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Curevac, NL0015436031

BERLIN - Die Bundesregierung bereitet sich auf die mit Spannung erwartete Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zum Corona-Impfstopp von Astrazeneca vor.

18.03.2021 - 14:02:32

Behörden erwarten EMA-Einschätzung zu Astrazeneca-Impfstopp. An diesem Donnerstag wollte die EU-Behörde bekannt geben, ob sie weiter an dem Präparat festhält. Die EMA-Experten stellten das Vakzin auf den Prüfstand, nachdem Deutschland und andere Länder die Impfungen damit wegen mehrerer Thrombosefälle ausgesetzt hatten. In Deutschland gibt es inzwischen 13 gemeldete Fälle solcher Blutgerinnsel in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen, wie das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mitteilte.

eingeplant. Zudem wird in der zweiten Aprilhälfte der Lieferbeginn des Johnson-&-Johnson-Stoffs erwartet.

Mit einer Entscheidung über die Zulassung des Präparats von Curevac (Tübingen/Niederlande) wird im Mai oder Juni gerechnet. Mittelfristig könnte auch der russische Impfstoff Sputnik V zugelassen werden. Eine entsprechende Forderung erhoben die Länderchefs von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Beim Impfen gibt es einen Wettlauf gegen die Zeit: Die dritte Corona-Welle schwappt mit immer mehr Macht durchs Land. Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt das Wachstum als exponentiell. Das Vorherrschen der britischen Variante macht schwere Krankheitsverläufe wahrscheinlicher. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner machte am Donnerstag erneut einen Sprung nach oben. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI am Donnerstag bei 90 - und damit erneut deutlich höher als am Vortag (86,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 17 504 Corona-Neuinfektionen - gut 3000 mehr als am Donnerstag der Vorwoche.

@ dpa.de

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