Transport, Verkehr

BERLIN - Die Autobahngesellschaft des Bundes will im kommenden Jahr insbesondere die Sanierung von Brücken in den Fokus rücken.

16.12.2021 - 06:28:27

Autobahngesellschaft: 2022 Sanierung von Brücken im Fokus. Das kündigte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Autobahn GmbH Stephan Krenz gegenüber der Deutschen Presse-Agentur an.

Rund die Hälfte der 28 000 Autobahnbrücken in Deutschland wurde nach Angaben der Autobahn GmbH zwischen den 1960er und 1980er Jahren gebaut. Sie erreichten in den kommenden Jahren das Ende ihrer Lebensdauer. Zugleich hätten sich die Verkehre auf den Autobahnen seit Beginn der 1980er Jahre nahezu verdoppelt. Vor allem der Anteil des Schwerlastverkehrs sowie der Großraum- und Schwerlasttransporte habe sich signifikant erhöht. Die Autobahn GmbH wolle die Erhaltung, Sanierung und Erneuerung der Autobahnbrücken im gesamten Netz vorantreiben und habe dazu eine "Brücken-Task-Force" eingerichtet.

Krenz sprach von einem erfolgreichen Auftaktjahr der Autobahn GmbH. Im ersten Betriebsjahr seien 4,92 Milliarden Euro in den Erhalt und den Ausbau der Bundesfernstraßen investiert worden. Diese Summe bewege sich nahezu auf dem vergleichbaren Ausgaben-Niveau des Vorjahres aller Bundesländer. An rund 5000 Planungs- und Bauprojekten sei gearbeitet worden. Rund 275 000 Rechnungen seien gebucht worden. Es sei in kurzer Zeit gelungen, erhebliche Aufgaben zu stemmen.

Der Bund ist seit Anfang 2021 für den Betrieb, den Erhalt und den Ausbau der Autobahnen zuständig, vorher waren es die Länder. Ziel der Großreform: zügiger bauen und weniger Staus. Bei Straßen und Brücken gibt es außerdem einen hohen Sanierungsbedarf.

Neben der Aufnahme von Bau, Betrieb, Verwaltung, Erhaltung und Finanzierung des Autobahnnetzes habe die Autobahn GmbH "signifikante Zukunftsprojekte" für mehr Sicherheit, Service und Baubeschleunigung gestartet, so Krenz. Er verwies etwa auf die Eröffnung einer Pilotanlage für moderne Rastplätze.

An der neuen Autobahngesellschaft hatte es immer wieder Kritik gegeben, etwa weil die Kosten gestiegen sind oder es Verzögerungen bei IT-Systemen gab. Eigentlich sollte die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH in die Autobahn GmbH integriert werden - das aber wurde angesichts rechtlicher Bedenken gestoppt.

@ dpa.de

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