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BERLIN - Das Bundeskabinett hat am Dienstag einen in der Koalition erzielten Kompromiss zu letzten strittigen Fragen im Zuge des geplanten Kohleausstiegs zugestimmt.

01.07.2020 - 13:32:43

Kabinett stimmt Kompromiss zu Kohleausstieg zu. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, wurde im Umlaufverfahren eine sogenannte Formulierungshilfe beschlossen. Damit sei der Weg frei für eine Beschlussfassung in dieser Woche im Bundestag und Bundesrat. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach von einem "tragfähigen Kompromiss" für die Steinkohle.

sei Airbus vor der Beginn der Krise ein wettbewerbsfähiges Unternehmen mit einer starken Positionierung auf dem Weltmarkt gewesen. Die Regierung habe ein Interesse daran, dass beide Unternehmen die Krise unbeschadet überstehen.

Für die Lufthansa war ein milliardenschweres staatliches Rettungspaket beschlossen worden. Altmaier verwies auch auf Pläne der Koalition, moderne, emissionsarme und geräuscharme Flugzeuge mit einer Milliarde Euro zu fördern.

Auch in anderen Ländern setzt der Konzern den Rotstift an: In Frankreich sollen 5000 Stellen wegfallen, in Spanien 900, 1700 in Großbritannien und 1300 an weiteren weltweiten Standorten. Eine wirkliche Überraschung sind die Stellenstreichungen aber nicht. Der Franzose Faury hatte bereits vor einigen Tagen angekündigt, dass Airbus für zwei Jahre seine Produktion und seine Auslieferungen massiv drosseln werde. "Die Aufteilung der Zahlen auf die Länder reflektiert, wie stark die Geschäftsteile von Covid-19 betroffen sind", erklärte Faury.

Nachdem Airbus die Flugzeugproduktion wegen der Krise bereits um rund ein Drittel zurückgefahren hatte, stellte Faury weitere Anpassungen in Aussicht. Dies könnte die Produktion der unterschiedlichen Flugzeugtypen verschieden stark betreffen. So erwartet der Manager, dass die Nachfrage nach Großraumjets für Langstreckenflüge infolge der Krise besonders lange am Boden liegen wird.

Wenn die Nachfrage nach dem Jahr 2022 wieder anziehe, dürften davon zuerst Kurz- und Mittelstreckenjets wie die Airbus-Typen A220 und A320neo profitieren, schätzt er. Bei den Großraumjets wie dem Airbus A330neo und dem Airbus A350 werde es voraussichtlich länger dauern. So erwarten Fluggesellschaften, dass die Nachfrage nach Langstreckenflügen auch nach einer Lockerung der weltweiten Reisebeschränkungen noch lange gedämpft bleibt.

Zuletzt hatte der Konzern die Produktion der A320- und A320neo-Modelle von 60 auf 40 Maschinen pro Monat gekappt. Von der A330neo-Reihe sollten seither monatlich nur noch zwei, von der A350 nur noch sechs Exemplare fertig werden. Faury zeigte sich allerdings überzeugt, dass die Nachfrage in einigen Jahren wieder anzieht - wenn auch nicht so schnell auf das alte Niveau. "Wenn wir langfristig 40 Prozent weniger Produktion erwarten würden, würden wir nicht so viele Mitarbeiter im Unternehmen behalten."

@ dpa.de