IAG Euro, ES0177542018

BERLIN - Der Sommer 2018 hat viele Rekorde gebrochen - auch wenn es um Ausfälle und Verspätungen von Flugzeugen ging.

05.12.2018 - 17:30:25

Passagiere sollen einfacher an Entschädigung kommen. Urlauber saßen an den Flughäfen im wahrsten Sinne des Wortes stundenlang auf gepackten Koffern. So manchem wird das den entspannten Start in die Ferien verdorben haben. Entschädigungen beantragten trotzdem nur wenige - nach Ansicht der Politik auch, weil die Verfahren viel zu kompliziert sind. Bei einem Spitzentreffen am Mittwoch sagten die Fluggesellschaften nun zu, das zu erleichtern und die Passagiere im Ernstfall besser zu informieren.

angesichts der Streiks zur Kasse gebeten werden können, ist allerdings noch umstritten. Am Mittwoch kündigte die britische Luftverkehrsaufsicht CAA rechtliche Schritte gegen die Airline an, weil diese ihre Passagiere nicht entschädigen will. Ryanair beruft sich dabei auf die bisherige Rechtsprechung, dass Streiks zu den "außergewöhnlichen Umständen" zählen, bei denen die Airlines nicht zahlen müssen. Die CAA vertritt hingegen die Auffassung, dass bei diesen Crew-Streiks den Passagieren nach den EU-Richtlinien doch Entschädigungen zustehen.

Im Oktober hatte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bereits mit Länder-Verkehrsministern und Vertretern der Flugbranche über Verbesserungen im Luftverkehr gesprochen. Damals saßen allerdings keine Verbraucherschützer mit am Tisch - weshalb aus Sicht von Barley ein neues Treffen nötig wurde. Im März wollen die Akteure erneut zusammenkommen und überprüfen, was bis dahin verbessert wurde.

Die Fluggesellschaften hatten beim ersten Treffen eine Reihe von Verbesserungen im System zugesagt. So will die Lufthansa zusätzliche Flugzeuge und Crews an den großen deutschen Flughäfen bereitstellen. Außerdem soll überprüft werden, ob Sicherheitskontrollen - wie an anderen europäischen Flughäfen - effektiver und schneller werden können. Der Frankfurter Flughafen will zehn neue Kontrolllinien einrichten, andere Flughäfen zusätzliche Flächen für die Security-Checks bereitstellen.

@ dpa.de