Regierungen, Medizintechnik

BERLIN - Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert von Bund und Ländern wegen der Omikron-Welle Vorbereitungen für eine weitere Boosterimpfung gegen das Coronavirus.

06.01.2022 - 06:13:28

Kommunalverband fordert Vorbereitungen für nächste Booster-Impfung. "Bund und Länder müssen jetzt bereits Vorkehrungen und Vorbereitungen für den Zeitpunkt treffen, wenn ein angepasster Impfstoff für die zweite Booster-Impfung bereitsteht", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). Entschieden werden müsse auch, ob eine Priorisierung der nächsten Impfungen für besonders gefährdete Personen, ältere Menschen und Personal in der kritischen Infrastruktur stattfinden solle.

Bund und Länder beraten am Freitag erneut über die Corona-Lage. Landsberg erwartet dort klare Vorgaben. "Dazu gehören eine weitere Konkretisierung und auch eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen", sagte er. Die Reduzierung der Kontakte sei die einzige Möglichkeit, um das Infektionsgeschehen zu begrenzen. Auch müsse es klare Rahmenbedingungen für kürzere Quarantäne-Zeiten für Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur geben, insbesondere für geboosterte Personen ohne Symptome, die lediglich Kontaktpersonen gewesen seien.

Der CDU-Gesundheitsexperte Tino Sorge befürchtet politische Beschlüsse auf unsicherer Datenbasis. "Die Datengrundlage ist voller Unsicherheiten, also sind es die Entscheidungen von Bund und Ländern umso mehr", sagte Sorge dem RND. Die Daten seien aber zentrale Entscheidungsgrundlage für alle Fragen der Pandemiebekämpfung.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) wies die Befürchtung zurück. Das Wissen um Omikron sei in Staaten, in denen sich die Variante inzwischen durchgesetzt habe, größer als in Deutschland, sagte er dem RND. "Daraus können und müssen wir für uns Schlüsse ziehen", betonte der CSU-Politiker.

@ dpa.de

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