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BERLIN - Der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca wird in Deutschland nun auch für Menschen ab 65 Jahren empfohlen.

04.03.2021 - 14:41:33

Corona-Impfstoff von Astrazeneca auch für Menschen ab 65 empfohlen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) teilte am Donnerstag in Berlin vorab mit, die Impfung mit dem Mittel "für alle Altersgruppen, entsprechend der Zulassung zu empfehlen". Dies sei am Mittwoch beschlossen worden, ein vorgeschriebenes Stellungnahmeverfahren stehe aber noch aus. Ende Januar hatte die Stiko den Impfstoff zunächst nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen.

zugelassen worden, jeweils ohne Einschränkungen beim Alter.

Der Impfstoff namens AZD1222 wurde von dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca zusammen mit der Universität Oxford entwickelt. Er wird seit Januar in Großbritannien in großem Stil eingesetzt und kann im Gegensatz zu den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna bei normaler Kühlschranktemperatur gelagert werden. Er ist zudem preisgünstiger als die sogenannten mRNA-Impfstoffe der anderen beiden Hersteller.

Den Entwicklern zufolge hat eine längere Zeitspanne zwischen der ersten und zweiten Impfdosis positive Auswirkungen auf die Wirksamkeit. Bei einem Abstand von mindestens zwölf Wochen wies der Impfstoff eine Wirksamkeit von 81 Prozent auf, wie aus einer kürzlich veröffentlichten Studie hervorging. Diese lag lediglich bei 55 Prozent, wenn zwischen beiden Impfungen nur bis zu sechs Wochen lagen.

In einer Debatte um Astrazeneca in den vergangenen Wochen in Deutschland betonten Experten die Sicherheit und Wirksamkeit des Präparats. Die Stiko hatte in ihrer Empfehlung vom 29. Januar geschrieben, das Vakzin werde als "geeignet zum Individualschutz und zur Bekämpfung der Pandemie" angesehen. Bislang gebe es keine Studien, in denen die drei Impfstoffe direkt miteinander verglichen wurden.

Bei allen drei Impfstoffen können Nebenwirkungen wie etwa Kopfschmerzen, Fieber oder Schmerzen an der Einstichstelle auftreten. Diese Reaktion zeigt Experten zufolge, dass der Körper Abwehrstoffe bildet.

@ dpa.de

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