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BERLIN - Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft hat mit Kritik auf die Ankündigungen von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zum Flugverkehr reagiert.

16.05.2021 - 16:24:24

Luftverkehrsverband nennt Baerbock-Aussagen zu Flügen 'unzutreffend'. Baerbock stelle Behauptungen auf, die "unzutreffend" seien und einem Faktencheck nicht standhielten, erklärte der Verband am Sonntag in einer dreiseitigen Stellungnahme. Die Grünen-Politikerin hatte zuvor im Interview mit der "Bild am Sonntag" unter anderem angekündigt, Kurzstreckenflüge perspektivisch abschaffen zu wollen und für eine "klimagerechte Besteuerung von Flügen" geworben.

Der Verband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft hält dagegen, dass eine zusätzliche Kerosinsteuer "keine Emissionen senken würde". Eine solche Steuer würde den "Luftverkehr zu Lasten deutscher Unternehmen und Arbeitsplätze zu Standorten am Bosporus und im Nahen Osten verlagern", heißt es in der Erklärung. Die aktuell geltende Luftverkehrsteuer sei "das geeignetere Bepreisungsinstrument".

Außerdem hätten sich Steuern und Abgaben auf den Luftverkehr "in den vergangenen Jahren ständig erhöht", ohne Dumpingpreise zu verhindern, argumentiert der Verband weiter. Die Bundesregierung müsse sich vielmehr für eine EU-Regulierung einsetzen, die Billigpreise verhindere. "Es sollte künftig EU-weit untersagt sein, Flugtickets zu einem Preis unterhalb der anwendbaren Steuern, Zuschläge, Entgelte und Gebühren zu verkaufen", heißt es in der Erklärung.

Auch am Vorschlag Baerbocks, Kurzstreckenflüge abzuschaffen, übte der Verband scharfe Kritik. Innerdeutsche Flüge seien "Teil einer internationalen Flugverbindung, bei der Reisende etwa von Hamburg über Frankfurt nach Bangkok fliegen", erklärte der Verband. Ein Verbot solcher Verbindungen würde nur dazu führen, dass solche Umsteigerpassagiere für ihre Langstreckenverbindungen nicht mehr deutsche, sondern ausländische Luftverkehrsdrehkreuze nutzen würden, heißt es weiter. "Geflogen würde also trotzdem, nur nicht mit deutschen Fluggesellschaften und in vielen Fällen stattdessen sogar mit Umwegen."

@ dpa.de