Transport, Verkehr

BERLIN - Der AfD-Verkehrspolitiker Dirk Spaniel hat die Fokussierung der Bundesregierung auf grünen Wasserstoff als künftigen Energieträger kritisiert.

23.05.2022 - 06:01:29

AfD-Verkehrspolitiker: Versorgung mit grünem Wasserstoff 'Fiktion'. "Die Idee, den Energiebedarf eines modernen Industriestaats wie Deutschland mit grünem Wasserstoff zu versorgen, ist eine Fiktion", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Probleme der Speicherung von Wasserstoff seien seit 30 Jahren unverändert und ungelöst. Spaniel hat seine Doktorarbeit über Brennstoffzellenfahrzeuge geschrieben und für Daimler gearbeitet.

Er wies darauf hin, dass Wasserstoff, um ihn in flüssiger Form aufzubewahren oder zu transportieren, auf -253 Grad gekühlt und isoliert werden muss. Im gasförmigen Zustand gebe es das Problem der Diffusion (Durchdringung) durch Metall, das nur mit speziell legierten und geschweißten Verbindungen gelöst werden könne. Wasserstoff muss seinen Angaben zufolge außerdem mit großem Energieaufwand und unter hohem Druck komprimiert werden, um ausreichende Mengen zu transportieren, da er im Volumen eine geringe Energiedichte hat.

"All das macht Transport und Speicherung kompliziert und teuer", sagte Spaniel. Mit Blick auf Fahrzeugantriebe sprach er sich für synthetische Kraftstoffe aus. Diese seien der einzig gangbare Weg, um die Speicher- und Transportprobleme zu überwinden.

Die Bundesregierung setzt auf grünen - also mit Hilfe von Wind- oder Sonnenenergie hergestellten - Wasserstoff als Energieträger der Zukunft und investiert Milliarden in die Forschung. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) reist dafür an diesem Montag auch nach Australien. "Meine Vision ist, dass schon in wenigen Jahren Schiffe beladen mit grünem Wasserstoff, erzeugt mit Hilfe der Energie der Sonne und des Windes in Australien, in Deutschland anlegen", hatte sie gesagt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Koalition einigt sich auf gemeinsame Position zum Verbrenner-Aus. Wie ein Regierungssprecher am Dienstag mitteilte, unterstützt die Bundesregierung einen sich abzeichnenden Vorschlag des Rates zu den Flottengrenzwerten als "Beitrag auf dem Weg zu einer klimaneutralen Mobilität". BERLIN/LUXEMBURG - Die Bundesregierung hat sich während der Verhandlungen auf EU-Ebene auf eine gemeinsame Position zum möglichen Aus für neue Verbrenner-Autos ab 2035 geeinigt. (Boerse, 28.06.2022 - 17:07) weiterlesen...

Flug-Chaos hält Urlauber nicht von Reisen ab. Verkehrsminister Volker Wissing ist nach eigener Aussage "selbst Opfer der schwierigen Zustände an den Flughäfen geworden". Der FDP-Politiker verwies im "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch) auf viele gestrichene Flüge. BERLIN/FRANKFURT - Die Probleme im Luftverkehr können nach Einschätzung von Lufthansa von einer ungebrochenen Nachfrage. (Boerse, 28.06.2022 - 16:58) weiterlesen...

BGH kündigt erste Corona-Entscheidung im Reiserecht für August an (Boerse, 28.06.2022 - 16:57) weiterlesen...

Kohle-Importeure beklagen ein Logistik-Problem. Die Seehäfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen seien "voll ausgelastet und liefen am Limit", heißt es in einer Mitteilung des Vereins der Kohlenimporteure am Mittwoch in Berlin. Auch beim Transport der Kohle per Schiff oder Bahn zu den Kraftwerken komme es wegen des hohen Personalmangels zu Engpässen. Eine Perspektive zur Ertüchtigung der Seehäfen und der Binnenlogistik sei nötig. BERLIN - Deutschlands Kohle-Importeure haben ein Logistik-Problem. (Boerse, 28.06.2022 - 16:19) weiterlesen...

Flughafen Hamburg verlängert in den Sommerferien Öffnungszeiten. HAMBURG - Der Hamburger Flughafen hat angesichts langer Wartezeiten für Passagiere zum Start der Sommerferien im Norden seine Öffnungszeiten verlängert. Von Freitag an bis zum 14. August öffnen die Check-in-Schalter bereits um 3.30 Uhr, wie der Flughafen am Dienstag mitteilte. Auch die Sicherheitskontrollen könnten bereits ab 3.30 Uhr aufgesucht werden. Flughafen Hamburg verlängert in den Sommerferien Öffnungszeiten (Boerse, 28.06.2022 - 16:09) weiterlesen...

Bundesgerichtshof berät ersten Corona-Fall im Reiserecht. KARLSRUHE - Der Bundesgerichtshof (BGH) prüft, unter welchen Bedingungen Kunden eine Pauschalreise bei Ausbruch von Corona kostenfrei stornieren konnten. Eine Entscheidung soll am 2. August verkündet werden, wie die Karlsruher Richterinnen und Richter am Dienstag nach weiteren Beratungen im Anschluss an die Verhandlung mitteilten. Ursprünglich hatten sie die Entscheidung gleich für den Nachmittag angekündigt. Der Senat hatte aber auch mit dem Gedanken gespielt, den Europäischen Gerichtshof (EuGH) einzuschalten. Bundesgerichtshof berät ersten Corona-Fall im Reiserecht (Boerse, 28.06.2022 - 15:19) weiterlesen...