Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Ernährung, Spanien

BERLIN - Das Bundesumweltministerium (BMU) fordert, dass künftig 30 Prozent der Direktzahlungen an europäische Landwirte in Maßnahmen für den Umwelt- und Naturschutz fließen sollen.

13.01.2021 - 18:17:31

Umweltministerium will höheren Anteil für Öko-Agrarförderung. Der Zeitdruck, einen klaren Rahmen für die nationale Umsetzung der EU-Agrarreform zu schaffen, sei enorm, sagte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Rande eines Online-Agrarkongresses. Dazu waren neben Politikern auch Landwirte und Wissenschaftler eingeladen.

Mit einem am Mittwoch vorgestellten Positionspapier will das Umweltministerium die eigenen Ziele deutlich machen, mit denen die Landwirtschaft der Zukunft grüner werden soll. Zuvor hatten am Mittwoch auch die Umweltminister der Länder ein Papier mit eigenen Vorstellungen veröffentlicht. Die Federführung über die nationale Umsetzung der Agrarreform hat aber das Bundeslandwirtschaftsministerium.

Kern des BMU-Vorschlags zur nationalen Umsetzung der EU-Reformpläne und zur Gestaltung der sogenannten Grünen Architektur sind zehn neue "Öko-Regelungen", für die zunächst 30 Prozent der europäischen Direktzahlungen an Landwirte genutzt werden sollen. Der Anteil der Direktzahlungen, den Bauern für natur- und umweltschützende Maßnahmen künftig erhalten sollen, soll demnach sukzessive steigen. Bislang konnten sich die EU-Mitgliedsstaaten lediglich auf ein Ziel von 20 Prozent einigen.

Das zuständige Bundesagrarministerium habe noch keine Vorschläge zur konkreten Ausgestaltung vorgelegt, beklagt das Umweltministerium. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte Anfang der Woche darauf hingewiesen, dass Bund und Länder die nötigen Strategiepläne derzeit erarbeiteten und die Umweltvorgaben dabei gebührend berücksichtigt würden.

Mit den Die "Öko-Regelungen", die das Umweltministerium vorschlägt, sollen unter anderem Flächen mit besonderem Wert für die Artenvielfalt wie Brachen, Hecken oder Ackerraine gefördert werden. Betriebe, die ihre erlaubten Nährstoffüberschüsse weiter reduzieren und auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln verzichten, eine vielfältige Fruchtfolge einhalten oder ihre Wiesen und Weiden umwelt- und tiergerecht nutzen, sollen ebenfalls eine Förderung erhalten. Außerdem schlägt das Ministerium vor, fünf Prozent der Flächen im Sinne der Umwelt aus der Bewirtschaftung komplett herauszunehmen.

Die EU-Kommission hatte 2018 eine umfassende Agrarreform für die Jahre 2021 bis 2027 vorgeschlagen. Mittlerweile gilt für die kommenden zwei Jahre eine Übergangsphase, so dass neue Regeln erst ab 2023 in Kraft treten würden. Das Budget für die Agrarpolitik ist der größte Posten im EU-Haushalt. Bis 2027 haben die EU-Staaten rund 387 Milliarden Euro vorgesehen. Viele Landwirte sind von den Zahlungen aus Brüssel abhängig, fürchten aber zugleich zu hohe Umweltauflagen.

Bislang geht ein Großteil des Geldes in der sogenannten ersten Säule als Direktzahlungen an die Bauern. Darüber, wie die Direktzahlungen künftig an ökologische Auflagen gebunden sein sollen, herrscht Uneinigkeit. Auch deshalb ist die nationale Umsetzung der GAP-Reform kompliziert.

Unterstützung für die BMU-Pläne kam am Mittwoch vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Anstatt die Agrargelder weiter pauschal mit der Gießkanne über Äcker und Felder zu verteilen, müssen sie zielgerichtet Umwelt- und Klimaleistungen der Bäuerinnen und Bauern honorieren. Die kommende Förderperiode ist zum Einstieg aus dem Ausstieg aus den pauschalen Flächenprämien zu nutzen", schrieb der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt am Mittwoch in einer Stellungnahme.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Kontrolle über die Gewässer? Britische Fischer beklagen Brexit-Hürden. "Wir können derzeit nicht in der Barentssee fischen", sagte ein Sprecher des Unternehmens UK Fisheries der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe seit dem Brexit noch kein verbindliches Abkommen mit Norwegen über Fischereiquoten. Derzeit liefen Verhandlungen zwischen Großbritannien, Norwegen und der EU über die künftigen Anteile. Der Hightech-Trawler "Kirkella" liege im Hafen fest und mache kein Geschäft. "Seine Crew hat keine Arbeit", sagte der Sprecher. HULL/PETERHEAD - Entgegen der Versprechen der Regierung in London über Brexit-Vorteile berichten britische Fischer an vielen Fronten über Schwierigkeiten und Finanzsorgen. (Wirtschaft, 17.01.2021 - 15:54) weiterlesen...

Streit um Landwirtschaft dreht auch zur digitalen Agrarmesse hoch BERLIN - Die Hallen bleiben leer, Probierhäppchen gibt es keine (Wirtschaft, 17.01.2021 - 14:33) weiterlesen...

Bauern dringen auf grundlegende Änderungen bei Supermarktketten. "Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite ordentliche Gewinne eingefahren werden und auf der anderen Seite die Landwirte ums Überleben kämpfen", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachfragemacht der großen Handelsketten sorge für extreme Ungleichgewichte. Nötig sei eine andere Verteilung der Erlöse in der Produktionskette von Lebensmitteln - bei den Bauern müsse mehr ankommen. BERLIN - In der Debatte um Billigpreise für Lebensmittel dringt der Bauernverband auf grundlegende Änderungen in der Zusammenarbeit mit den Supermarktketten. (Boerse, 17.01.2021 - 13:04) weiterlesen...

Deutsche setzen immer mehr auf ethischen Konsum. Inzwischen seien für 70 Prozent der Menschen ethische Kriterien fester Bestandteil ihrer Kaufentscheidung, heißt es in der "Trendstudie 2020 zum ethischen Konsum" der Hamburger Otto Group, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das seien sechs Prozentpunkte mehr als bei der vorangegangenen Trendstudie von 2013. Ein Fünftel der Befragten gab zudem an, seit der Corona-Krise noch bewusster nach ethischen Kriterien einzukaufen. HAMBURG - Die Deutschen achten beim Einkaufen laut einer Umfrage immer mehr auf ökologisch, regional oder fair produzierte Waren. (Boerse, 17.01.2021 - 10:33) weiterlesen...

Umfrage: Ethischer Konsum für Bundesbürger immer wichtiger. Inzwischen seien für 70 Prozent der Menschen ethische Kriterien fester Bestandteil ihrer Kaufentscheidung, heißt es in einer Studie der Hamburger Otto Group, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das seien sechs Prozentpunkte mehr als bei der vorangegangenen Trendstudie von 2013. Ein Fünftel der Befragten gab zudem an, seit der Corona-Krise noch bewusster nach ethischen Kriterien einzukaufen. HAMBURG - Die Bundesbürger achten beim Einkaufen laut einer Umfrage immer mehr auf ökologisch, regional oder fair produzierte Waren. (Boerse, 17.01.2021 - 10:03) weiterlesen...

Experten: Wachstumspotenzial im Heumilch-Markt. Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) wurden 2019 in Deutschland rund 70 Millionen Kilogramm Heumilch erzeugt. "Das entspricht einem Anteil von 0,22 Prozent an der Gesamtmilcherzeugung", erklärte ein Sprecher in Freising. "In Österreich, sozusagen dem Mutterland von Heumilch, liegt der Anteil der Heumilch bei 15 Prozent, so gesehen könnte man auch in Deutschland ein Entwicklungspotenzial sehen." Allerdings scheine der "Heumilch-Hype" nicht weiter Fahrt aufzunehmen, der Trend gehe eher in Richtung Ersatzprodukte wie Hafermilch und Co. STUTTGART/FREISING - Im Markt für Heumilch-Produkte ist nach Einschätzung von Fachleuten noch Platz. (Boerse, 17.01.2021 - 09:55) weiterlesen...