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Transport, Verkehr

BERLIN - Der Vorschlag für höhere Gehälter für Teile des Deutsche-Bahn-Vorstands kam Aufsichtsratskreisen zufolge von der Arbeitgeberseite des Gremiums, die zu einem Großteil vom Bund besetzt wird.

04.11.2019 - 15:48:25

Kreise: Vorschlag für höhere DB-Vorstandsgehälter kam vom Bund. Es sei daher kurios, dass nun Mitglieder der Bundesregierung das Vorhaben kritisierten, hieß es mit Blick auf Aussagen von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

Am Wochenende hatte die "Bild am Sonntag" berichtet, dass für einen Teil des bisher sechsköpfigen Bahnvorstands eine Gehaltserhöhung von 400 000 bis 585 000 Euro im Jahr vorgeschlagen worden sei. Den Kreisen im Aufsichtsrat zufolge gelte dieser Vorschlag für neue Vorstandsmitglieder und nicht für langjährige wie Bahn-Chef Richard Lutz. Das hatte auch die "Bams" berichtet.

Der Vorschlag für die Gehaltserhöhung für einen Teil des Vorstands gehe auf ein internes Gutachten der Unternehmensberatung Kienbaum zurück, die die Vorstandsgehälter bei der Bahn untersucht habe, hieß es in der Zeitung. Danach seien die Einstiegs-Gehälter für Bahn-Vorstände im Vergleich zu anderen großen Unternehmen zu niedrig.

Minister Scheuer hatte die Pläne schließlich scharf kritisiert. Er sprach von einem "falschen Signal". "Deshalb habe ich bereits letzte Woche meinem Vertreter im Aufsichtsrat deutlich gemacht, die Überlegungen zu stoppen. Ich bin überzeugt, dem werden sich die weiteren Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat anschließen. Das Grundprinzip erst bessere Ergebnisse, dann bessere Vergütung, steht für mich ganz oben." Das Ministerium äußerte sich nicht zu den Vorgängen im Aufsichtsrat, bekräftigte aber erneut die Aussagen des CSU-Politikers.

Es sei nicht unwahrscheinlich, dass der Vorschlag vor der nächsten Aufsichtsratssitzung zurückgezogen werde und somit keine Rolle mehr spiele, hieß es aus den Kreisen. Die nächste Aufsichtsratssitzung ist für diesen Donnerstag geplant. Die Deutsche Bahn äußerte sich nicht zu dem Thema.

@ dpa.de

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