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BERLIN - Die Automobilkonzerne werden ihre ablehnenden Haltung gegenüber der Nachrüstung älterer Dieselfahrzeuge nach Einschätzung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze nicht durchhalten können.

08.10.2018 - 06:12:24

Schulze setzt auf öffentlichen Druck für Diesel-Nachrüstungen. "Da entsteht jetzt öffentlicher Druck. Und ich glaube, dass da das letzte Wort noch nicht gesprochen ist", sagte die SPD-Politikerin am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt".

Die Koalition hatte sich nach langem Streit auf ein Paket geeinigt, um Diesel-Fahrverbote in Städten mit hoher Schadstoff-Belastung zu verhindern. Es sieht neben Anreizen zum Kauf neuer Wagen auch Motor-Nachrüstungen bei älteren Autos vor. Die Hersteller sollen aus Sicht der Bundesregierung die kompletten Kosten hierfür übernehmen. Bisher weigern sich die Autobauer.

Die Bundesumweltministerin sagte, sie könne sich nicht vorstellen, dass die Automobilindustrie so einfach sagen könne, es interessiere sie nicht, wenn eine Bundesregierung klar formuliere, was sie von den Herstellern erwartet. Schulze räumte aber ein: "Wir können das nicht verpflichtend machen. Wir haben keinen juristischen Hebel im Moment, um das nach vorne zu bringen."

@ dpa.de

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