VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

BERLIN - Der Kurs in der Dieselkrise wird zunehmend zum Zankapfel in der großen Koalition.

14.04.2018 - 09:32:24

Zunehmend Streit in Koalition über technische Diesel-Nachrüstungen. Die SPD pocht auf umfangreiche technische Nachrüstungen für ältere Dieselfahrzeuge. "Ich bin verwundert, dass Bundeskanzlerin Merkel und Bundesverkehrsminister Scheuer offenbar die Automobilherstellenden nun ohne Not aus der Verantwortung entlassen", sagte die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Kirsten Lühmann, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die SPD-Bundestagsfraktion sehe auch nach der Kabinettsklausur in Meseberg weiterhin die Autokonzerne in der Pflicht, Hardware-Nachrüstungen bei Dieselfahrzeugen vorzunehmen.

Daher müssten nun, auch nach dem Wechsel an der VW -Spitze, "ernsthafte und harte" Verhandlungen über die Kostenübernahme von Nachrüstungen geführt werden. Dem sollten sich nun Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) im Interesse der Verbraucher annehmen. "Als Entscheidungsgrundlage muss das Ergebnis der Expertengruppe zu den technischen Nachrüstungen endlich vom Verkehrsministerium öffentlich gemacht werden."

Merkel hatte sich am Mittwoch in Meseberg skeptisch zu umfangreichen technischen Nachrüstungen von Dieselfahrzeugen geäußert, ebenso wie zuvor bereits Scheuer. Solche Nachrüstungen seien "relativ kostenintensiv", sagte Merkel zum Abschluss der Kabinettsklausur. Die Bundesregierung werte derzeit noch verschiedene Gutachten zu Hardware-Nachrüstungen aus.

In den nächsten Wochen werde es ein Ergebnis geben, was daraus folge, sagte Merkel. "Aber was man glaube ich schon sagen kann ist, dass auf jeden Fall Nutzen und Kosten in einem vernünftigen Verhältnis sein müssen, und diese Hardware-Nachrüstung ist ja relativ kostenintensiv." Die Autobranche habe zugesagt, Software-Updates bis Ende 2018 abzuschließen. Ein weiterer "großer" Auto-Gipfel sei vorerst nicht geplant

Hardware-Nachrüstungen älterer Dieselautos, also Umbauten an Motor oder Abgasanlage, sind umstritten. Die Autobranche lehnt sie als zu aufwendig und zu teuer ab. Aus Sicht etwa von Umweltverbänden reichen aber Software-Updates der Hersteller nicht aus, um die Emissionen von gesundheitsschädlichen Stickoxiden angemessen zu senken. In vielen Städten werden Schadstoff-Grenzwerte überschritten, Diesel-Fahrzeuge sind ein Hauptverursacher. Es drohen Diesel-Fahrverbote.

Auch SPD-Fraktionsvize Sören Bartol hatte bereits deutliche Worte gefunden. "Das Zögern der Kanzlerin bei der technischen Umrüstung ist nicht akzeptabel", sagte Bartol dem "Spiegel". "Sie versucht, das Problem auszusitzen. Sie taktiert und spielt auf Zeit." Damit tue die Kanzlerin weder den Autofahrern noch den Herstellern einen Gefallen. Sie sende an die Industrie das Signal, dass sie so weitermachen könne wie bisher.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

PEKING/ROUNDUP 2: Deutsche Autobauer setzen weiter auf Zugpferd China (Boerse, 25.04.2018 - 12:33) weiterlesen...

Porsche will nach Diesel-Razzia Sichtung der Unterlagen verhindern. Das sagte ein Sprecher der Stuttgarter Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Zuvor hatten die "Stuttgarter Nachrichten" darüber berichtet. Porsche habe gegen die vorläufige Sicherstellung zur Sichtung vollumfänglich Widerspruch eingelegt, sagte der Sprecher der Anklagebehörde. Demnach muss in einem nächsten Schritt das Landgericht entscheiden, ob die Staatsanwaltschaft die Unterlagen auf belastendes Material hin durchsuchen darf oder nicht. STUTTGART - Der Autobauer Porsche will nach der Diesel-Razzia in der vergangenen Woche verhindern, dass Ermittler die sichergestellten Unterlagen sichten. (Boerse, 25.04.2018 - 10:23) weiterlesen...

KORREKTUR: Porsche will nach Diesel-Razzia Sichtung der Unterlagen verhindern. Absatz muss es richtig heißen: Amtsgericht. (Im 1. (Boerse, 25.04.2018 - 09:09) weiterlesen...

PEKING/ROUNDUP: Deutsche Autobauer setzen auf starkes Wachstum in China. In den nächsten fünf bis sechs Jahren will allein Audi seinen Absatz in der Volksrepublik auf etwa 1,2 Millionen Fahrzeuge verdoppeln, wie Unternehmenschef Rupert Stadler am Mittwoch auf der Pekinger Automesse ankündigte. PEKING - Trotz zunehmender Konkurrenz durch heimische Anbieter setzen die deutschen Autobauer große Hoffnungen auf starkes Wachstum in China. (Boerse, 25.04.2018 - 08:05) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Jefferies hebt Volkswagen-Vorzüge auf 'Buy' - Ziel 220 Euro. Analyst Philippe Houchois begründete die bessere Einschätzung der Aktie mit dem Strategie- und Führungswechsel beim Wolfsburger Autobauer. NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat Volkswagen-Vorzugsaktien (VW) von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 180 auf 220 Euro angehoben. (Boerse, 25.04.2018 - 07:20) weiterlesen...

WDH/PEKING: Audi will China-Absatz in fünf bis sechs Jahren verdoppeln (Wiederholung aus technischen Gründen.) (Boerse, 25.04.2018 - 06:47) weiterlesen...