VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

BERLIN - Die Autobranche könnte den CO2-Ausstoß nach Einschätzung des internationalen Umwelt-Forschungsverbunds ICCT auch bei geringeren Diesel-Verkäufen besser in den Griff bekommen.

06.07.2017 - 05:50:45

Forscher: Weniger Diesel müssen nicht weniger Klimaschutz bedeuten. Selbst wenn der Anteil des vergleichsweise weniger klimaschädlichen Diesels weiter abnehmen sollte, müsse das keine Absage an strengere CO2-Ziele bedeuten. Es komme auf das Gesamtbild an. "Auf Flottenebene - über alle Fahrzeugsegmente hinweg - sind die durchschnittlichen CO2-Emissionen neuer Diesel- und Benzinfahrzeuge nahezu identisch", erklärte die Organisation am Donnerstag. Sie errechnete Werte von 119 Gramm je Kilometer für Diesel- und 123 Gramm für Ottomotoren.

und BMW über Maßnahmen gegen Luftverschmutzung, im Bundestags-Wahlkampf setzen vor allem die Grünen auf das Thema. Der Autoverband VDA schlug eine Initiative für Software-Nachrüstungen in der Elektronik alter Euro-5-Diesel vor, um Fahrverbote zu vermeiden. Am 2. August ist ein "Diesel-Gipfel" im Umweltministerium geplant.

Die Verunsicherung der Kunden zeigt sich mittlerweile deutlich. So lag der Anteil des Diesels an den deutschen Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2017 nach Angaben der Kraftfahrt-Bundesamts noch bei 41,3 Prozent, nach 46,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der schwedische Autobauer Volvo hat angekündigt, sich Schritt für Schritt vom reinen Verbrennungsmotor zu verabschieden: Von 2019 an werde jedes neue Modell einen E-Motor haben.

Die Beratungsfirma E&Y sieht den Dieselmarkt unter Druck: "Im Juni entschieden sich nur 38,8 Prozent aller Neuwagenkäufer für einen Selbstzünder - vor einem Jahr waren es noch 46,0 Prozent." Ein Grund sei die anhaltende öffentliche Diskussion etwa über Fahrverbote.

@ dpa.de

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