Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

BERLIN - Der TÜV stellt bei Nutzfahrzeugen mehr Mängel fest.

21.09.2021 - 06:18:30

Kleintransporter leiden unter Paketboom - schlechtere TÜV-Quote. Der positive Trend der vergangenen Jahre mit immer weniger Schäden hat sich nach dem am Dienstag veröffentlichten neuen Nutzfahrzeug-Report des TÜV in den Jahren 2019 und 2020 nicht fortgesetzt. Die Sicherheitsexperten sehen unter anderem einen Zusammenhang mit dem durch die Corona-Pandemie verstärkten Paketboom.

TÜV-Prüfer stellten demnach bei den Hauptuntersuchungen 2019 und 2020 bei fast einem Fünftel (19,6 Prozent) aller Nutzfahrzeuge erhebliche oder gefährliche Mängel fest. In den Jahren davor war die Quote stetig zurückgegangen. "Wir haben eine Trendumkehr zu verzeichnen", sagte Richard Goebelt, Bereichsleiter Fahrzeug und Mobilität beim TÜV-Verband, der Deutschen Presse-Agentur. "In 18 der 20 von uns abgebildeten Alters- und Gewichtsklassen sind mehr Fahrzeuge durch die Hauptuntersuchung gefallen als noch vor zwei Jahren. Wir bewegen uns leider in die falsche Richtung."

In Deutschland sind über 3,4 Millionen Nutzfahrzeuge zugelassen. Der Großteil davon - knapp 2,9 Millionen - sind Lieferwagen und Kleintransporter bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Bei diesen Fahrzeugen war die Mängelquote mit 20,3 Prozent besonders hoch.

Der Zusammenhang mit der Corona-Krise: "Kleintransporter werden besonders in Anspruch genommen", sagte Goebelt. "Die Corona-Pandemie hat einen deutlichen Boom beim Onlinehandel erzeugt. Kurierdienste, die diese Fahrzeuge häufig nutzen, gehen regelmäßig an ihr Limit, dafür werden Wartung, Pflege und maximale Zuladung häufig leger behandelt."

"Wir haben mit steigendem Fahrzeugalter insbesondere Probleme bei Licht und Öl", sagte Goebelt dazu. "Wir haben auch Verschleiß an den Lenkanlagen, an den Achsaufhängungen, und der naturgemäß harte Betrieb dieser Fahrzeuge macht sich auch an den Bremstrommeln bemerkbar."

Für den neuen Nutzfahrzeuge-Report wertete der TÜV-Verband rund 1,95 Millionen Hauptuntersuchungen aus. Mehr Mängel gab es nicht nur bei Kleintransportern, sondern auch in mehreren anderen Nutzfahrzeugklassen. Am schlechtesten bei den größeren Fahrzeugen schnitten schwere Lkw ab 18 Tonnen mit 19,9 Prozent Mängelquote ab.

Erstmals in die Statistik aufgenommen wurden Fahrzeuge mit "gefährlichen Mängeln". Laut Nutzfahrzeug-Report waren es 10 000 Fahrzeuge, die wegen zerschlissener Bremsscheiben, stark abgefahrener Reifen oder anderer schwerer Mängel sofort in die Werkstatt gebracht werden mussten. Weitere rund 1300 Nutzfahrzeuge wurden als "verkehrsunsicher" eingestuft und deswegen sofort aus dem Verkehr gezogen.

Wegen der fortschreitenden Technisierung der Nutzfahrzeuge plädiert der TÜV für eine Erweiterung der Prüfungen. "Für uns ist es ganz wichtig, dass die Überprüfung der Fahrerassistenzsysteme in die Hauptuntersuchung mit aufgenommen wird", sagte Goebelt. "Da sollte grundsätzlich erfasst werden die Prüfung der aktuellen Software-Version. Hardware-Kalibrierung ist ein wichtiger Punkt, Systemstatus, Verglasungen, Sensoren, der Fahrmodusspeicher. Assistenzsysteme helfen nur dann, die Mobilität sicherer zu machen, wenn sie auch wirklich funktionieren."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Volkswagen verschiebt Investitionsrunde - Mehr Gesprächsbedarf. WOLFSBURG - Volkswagen hat die bislang für November geplanten Entscheidungen zur mittelfristigen Investitionsplanung verschoben. Die sogenannte Planungsrunde, die die milliardenschweren Ausgaben für die nächsten fünf Jahre festzurrt und damit auch über die Modellbelegung von Werken entscheidet, soll nun am 9. Dezember stattfinden, sagte VW-Chef Herbert Diess am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Volkswagen verschiebt Investitionsrunde - Mehr Gesprächsbedarf (Boerse, 28.10.2021 - 14:50) weiterlesen...

Klimaschutz: VW lehnt Unterlassungserklärung von Greenpeace ab. Für das geplante Vorgehen mit Klimaklagen habe der Konzern kein Verständnis. WOLFSBURG - Als dritter Autobauer wehrt sich VW wird die von Ihnen geforderte Unterlassungserklärung nicht abgeben", heißt es in einem VW-Schreiben an Greenpeace vom Donnerstag, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. (Boerse, 28.10.2021 - 14:48) weiterlesen...

Kreise: Volkswagen will Investitionsrunde verschieben. Zuvor hatte auch das "Handelsblatt" über eine geplante Verschiebung der Budgetrunde berichtet. WOLFSBURG - Der Volkswagen hart um die Gelder für neue Anlagen und Investitionen gerungen, die Belegschaften an den Standorten wollen sich eine planbare Perspektive sichern. (Boerse, 28.10.2021 - 13:24) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: Volkswagen ausgebremst - Vorsichtiger VW-Ausblick. Damit ist bei beiden Aktien die Kurserholung seit Mitte der vergangenen Woche wieder ein Stück weit dahin. FRANKFURT - Zurückhaltende Aussagen von Volkswagen gaben nach Vorlage von Zahlen kräftig nach. (Boerse, 28.10.2021 - 12:11) weiterlesen...

Porsche macht deutlich mehr Gewinn. In herausfordernden Zeiten sei ein starkes Ergebnis erreicht worden, sagte Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke auf Anfrage in Stuttgart. Der Umsatz kletterte von Januar bis September um 19,1 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro. STUTTGART - Die Volkswagen hervorgeht. (Boerse, 28.10.2021 - 10:35) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Volkswagen-Vorzüge auf 'Overweight'. Die Profitabilität (Ebit-Marge) habe die Konsensschätzung übertroffen, schrieb Analyst Jose Asumendi in einer am Donnerstag vorliegenden Ersteinschätzung. NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Volkswagen-Vorzugsaktien (VW) nach Quartalszahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 235 Euro belassen. (Boerse, 28.10.2021 - 09:10) weiterlesen...