Internet, Software

BERLIN - Die Bundesregierung will künftig schärfer gegen die Verursacher von Cyberattacken vorgehen.

20.09.2022 - 15:27:31

Bundesregierung: Cyberangreifer sollen schärfer verfolgt werden. Das kündigte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Johann Saathoff, am Dienstag auf dem Jahreskongress der Initiative "Deutschland sicher im Netz" (DsiN) in Berlin an. "Auf dem Gebiet der Cyberkriminalität sehe ich Handlungsbedarf", sagte der SPD-Politiker.

Die Polizeien im Bund und in den Bundesländern beobachteten weiterhin stark anwachsende Fallzahlen und insbesondere zunehmende Angriffe durch sogenannte Ransomware. Diese Erpresser-Software, die Daten der betroffenen Opfer verschlüsselt, werde inzwischen im Netz sogar als Service angeboten. "Das finde ich schon extrem schräg, dass man diese Angriffssoftware einfach bestellen kann", sagte Saathoff.

Die Aufklärungsquote liege in diesem Bereich gerade mal bei 29 Prozent, auch weil die Täter ihre Spuren im Netz mit Anonymisierungsdiensten verschleierten oder vom Ausland aus agierten. Außerdem tauchten viele Straftaten nicht in der Statistik auf, weil es viele Unternehmen gebe, die den Erpressungsfall gar nicht gemeldet haben wollen, weil sie einen Imageverlust befürchteten.

Saathoff sagte, die Cyberkriminalität müsse insbesondere auch auf internationaler Ebene bekämpft werden. So nehme das Bundeskriminalamt an internationalen Arbeitsgruppen teil, um die Fähigkeiten in der Bekämpfung der Erpresser-Angriffe auszubauen. "Dadurch gelingen auch wirksame Schläge gegen Cyberkriminelle, wie zum Beispiel die Zerstörung der Infrastruktur der Schadsoftware Emotet Anfang 2021 oder die Zerschlagung des bislang weltweit größten illegalen Darknet-Marktplatzes "Hydra" im April 2022."

Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch die Verantwortlichen in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen sollten zur Stärkung der digitalen Widerstandsfähigkeit auch überlegen, welches Gerät tatsächlich online sein müsse. "Muss eigentlich jeder Kühlschrank im Internet sein?"/chd/DP/stw

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Südkorea: Nordkorea feuert erneut Rakete Richtung Meer ab. Das berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Militär. Die nicht näher beschriebene Rakete sei in Richtung des Japanischen Meers (koreanisch: Ostmeer) geflogen. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt gegeben. SEOUL - Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs am Mittwoch erneut eine ballistische Rakete in Richtung offenes Meer abgeschossen. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 12:03) weiterlesen...

Hessens Regierungschef Rhein fordert Nachbesserungen beim Entlastungspaket. "Es wäre klug gewesen, die Länder frühzeitig einzubeziehen", sagte Rhein dem privaten Rundfunksender Hit Radio FFH vor der Sonderkonferenz der Regierungschef und -chefinnen am Mittwoch. WIESBADEN - Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat bei den Planungen für das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung erneut den Umgang des Bundes mit den Ländern kritisiert. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 12:01) weiterlesen...

Labour-Chef Starmer: Britische Wirtschaftskrise ist selbst gemacht. Er rief den Finanzminister Kwasi Kwarteng dazu auf, die Mahnung des Internationalen Währungsfonds (IWF) hinsichtlich der in der vergangenen Woche angekündigten Steuersenkungen für Reiche ernst zu nehmen und eine Kehrtwende zu vollziehen. "Ich denke, das Statement des IWF ist sehr ernst und es zeigt, was für ein Chaos die Regierung in der Wirtschaft angerichtet hat und es ist selbst gemacht", sagte Starmer vor dem Abschluss des Labour-Parteitags in Liverpool dem Sender LBC Radio am Mittwoch. LIVERPOOL - Der Chef der größten britischen Oppositionspartei Labour, Keir Starmer, hat der Regierung vorgeworfen, die aktuelle wirtschaftliche Krise selbst verschuldet zu haben. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 11:49) weiterlesen...

Aufseher: Deutschlands Banken überwiegend krisenfest. "Das Bankensystem zeigt eine zufriedenstellende Resilienz", sagte der für Bankenaufsicht zuständige Vorstand der Deutschen Bundesbank, Joachim Wuermeling, am Mittwoch in Frankfurt. Dennoch sei Vorsicht geboten, es gebe große Unsicherheiten, was die Entwicklung von Konjunktur, Inflation und Zinsen angehe. "Die Banken sollten sich nicht zurücklehnen", mahnte Wuermeling. FRANKFURT - Deutschlands Banken und Sparkassen sind nach Einschätzung der Aufsicht weitgehend krisenfest. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 11:39) weiterlesen...

WDH: Schwesig fordert vor Länder-Runde mit Nachdruck Energiedeckel (Wiederholung: Entscheidung im Bund wird in der nächsten, nicht dieser Woche gefordert (2. (Boerse, 28.09.2022 - 11:38) weiterlesen...

Stoltenberg spricht von Sabotage der Nord-Stream-Pipelines. In einem Gespräch mit dem dänischen Verteidigungsminister Morten Bødskov sei es um "die Sabotage" der Pipelines gegangen, schrieb der Norweger am Mittwoch auf Twitter. Zudem hätten sie über den Schutz der kritischen Infrastruktur in den Nato-Staaten gesprochen. BRÜSSEL - In Zusammenhang mit den Lecks an den Ostsee-Gasleitungen Nord Stream 1 und 2 hat nun auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg von Sabotage gesprochen. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 11:37) weiterlesen...