Internet, Software

BERLIN - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Bundesländer eindringlich dazu aufgerufen, die geplante Schuldigitalisierung nicht zu verhindern.

05.12.2018 - 05:38:24

DGB: Länder vergeigen mit Stopp des Digitalpakts Schulmodernisierung. "Ich kann die Länder nur davor warnen, den Digitalpakt für Schulen im Bundesrat zu verhindern", sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Damit vergeigen die Länder die dringend notwendige Modernisierung des Schulsystems, mit der sie selbst seit der Föderalismusreform von vor zehn Jahren überfordert sind." In vielen Schulen bröckele der Putz von den Wänden.

Die Bilanz des deutschen Bildungsföderalismus sei schlecht. "Deutschland investiert weit weniger in Kitas, Schulen, Hochschulen und Weiterbildung als der Durchschnitt der OECD-Staaten und droht gerade angesichts der Digitalisierung ins Hintertreffen zu geraten", sagte Hannack.

"Allein an den Schulen gibt es laut Kreditanstalt für Wiederaufbau einen Sanierungsstau auf 47 Milliarden Euro", sagte die Vizechefin des DGB weiter. Regional lasse sich dies vor allem in Nordrhein-Westfalen und in Süddeutschland verorten. "Gerade dort stemmt man sich gegen die Lockerung des Kooperationsverbotes", sagte Hannack. Damit ist gemeint, dass der Bund den Ländern bei Bildung bisher grundsätzlich nicht unter die Arme greifen kann.

Nun soll durch eine Grundgesetzänderung und eine Bund-Länder-Vereinbarung Milliardenhilfe des Bundes für digitale Technik und Lerninhalte an Deutschlands Schulen fließen. Das droht aber am Widerstand der Länder zu scheitern, die ihre Bildungshoheit gefährdet sehen. Hannack warf ihnen vor, egoistisch zu agieren.

@ dpa.de

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