Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Transport, Verkehr

BERLIN - Das Bahnunternehmen Abellio Deutschland muss saniert werden.

30.06.2021 - 19:33:26

Bahnunternehmen Abellio wird saniert - Zugverkehr geht weiter. Die vor allem in Ostdeutschland, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg tätige Firma teilte am Mittwochabend mit, dass sie ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg beantragt habe. Das ist ein Sanierungsverfahren im Rahmen des Insolvenzrechts, bei dem das Managment an Bord bleibt und durch gerichtlich bestellte Juristen unterstützt wird. Die Löhne und Gehälter zahlt drei Monate lang die Bundesagentur für Arbeit, danach soll die Firma dies wieder übernehmen.

"Der Schritt unter den Schutzschirm ist nach über anderthalb Jahren intensiver Verhandlungen mit den regionalen Aufgabenträgern die beste Option, den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern", sagte Abellio-Deutschland-Chef Michiel Noy. Der Bahnbetrieb gehe unvermindert weiter. "Wir sind weiterhin für unsere Kunden da."

Die Abellio GmbH ist schon seit langem unter Druck und verbucht Verluste. Das Unternehmen begründet die angespannte finanzielle Situation mit "massiven Kostenentwicklungen, die nicht ausreichend von den einzelnen Verkehrsverträgen gedeckt sind". Dabei verweist die Firma unter anderem auf höhere Personalkosten und Baustellen-Folgekosten - damit gemeint sind Schienenersatzverkehre und Strafzahlungen wegen Zugausfällen oder nicht erreichter Pünktlichkeitsvorgaben. Solche Mehrkosten seien nicht vorhersehbar gewesen, als Abellio die Verkehrsverträge unterschrieben habe, argumentiert das Unternehmen.

In den Verhandlungen mit den regionalen Aufgabenträgern - also den Verkehrsverbünden - versuchte Abellio, die Lage für sich zu verbessern und forderte von mehreren Bundesländern Nachzahlungen für den weiteren Betrieb. Doch die Verhandlungen führten für die Firma nicht zum gewünschten Ergebnis, daher entschied sie sich zum Gang vor das Amtsgericht.

Abellio hat nach eigenen Angaben rund 3100 Beschäftigte in Deutschland, seine 52 Zuglinien fahren vor allem in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Baden-Württemberg. Pro Jahr kommen die Züge auf 53,2 Millionen Kilometer. Es gehört zur niederländischen Eisenbahn (Nederlandse Spoorwegen).

In der Mitteilung heißt es, die übergeordnete Abellio-Holding, die wiederum Nederlandse Spoorwegen gehört, habe die Verluste vergangener Jahre zwar ausgeglichen. "Eine dauerhafte Kompensation der Defizite in den langjährig laufenden Verkehrsverträgen durch den Abellio-Mutterkonzern ist jedoch nicht tragbar." Nederlandse Spoorwegen unterstütze daher "die Bestrebungen, langfristig wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die einzelnen Netze zu vereinbaren".

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Hochinzidenzgebiet Spanien - Reisebranche fürchtet um Geschäft. BERLIN/MADRID - Nach dem Anlaufen des wichtigen Sommer-Reisegeschäfts gerät die von der Corona-Krise hart getroffene Tourismusbranche erneut unter Druck. Die Bundesregierung stuft das beliebte Urlaubsland Spanien von Dienstag (27. Juli) an als Hochinzidenzgebiet ein. Dies kündigte das Robert Koch-Institut an. Hochinzidenzgebiet Spanien - Reisebranche fürchtet um Geschäft (Wirtschaft, 23.07.2021 - 17:23) weiterlesen...

Spanien: Corona-Risiko nicht nur an Inzidenz messen. Für die Einschätzung des Corona-Risikos müssten auch andere Größen wie die Lage in den Krankenhäusern und der Stand der Impfkampagne berücksichtigt werden, hieß es am Freitag aus Regierungskreisen in Madrid. Eine offizielle Stellungnahme gab es zunächst nicht. Es handele sich um die souveräne Entscheidung eines anderen Landes, die man nicht kommentieren wolle, hieß es. MADRID - Nach der Einstufung zum Hochinzidenzgebiet durch Deutschland hat Spanien betont, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen nicht mehr das Maß aller Dinge sein könne. (Boerse, 23.07.2021 - 17:07) weiterlesen...

Israel bekommt Entschädigungen nach Ölkatastrophe im Februar. Das bestätigten die sogenannten International Oil Pollution Compensation Funds mit Sitz in London am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Höhe der Entschädigung blieb zunächst allerdings offen. LONDON/TEL AVIV - Nach einer verheerenden Verschmutzung der Küsten durch eine große Menge an Öl im Februar hat Israel finanzielle Entschädigungen durch einen internationalen Hilfsfonds zugesichert bekommen. (Wirtschaft, 23.07.2021 - 17:04) weiterlesen...

Spanien und Niederlande werden Hochinzidenzgebiete. Auch die Niederlande fallen dann in diese Kategorie, die verschärfte Auflagen bei der Rückreise nach Deutschland vorschreibt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag bekanntgab. Die Entscheidung folgt auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern in den vergangenen Wochen. BERLIN/MADRID - Die Bundesregierung stuft mit Spanien das beliebteste Urlaubsland der Deutschen von Dienstag an als Corona-Hochinzidenzgebiet ein. (Boerse, 23.07.2021 - 16:26) weiterlesen...

Reiseverband: Spanien-Entscheidung macht Urlaubspläne zunichte. BERLIN - Der Reiseverband DRV hat die Entscheidung der Bundesregierung kritisiert, Spanien vom 27. Juli an als Corona-Hochinzidenzgebiet einzustufen. Dies mache mitten in der Ferienzeit "zahlreichen Reisenden und insbesondere vielen Familien mit Kindern die Urlaubspläne zunichte", sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig am Freitag. Die von der Corona-Krise hart getroffene Reisewirtschaft befürchtet, dass eine drohende Quarantäne Menschen verunsichert, die gerade im Urlaub sind oder kurz davor stehen. Reiseverband: Spanien-Entscheidung macht Urlaubspläne zunichte (Boerse, 23.07.2021 - 16:13) weiterlesen...

Spanien und die Niederlande werden Corona-Hochinzidenzgebiete. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Die Entscheidung folgt auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern in den vergangenen Wochen. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen. BERLIN/MADRID - Die Bundesregierung stuft Spanien und die Niederlande von Dienstag an als Corona-Hochinzidenzgebiete ein. (Wirtschaft, 23.07.2021 - 16:03) weiterlesen...