Moderna, US60770K1079

BERLIN - Die Bundesregierung ist besorgt, dass die Corona-Impfstoffe gegen die in Südafrika neu entdeckte Virusvariante weniger wirksam sein könnten.

26.11.2021 - 18:33:25

Bericht: Geringere Impfstoffwirkung bei neuer Virusvariante möglich. In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden internen Lagebericht heißt es, es sei unklar, ob die Wirkung von Impfstoffen herabgesetzt sei. Das "Mutationsprofil deutet jedoch darauf hin, dass eine herabgesetzte Impfstoffwirkung zumindest ernsthaft in Betracht gezogen werden muss", heißt es in dem Bericht weiter. Das Mutationsprofil sowie der plötzliche Fallzahlanstieg werden als "auffällig" bezeichnet. Dies könne ein "Hinweis auf eine zumindest leichte und möglicherweise sogar leichtere Übertragbarkeit als bei Delta" sein. Unklar sei auch, "ob die neue Variante krankmachender ist".

Der Virologe Christian Drosten hatte zuvor betont, bei der Virusvariante B.1.1.529 gebe es noch viele offene Fragen. So sei unklar, ob die Variante tatsächlich ansteckender ist oder ob ein anderer Faktor Grund für die momentan beobachtete Ausbreitung ist. "Für eine veränderte Krankheitsschwere gibt es derzeit keine Hinweise", teilte Drosten am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Genom-Veränderungen bei dem Erreger wiesen darauf hin, dass die Virusvariante sich der Immunabwehr entziehen könnte. "Veränderungen im Genom sind aber allein nicht ausreichend, um von einer besorgniserregenden Situation zu sprechen", erklärte der Virologe von der Berliner Charité. Zusätzlich müsse klar sein, dass das Virus sich schneller verbreite oder andere veränderte Eigenschaften habe, beispielsweise einen schwereren Krankheitsverlauf. Die Bewertung der Variante sei noch nicht abgeschlossen.

Die Variante weist besonders viele Mutationen im Spike-Protein auf, laut Regierungsbericht sind es mindestens 30 und damit dreimal so viele bei der Delta-Variante.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

RKI: 73,4 vollständig gegen Corona geimpft - 75,5 Prozent erstgeimpft. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor. Damit verfügen 73,4 Prozent der Bevölkerung (61 Millionen) laut RKI mittlerweile über einen vollständigen Grundschutz. Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig. Noch zählt das RKI auch Menschen, die nur eine Dosis des Johnson-&-Johnson-Präparats erhalten haben, mit - allerdings wird das umgestellt: Künftig sollen Johnson-&-Johnson-Geimpfte nur noch nach einer zweiten Impfdosis - möglichst mit einem mRNA-Impfstoff wie dem von Biontech /Pfizer oder Moderna - von den 2G-Regeln profitieren. BERLIN - In Deutschland sind am Sonntag 90 000 Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. (Wirtschaft, 24.01.2022 - 15:57) weiterlesen...

Corona-Kurs halten - Wieder Corona-Beratungen von Bund und Ländern (Aktualisierung: RKI-Zahlen im 2. Absatz aktualisiert) (Wirtschaft, 24.01.2022 - 07:18) weiterlesen...

Corona-Kurs halten - Wieder Corona-Beratungen von Bund und Ländern (Wirtschaft, 24.01.2022 - 06:34) weiterlesen...

Hälfte der Bevölkerung hat Booster-Impfung bekommen. Knapp 41,7 Millionen Menschen (50,1 Prozent) seien inzwischen geboostert, teilte das Robert Koch-Institut am Samstag mit. Das ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der besonders ansteckenden Virusvariante Omikron. BERLIN - Mindestens die Hälfte der Bevölkerung hat eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 15:28) weiterlesen...

WDH: Ampel-Abgeordnete kündigen Entwurf für Corona-Impfpflicht an. (Im letzten Absatz, erster Satz, wurde die Schreibweise eines Vornamens berichtigt: Katrin rpt Katrin) WDH: Ampel-Abgeordnete kündigen Entwurf für Corona-Impfpflicht an (Wirtschaft, 21.01.2022 - 15:08) weiterlesen...

Experte: Besonders Risikogruppen profitieren von angepasstem Impfstoff. Er gehe fest davon aus, dass Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe wie etwa ältere Menschen von der Impfung mit einem angepassten Vakzin profitieren würden, sagte Sander am Freitag in einer Videokonferenz des Science Media Centers (SMC). BERLIN - Der Berliner Infektionsimmunologe Leif Erik Sander hält eine Anpassung des Corona-Impfstoffs an die sich rasant ausbreitende Omikron-Variante für einen wichtigen Schritt besonders für Risikogruppen. (Boerse, 21.01.2022 - 14:55) weiterlesen...