Produktion, Absatz

BERLIN - Der klassische Staubsauger-Vertreter klingelt in Deutschland nur noch selten an der Haustür.

23.04.2017 - 14:41:24

Staubsauger-Vertreter stirbt aus - Verkaufspartys beliebt. Auf Partys im heimischen Wohnzimmer dagegen wird immer mehr verkauft - von Tupperware bis Thermomix. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten Vertreter nach Angaben des Bundesverbands Direktvertrieb mit dem Wohnzimmer-Verkauf rund eine Milliarde Euro. Insgesamt sei der Umsatz im Direktvertrieb trotz des wachsenden Onlinehandels mit 1,8 Milliarden Euro stabil.

Die Partys beispielsweise für Kosmetik, Haushaltsgeräte und Wein machten einen immer größeren Teil des Branchenumsatzes aus, sagte Verbandsgeschäftsführer Jochen Clausnitzer. Von den 11,2 Millionen Bestellungen bei Direktvertriebsunternehmen seien im vergangenen Jahr allein 7 Millionen von Kunden auf Verkaufspartys gekommen.

Mit unbestellten Besuchen an der Haustür - dem klassischen Staubsauger-Vertreter - mache die Branche dagegen nur noch 6 Prozent ihres Umsatzes. "In immer weniger Haushalten sind tagsüber Bewohner zu erreichen", begründete Clausnitzer die Entwicklung. Einige Firmen hätten die Kundengewinnung an der Haustür daher vollkommen aufgegeben und setzten stattdessen auf Stände in Einkaufszentren, wo sie die Geräte vorführten.

Der boomende Onlinehandel vermiest den Vertretern nach Brancheneinschätzung nicht etwa das Geschäft, sondern beflügelt es sogar noch. "Das Thema Glaubwürdigkeit gewinnt an Bedeutung", meinte Clausnitzer. Viele Käufer legten Wert auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Außerdem könnten sie die Ware bei Verkaufspartys direkt ausprobieren. Deshalb werde auch nur etwa jeder 100. gekaufte Artikel wieder zurückgeschickt - deutlich weniger als im Onlinehandel.

Die Zahl der Vertreter stieg nach Verbandsangaben im vergangenen Jahr um 8 Prozent auf rund 222 400. Fast alle (96 Prozent) von ihnen verkaufen allerdings nur im Nebenjob. "Unseren Mitgliedsunternehmen wären Vollzeit-Beschäftigte lieber", sagte Clausnitzer. Die selbstständigen Berater aber müssten dann oft deutlich höhere Krankenversicherungsbeiträge zahlen. Viele Verkäufer stockten mit den Partys auf oder verdienten sich etwas für die Altersvorsorge dazu. Vor allem Mütter schätzten die Flexibilität. 72 Prozent der vom Verband vertretenen Verkaufsberater sind Frauen.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Biden wirft US-Regierung Versagen beim Kampf gegen Krebs vor. "Es gibt in dieser Regierung keinerlei Bewusstsein dafür, wie wichtig das ist", sagte Biden am Sonntagabend (Ortszeit) bei der weltgrößten Wissenschaftskonferenz der American Association for the Advancement of Science (AAAS) im texanischen Austin. Dabei sei die Unterstützung der Krebsforschung "vielleicht das letzte parteiübergreifende Thema, das wir noch haben". AUSTIN - Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden hat der Regierung von US-Präsident Donald Trump ein Versagen beim Kampf gegen Krebs vorgeworfen. (Boerse, 19.02.2018 - 05:24) weiterlesen...

IG Metall fordert 'blaue Plakette' für Diesel-Autos. "Die Bundesregierung darf sich nicht weiter verstecken. Sie muss endlich handeln", sagte Jörg Hofmann, der Erste Vorsitzende der IG Metall, der Deutschen Presse-Agentur. BERLIN - Die Gewerkschaft IG Metall hat angesichts drohender Diesel-Fahrverbote in Städten die Bundesregierung massiv kritisiert und die Einführung einer "blauen Plakette" gefordert. (Boerse, 19.02.2018 - 05:24) weiterlesen...

Netflix weitet Geschäft auf Nahen Osten und Nordafrika aus. Die einzige Netflix-Produktion auf Arabisch ist bisher ein Comedy-Special mit dem libanesischen Komiker und Schauspieler Adel Karam. LOS GATOS - Der aus den USA stammende Streamingdienst Netflix dem Marktforschungsunternehmen IHS Markit zufolge dort gemeinsam rund ein Fünftel Marktanteil. (Boerse, 18.02.2018 - 15:26) weiterlesen...

Kritik am Import polnischer Rohwurst. Das Fleisch für Wurstwaren der Lidl-Eigenmarke "Kuljanka" - darunter Rohwurst - stammt zum Teil aus Polen, wo derzeit im Nordosten die Afrikanische Schweinepest wütet. Sie breitet sich in Osteuropa immer schneller aus. Lidl teilte mit, die Rohstoffe stammten aus nicht betroffenen Gebieten und unterliefen zudem strenge Qualitätskontrollen. Unterstützung erhielt der Discounter vom Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Es spreche nichts gegen ganz normale Lebensmittel aus jenen Regionen in Polen, die nicht von der Krankheit betroffen sind. STUTTGART - Ein Wurst-Angebot des Discounters Lidl hat für Ärger bei deutschen Schweinewirten gesorgt. (Boerse, 18.02.2018 - 14:59) weiterlesen...

Starke Quote fürs starke Team im ZDF. Damit stellte die Erfolgsserie, die seit fast 24 Jahren läuft, am Samstagabend einen neuen eigenen Zuschauerrekord auf. Der Rekordwert der Abschiedsfolge mit der gestorbenen Maja Maranow von Januar 2016 - etwa 8,3 Millionen Zuschauer - wurde sogar noch übertroffen. BERLIN - Bei den Einschaltquoten hat das ZDF am Samstag die erfolgreichste Sendung im Programm gehabt und die ARD mit Olympia gepunktet: Zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr sahen im Schnitt 8,35 Millionen (25,4 Prozent) die Folge "Preis der Schönheit" aus der ZDF-Krimiserie "Ein starkes Team". (Boerse, 18.02.2018 - 14:38) weiterlesen...

Grüne: Bundesregierung lädt Schadstoff-Problem bei Städten ab. "Seit Jahren versucht die Bundesregierung das Problem der schlechten Luft in Innenstädten auszusitzen", sagte Krischer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Die Kumpanei mit den Tricksern und Betrügern in der Autoindustrie lädt das Problem einfach bei den betroffenen Städten ab. BERLIN - Der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer hat der Bundesregierung angesichts drohender Fahrverbote für Dieselautos massive Versäumnisse vorgeworfen. (Boerse, 18.02.2018 - 14:32) weiterlesen...