliederstärkeren Gewerkschaft ausgehandelt wurde.

Traditionell ringen bei der Deutschen Bahn sowohl die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) als auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) um Einfluss. Während die GDL vor allem das Zugpersonal im Güter-, Regional- und Fernverkehr vertritt, kümmert sich die größere EVG darüber hinaus auch um Anliegen etwa der Beschäftigten in der Verwaltung.

Die Bahn hat eigenen Angaben zufolge etwa 330 Betriebe. In den meisten davon ist eine Mehrheit der Belegschaft in der EVG organisiert. Käme es zur Anwendung des Tarifeinheitsgesetzes, gälte in diesen Betrieben dann der Tarifabschluss mit der EVG. In den übrigen der mit der GDL.

Die Deutsche Bahn schloss mit der GDL deshalb 2015 einen Grundlagenvertrag. Dieser sieht unter anderem vor, dass Tarifverträge mit der GDL für alle GDL-Mitglieder gelten, unabhängig davon, in welchem Betrieb sie arbeiten und welche Gewerkschaft dort stärker vertreten ist. Doch Ende des Jahres läuft der Vertrag aus. Mit dem Brief an beide Gewerkschaften wirbt die Bahn nun um eine Anschlussregelung. Sie bittet darin die Gewerkschaften um eine Antwort bis Ende des Jahres.

EVG-Chef Klaus-Dieter Hommel erteilte dem Gesprächsersuchen indes bereits am Freitag vorerst eine Absage: "Die EVG wird weder die Bahn noch die GDL dabei unterstützen, Regelungen zulasten der Beschäftigten zu treffen, nur um gesetzliche Regelungen zu umgehen. Verhandlungen dazu lehnen wir strikt ab", sagte er auf Anfrage. Die GDL äußerte sich hingegen nicht.

Die Stimmung zwischen beiden Arbeitnehmerorganisationen ist derzeit besonders angespannt. In einem offenen Brief an die Beschäftigten des Konzerns wirft EVG-Chef Klaus-Dieter Hommel der Konkurrenzgewerkschaft unter Claus Weselsky unter anderem vor, "auf eine unerträgliche Art und Weise Stimung" zu machen gegen Betriebsräte der EVG. Weselsky habe die EVG und ihre Mitglieder zuvor beschimpft. "Liebe Kolleginnen und Kollegen, bitte setzt Euch für einen respektvollen und fairen Umgang miteinander ein", schreibt Hommel.

Der Brief der Deutschen Bahn erfolgt kurz vor den anstehenden Tarifverhandlungen mit der GDL. Die Friedenspflicht läuft bis Ende Februar 2021. Gespräche sind für das erste Quartal vorgesehen. Mit der EVG hat die Bahn bereits bei vorgezogenen Gesprächen im September einen Abschluss gefunden. Die neuen Tarifverträge laufen dort bis Ende Februar 2023/maa/DP/stw

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Merkel: Keine Kontrollen an Grenze zu Frankreich. "Grenzkontrollen stehen zurzeit nicht auf der Tagesordnung", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag nach dem ersten Tag des EU-Videogipfels. BERLIN - Trotz der besorgniserregenden Corona-Lage in der französischen Grenzregion Moselle rechnet Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht mit verschärften Kontrollen wie an den Grenzen zu Tschechien oder zum österreichischen Bundesland Tirol. (Wirtschaft, 25.02.2021 - 20:55) weiterlesen...

Osterurlaub und Biergarten - Wie normal wird das Leben mit Tests?. Wäre da nur nicht der Corona-Lockdown. Um Öffnungen möglich zu machen und abzusichern, sollen auf breiter Front deutlich mehr Tests kommen, die nicht erst ins Labor geschickt werden müssen: Kostenlose Schnelltests durch geschultes Personal etwa in Praxen oder Apotheken und dazu Selbsttests zur Anwendung direkt für zu Hause. BERLIN - Sonniges Wetter, offene Biergärten, Osterurlaub am Strand oder in den Bergen - wie schön könnte das Leben im Frühling sein, denken gerade wohl viele. (Boerse, 25.02.2021 - 17:08) weiterlesen...

Corona und US-Strafzölle bremsen Weinexporte aus. In vielen Auslandsmärkten gab es deutliche Rückgänge, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) in Bodenheim bei Mainz am Donnerstag mitteilte. 2020 verringerten sich im Vergleich zu 2019 sowohl die exportierte deutsche Weinmenge als auch ihr Wert um je neun Prozent auf 953 000 Hektoliter und 277 Millionen Euro. BODENHEIM - Die weltweite Corona-Pandemie und Strafzölle in den USA haben 2020 die deutschen Weinexporte ausgebremst. (Wirtschaft, 25.02.2021 - 16:22) weiterlesen...

Verbraucherschützer kritisierten Fahrpreis-Politik der Bahn. Der Normalpreis liege je nach Wochentag bis zu 14 Prozent unter oder bis zu 17 Prozent über dem üblichen Tarif, ergaben Berechnungen des Fahrgastverbands Pro Bahn und des Bundesverbands Pro Bahn. Freitags und sonntags seien die Preise höher, nur samstags niedriger. "Damit werden insbesondere Fern- und Wochenendpendler zur Kasse gebeten", kritisierten die Verbände am Donnerstag. BERLIN - Mit dem sogenannten differenzierten Flexpreis hat die Deutsche Bahn aus Sicht von Verbraucherschützern ihre Preise versteckt erhöht. (Wirtschaft, 25.02.2021 - 16:17) weiterlesen...

Verhandlungen mit Brüssel über Bahn-Finanzhilfen ziehen sich hin. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sprach zwar am Donnerstag in Berlin von sehr guten Gesprächen mit Brüssel. Es werde aber noch dauern, wie er deutlich machte. Man sei zuversichtlich, in den kommenden Wochen ein "Paket" schnüren zu können. BERLIN - Die Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der EU-Kommission über geplante Milliardenhilfen des Bundes für die Bahn ziehen sich weiter hin. (Boerse, 25.02.2021 - 15:33) weiterlesen...

Hamburger Hafen kommt besser durch die Corona-Krise als erwartet. Statt wie befürchtet zweistellig sei der Seegüterumschlag im vergangenen Jahr nur um 7,6 Prozent auf 126,3 Millionen Tonnen gefallen, sagte Hafen-Hamburg-Marketing-Vorstand Axel Mattern am Donnerstag. HAMBURG - Der Hamburger Hafen ist besser durch das Corona-Krisenjahr 2020 gekommen als erwartet. (Boerse, 25.02.2021 - 15:31) weiterlesen...