Produktion, Absatz

BERLIN - Der Bauernverband will angesichts teils heftiger Debatten über mehr Tier- und Umweltschutz in der Landwirtschaft stärker mit Verbrauchern in den Dialog kommen.

02.12.2018 - 14:34:24

Bauernverband sucht stärkeren Dialog mit Verbrauchern. "Wir Bauern sagen: Lassen Sie uns reden", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wollen zuhören, aber auch erzählen, was wir in unseren Ställen und auf unseren Feldern machen." Dazu ist eine bundesweite Reihe von "Bürgerdialogen" geplant. Am Auftakt an diesem Montag in Stuttgart wollen Rukwied, der Ackerbauer ist, sowie eine Schweinehalterin und ein Milchbauer teilnehmen.

Hintergrund ist, dass sich viele Kunden beim Fleischkauf zunehmend dafür interessieren, wie Tiere gehalten werden. In der Kritik von Tier- und Verbraucherschützern stehen Bedingungen in manchen Ställen, etwa auch Methoden wie das betäubungslose Ferkel-Kastrieren - das eigentlich Anfang 2019 greifende Verbot hat die Koalition gerade um zwei Jahre verschoben. Auch gegen das Unkrautgift Glyphosat gibt es Proteste.

Motto der Veranstaltungen sei "Welche Landwirtschaft wollen wir? Bürger fragen, Bauern antworten", erläuterte der Verband. Dabei gehe es auch um Einblicke in die Erzeugung von Lebensmitteln. Für viele Städter finde dies weit draußen auf dem Land statt, Wissen darüber sei weniger geworden. "Wann haben Sie eigentlich zuletzt direkt mit einem Bauern gesprochen, der Ihnen über seine Arbeit erzählt?"

Angesichts der Kontroversen über die Ausrichtung der Landwirtschaft hatte kürzlich auch Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) Bauern wie Verbraucher zu einem Umdenken aufgerufen. Die Branche müsse aus der Verteidigungshaltung heraus und Beteiligung akzeptieren. "Sie muss erklären, muss sich öffnen, muss diskutieren und akzeptieren, dass manche gängige Praxis, gerade in der Tierhaltung, nicht mehr den gesellschaftlichen Erwartungen entspricht", sagte Klöckner.

@ dpa.de

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