Flugzeugbau, Regierungen

BERLIN - Der scheidende ukrainische Botschafter Andrij Melnyk hat die von Bundeskanzler Olaf Scholz angekündigten neuen Waffenlieferungen an sein Land begrüßt.

23.08.2022 - 23:40:28

Ukraine-Botschafter begrüßt Ankündigung weiterer Waffenlieferungen. "Wir sind dankbar für diese Zusagen", sagte Melnyk am Dienstag im "heute journal update" des ZDF. Er äußerte aber zugleich die Hoffnung, "dass auch die anderen Waffen, die schnell lieferbar sind, auch die Ukraine erreichen werden". Bei der jüngsten Ankündigung gehe es "um Waffen, die erst im kommenden Jahr lieferbar sind", erläuterte der Botschafter.

Es sei wichtig, dass sein Land zeige, dass es den Krieg gegen Russland militärisch gewinnen könne. "Nur dann besteht eine Chance auf Verhandlungen und auf einen nachhaltigen Frieden." Melnyk wird Deutschland am 14. Oktober verlassen. Er ist wegen seiner oft harten Kritik an der Ukraine-Politik der Bundesregierung umstritten.

Kanzler Scholz hatte am Dienstag umfangreiche weitere Waffenlieferungen an die Ukraine angekündigt. Man habe ein neues Paket auf den Weg gebracht, das hochmoderne Flugabwehrsysteme, Raketenwerfer, Munition und Anti-Drohnen-Geräte umfasse, sagte der SPD-Politiker bei einer Konferenz zur Lage auf der Krim, zu der er aus Kanada zugeschaltet war. Wie ein Regierungssprecher auf Anfrage mitteilte, soll Kiew drei weitere Flugabwehrsysteme des Typs Iris-T, ein Dutzend Bergepanzer und 20 auf Pick-ups montierte Raketenwerfer erhalten. Insgesamt geht es nach Angaben des Sprechers um Rüstungsgüter im Wert von deutlich mehr als 500 Millionen Euro.

Das Geld müsse vom Haushaltsausschuss noch freigegeben werden. Die Waffen sollen "maßgeblich in 2023" geliefert werden, "einiges deutlich früher". Ein Teil der genannten Rüstungsgüter - etwa die 20 Raketenwerfer - taucht schon seit einigen Tagen auf einer im Internet veröffentlichten Regierungs-Liste auf, die geplante Unterstützungsleistungen für die Ukraine zusammenfasst.

@ dpa.de