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Hellofresh, DE000A161408

BERLIN - Der Kochboxenversender Hellofresh hat im dritten Quartal dank einer stetig steigenden Fangemeinde einen Überschuss erzielt.

05.11.2019 - 11:23:25

Hellofresh zieht immer mehr Kunden an und schreibt Gewinn. Der Nettogewinn betrug 18,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage endgültiger Zahlen mitteilte. Allerdings profitierte das Unternehmen von einem Buchgewinn durch den Verkauf von Anteilen einer Tochtergesellschaft. Im Vorjahr hatte Hellofresh an dieser Stelle einen Verlust von 34 Millionen Euro verbucht. Die Berliner bieten vorbereitete Koch-Pakete mit Rezepten an, die Nachfrage dafür nimmt zu.

Das Unternehmen hatte bereits Mitte Oktober vorläufige Zahlen mitgeteilt und auch die Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Die nun veröffentlichten Ergebnisse lagen dabei am oberen Ende der von Hellofresh angegebenen Spannen. So verbesserte sich der Umsatz um fast 46 Prozent auf 441 Millionen Euro, die Zahl der aktiven Kunden nahm um 42 Prozent auf 2,6 Millionen zu. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) lag im dritten Quartal bei 15,5 Millionen Euro, nach einem Verlust von 26 Millionen Euro im Vorjahr.

Zudem sei das bereinigte Ebitda bereits für die ersten neun Monate positiv, so das Unternehmen. Daher geht Hellofresh auch davon aus, auf dieser Basis erstmals die Gewinnschwelle für das Gesamtjahr zu erreichen. Für das Gesamtjahr erwartet Hellofresh eine positive bereinigte Ebitda-Marge von 0,5 bis 1,75 Prozent. Der Umsatz soll 2019 insgesamt währungsbereinigt um 31 bis 33 Prozent steigen.

Grund für die gute Entwicklung sei vor allem das starke Kundenwachstum, sowohl im US-Geschäft als auch im Segment International. Gleichzeitig habe das Unternehmen die Marketing-Ausgaben zurückgefahren, hieß es. "Unser sehr starkes drittes Quartal unterstreicht ,wie weit wir gekommen sind", erklärte Mitbegründer und Vorstandvorsitzender Dominik Richter. Das Management habe gezeigt, dass sie das Geschäft profitabel führen können und gleichzeitig Marktanteile und die Zufriedenheit der Kunden steigern könnten.

Die Aktie war nach der Erhöhung der Prognose auf ein Rekordhoch von 18,32 Euro gestiegen, konnte dieses aber nicht halten. Nach einem Kursanstieg zu Handelsbeginn drehte das Papier jedoch im Handelsverlauf ins minus und notiert am späten Dienstagvormittag mit knapp 14,92 Euro 1,71 Prozent tiefer.

Angesichts der Umsatzaussichten sei die Aktie immer noch günstig, erklärte JPMorgan-Analyst Marcus Diebel. Das Umsatzwachstum und die Margen beeindruckten einmal mehr und unterstrichen die Stärke des Geschäftsmodells. Die endgültigen Zahlen, die das Unternehmen vorlegt habe, entsprächen weitgehend den Erwartungen. Entscheidend für die Kursentwicklung sei derweil der am heutigen Dienstag noch anstehende Kapitalmarkttag.

@ dpa.de