Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Transport, Verkehr

BERLIN - Die Deutsche Bahn bereitet nach dem zweitägigen Streik der Lokführergewerkschaft GDL alles für eine schnelle Normalisierung des Zugverkehrs vor.

24.08.2021 - 17:47:06

Bahn bereitet Hochlauf vor. "Dazu müssen zum Beispiel nachts Züge überführt werden, damit sie zu Betriebsstart am Mittwochmorgen wieder am geplanten Bahnhof losfahren können", teilte der Konzern am Dienstag mit. Beschäftigte machten sich demnach bereits auf den Weg, um am richtigen Ort zu sein, sobald es wieder los geht. Die Bahn geht davon aus, dass der Zugverkehr am Mittwoch wieder weitgehend normal laufen werde.

BERLIN - Die Deutsche Bahn bereitet nach dem zweitägigen Streik der Lokführergewerkschaft GDL alles für eine schnelle Normalisierung des Zugverkehrs vor. "Dazu müssen zum Beispiel nachts Züge überführt werden, damit sie zu Betriebsstart am Mittwochmorgen wieder am geplanten Bahnhof losfahren können", teilte der Konzern am Dienstag mit. Beschäftigte machten sich demnach bereits auf den Weg, um am richtigen Ort zu sein, sobald es wieder los geht. Die Bahn geht davon aus, dass der Zugverkehr am Mittwoch wieder weitgehend normal laufen werde.

Seit Montag hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Tarifkonflikt mit der Bahn den Personenverkehr des Konzerns für 48 Stunden bestreikt. Im Güterverkehr hatte die Gewerkschaft bereits ab Samstag zum Arbeitskampf aufgerufen. Andere Eisenbahn-Wettbewerber waren nicht direkt betroffen. Laut Arbeitgeberseite lag der Streikschwerpunkt in den ostdeutschen Bundesländern. Zahlreiche Beschäftigte trafen sich unterdessen am Dienstag zu Kundgebungen unter anderem in Köln und in München, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

Allein in den ersten zwölf Streikstunden am Montag sind einem internen Lagebericht der Bahn zufolge 549 Züge im Fernverkehr ausgefallen. Zum Vergleich: Am Sonntag, als der Bahnverkehr noch ohne Einschränkungen lief, gab es 34 Ausfälle. Im Regionalverkehr waren es demnach 4627 Ausfälle bis Montag, 14 Uhr. 214 waren es am Sonntag. Der Bericht liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Die Bahn hatte am Montag und Dienstag für alle Reisenden ein Grundangebot von rund 30 Prozent im Fernverkehr aufrecht erhalten. Somit fuhr demnach jeder dritte Schnellzug. Im Regionalverkehr waren 40 Prozent der Züge im Einsatz, je nach Region gab es mit Blick auf das Angebot aber große Unterschiede. So geht die Bahn davon aus, dass in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nur 10 bis 15 Prozent der Züge fahren können, anderswo dagegen deutlich mehr.

70 000 Menschen hätten sich über die zuvor eingerichtete Streik-Hotline über die Auswirkungen auf die eigene Reise informiert, hieß es von der Bahn. Zahlreiche Kundinnen und Kunden hätten ihre Fahrt auf den Sonntag vorgezogen. Das große Chaos an den Bahnhöfen blieb somit aus, auch wenn es an Bahnsteigen und in den fahrenden Zügen durchaus voll werden konnte.

Noch bis zum 4. September behalten vom Streik betroffene Tickets ihre Gültigkeit. Das gilt der Bahn zufolge auch für solche Fahrten, die am Mittwoch noch von den Folgen des Streiks betroffen sind.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will mit dem Streik Druck machen für höhere Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Es ist die zweite Streikrunde im laufenden Tarifstreit. Anders als beim ersten Ausstand in der vorletzten Woche hatten Fahrgäste nun einige Tage mehr Zeit, um sich vorzubereiten. Die GDL hatte die Maßnahmen am Freitag angekündigt.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem 3,2 Prozent mehr Geld sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro. Im Hintergrund geht es aber auch um einen Machtkampf zwischen der GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Die Lokführer-Gewerkschaft sieht ihren Einfluss aufgrund des Tarifeinheitsgesetzes gefährdet. Dem Gesetz zufolge gelten in Betrieben mit mehreren Gewerkschaften nur die Tarifverträge der größeren Arbeitnehmervertretung.

GDL-Chef Claus Weselsky verteidigte am Dienstag im ARD-"Mittagsmagazin" erneut die Streikaktionen und auch den rauen Ton zwischen den beiden Gewerkschaften. "Das Betriebsklima war bereits vorher beschädigt und zwar aufgrund der Handlungen der Manager und aufgrund der Handlungen von EVG-Funktionären, die in den Aufsichtsräten diesen Kurs abgenickt haben", sagte er.

Am Abend schaltete sich der EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel in den Tarifkonflikt ein, richtete sich in einem Brief allerdings an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Darin forderte er den Politiker auf, sich aus dem Tarifkonflikt bei der Bahn herauszuhalten. Zwar gehe es der GDL "nur bedingt um materielle Forderungen, sondern um politische Ziele", heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Dennoch sind wir davon überzeugt, dass diese Tarifrunde ausschließlich durch die Verhandlungspartner selbst gelöst werden muss."

Scheuer hatte am Wochenende per Twitter den aktuellen Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Bahn kritisiert und die Gewerkschaft aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Außenministertreffen mit USA und Frankreich geplatzt. Bundesaußenminister Heiko Maas bestätigte am Dienstag auf Nachfrage, dass die französische Seite auf ihre Teilnahme an dem ursprünglich für Mittwoch geplanten sogenannten Quad-Treffen verzichtet habe. Grund sei, "dass es Verstimmung gibt auf der französischen Seite, die ich gut nachvollziehen kann, und dass dort einige Dinge erst wieder geradegerückt werden müssen, bevor man sich in einem solchen Format zusammensetzt". Das Treffen sei aber nicht ganz abgesagt, sondern "nur verschoben". NEW YORK - Wegen des Streits um einen neuen Sicherheitspakt im Indopazifik ist ein Außenministertreffen der USA mit Frankreich, Großbritannien und Deutschland am Rande der UN-Generalversammlung in New York geplatzt. (Boerse, 21.09.2021 - 23:26) weiterlesen...

Chinas Präsident Xi bekennt sich zu internationaler Zusammenarbeit. "Unterschiede und Probleme zwischen Ländern, welche kaum vermeidbar sind, müssen durch Dialog und Zusammenarbeit auf der Grundlage von Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt behandelt werden", sagte Xi am Dienstag bei seiner aufgezeichneten Rede vor der Versammlung in New York. Dialog und Inklusion müssten statt Konfrontation und Ausgrenzung angestrebt werden. NEW YORK - Chinas Staatschef Xi Jinping hat in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit betont. (Wirtschaft, 21.09.2021 - 22:08) weiterlesen...

Vor Corona-Gipfel: Erdogan verurteilt Impf-Nationalismus. Angesichts von Millionen Toten und Dutzenden Millionen Infizierten sei es "eine Schande für die Menschheit, dass der Impf-Nationalismus immer noch mit verschiedenen Methoden weitergeführt wird", sagte Erdogan am Dienstag bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung. NEW YORK - Vor dem Online-Gipfel zur Corona-Pandemie von US-Präsident Joe Biden hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die mangelnde Bereitschaft einiger Länder bei der Verteilung von Vakzinen verurteilt. (Boerse, 21.09.2021 - 21:49) weiterlesen...

US-Regierung nimmt Zooms Pläne für Milliarden-Zukauf unter die Lupe. Ein spezielles Gremium unter Führung des Justizministerium untersucht, ob der Deal Risiken für die nationale Sicherheit der USA berge, wie aus Unterlagen auf der Website der Telekom-Aufsicht FCC hervorgeht. Auslöser seien die Verbindungen von Zoom nach China, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag. SAN JOSE - Die Pläne von Zoom , sich mit einer Milliarden-Übernahme im Call-Center-Geschäft zu etablieren, werden von der US-Regierung einer intensiven Prüfung unterzogen. (Boerse, 21.09.2021 - 21:49) weiterlesen...

WAHL/Baerbock: Bei Vermögensteuer sollte Betriebsvermögen verschont werden. Ihr Vorschlag sei, nach der Wahl mit den Ländern darüber zu sprechen, wie man eine Vermögensteuer wieder einführen könne - "ja, mit Blick darauf, dass Unternehmen nicht so belastet werden, dass es in ihre Betriebsvermögen reingeht", sagte Baerbock am Dienstagabend bei einer Fragerunde von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". "Das ist eine dicke, dicke Nuss, die man lösen muss." Doch an der Vermögensteuer gehe kein Weg vorbei, weil der Bund finanziell dabei helfen müsse, dass Schülerinnen und Schülern in ganz Deutschland dieselben Chancen hätten. STUTTGART - Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock will im Fall eines Wahlsiegs bei der geplanten Einführung der Vermögensteuer Rücksicht auf Betriebsvermögen nehmen. (Wirtschaft, 21.09.2021 - 21:16) weiterlesen...

WAHL: Merkel warnt vor Finanzpolitik von Rot-Grün-Rot - Werben für Laschet. Sie glaube nicht, dass ein solches Bündnis nach der Corona-Pandemie zu soliden Finanzen zurückkehren würde, sagte sie am Dienstagabend bei einem Wahlkampfauftritt in Stralsund. Das Wahlprogramm der Linken sehe etwa einen Wegfall der Schuldenbremse vor. "Was nichts anderes heißt, als weg mit soliden Finanzen". STRALSUND - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor der Finanzpolitik einer möglichen Regierung aus SPD, Linken und Grünen gewarnt. (Wirtschaft, 21.09.2021 - 21:07) weiterlesen...