Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Tourismus, Einzelhandel

BERLIN - Corona breitet sich in Deutschland wieder stark aus und bedroht vor allem ungeimpfte Menschen.

22.08.2021 - 15:39:26

Wachsendes Corona-Risiko für Ungeimpfte - '3G' ab Montag. Gleichzeitig gilt ab Montag weitgehend "3G": Zutritt zu öffentlichen Innenräumen gibt es bei hohem Infektionsgeschehen nur noch für Geimpfte, Genese oder negativ Getestete. Gemäß einer Vereinbarung von Bund und Ländern schreiben die Bundesländer "3G" für Kliniken, Pflegeheime, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Friseure, Hotels und etwa in Restaurants oder bei Veranstaltungen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg am Samstag erstmals seit Mai wieder über 50. Am Sonntag hatten sich 54,5 pro 100 000 Menschen innerhalb sieben Tagen neu mit Corona infiziert. Das Land mit der stärksten Steigerung ist derzeit mit Abstand Nordrhein-Westfalen mit 99,2, gefolgt von Berlin mit einer Inzidenz von 67,3. Flächenländer wie Baden-Württemberg (46,6) und Bayern (41,1) liegen unter dem Bundesschnitt. Die Zahl der Klinikpatienten mit Corona steigt. Vor allem 35- bis 59-Jährige sind betroffen. Fast alle Infektionen gehen auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurück.

Menschen mit vollem Impfschutz erkranken dabei nur vergleichsweise selten an Corona und sehr selten schwer, wie eine Auswertung des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigt. Zwar gab es seit Februar mehr als 13 000 Infektionen trotz Impfung. Nur 2,4 Prozent der Corona-Intensivpatienten von 18 bis 59 Jahren waren zuletzt aber voll geimpft. Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Für Geimpfte ist die Situation weiterhin vergleichsweise entspannt." Insgesamt zählte das RKI seit Pandemiebeginn knapp 3,9 Millionen Corona-Infektionen.

Menschen Anfang 20 - die im Schnitt wesentlich seltener geimpft sind

- steckten sich zuletzt mehr als zehn Mal häufiger an als jene

zwischen 65 und 84 Jahren. Das Impftempo in Deutschland hatte in den vergangenen Wochen deutlich nachgelassen. 58,8 Prozent der Menschen sind vollständig geimpft, 63,9 Prozent mindestens einmal. Zeeb erwartet eine bundesweite Inzidenz von 100 in gut zwei Wochen.

In Bayern will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den Coronakurs nicht mehr nur an der Inzidenz ausrichten. "Aufgrund der hohen Impfquote ist die Methodik der ersten drei Wellen, also sich nur auf die Inzidenz zu konzentrieren, nicht mehr passend", sagte Söder der "Mediengruppe Münchner Merkur tz" (Samstag). Stattdessen soll künftig die Lage in den Kliniken maßgeblich berücksichtigt werden und "eine Art Krankenhaus-Ampel" die rote Linie vorgeben.

In Baden-Württemberg dürfen alle Menschen bereits seit vergangenem Montag unabhängig von der Inzidenz wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen - vorausgesetzt, sie sind geimpft, genesen oder getestet. Bevor in Bayern ähnliche Regeln greifen, wird dort "3G" ab diesem Montag ab einer Inzidenz von 35 vorgeschrieben. Unter anderem auch in Rheinland-Pfalz oder Hamburg soll die "3G"-Regel ab Montag gelten, in Niedersachsen ab Dienstag, in Berlin gilt sie bereits seit Freitag für mehr Bereiche als zuvor schon.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schließt künftige Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für Genesene und Geimpfte aus. Ziel sei es, mit Abstand, Hygiene und Masken im öffentlichen Raum, "3G-Regeln" in Innenräumen "und Impfen, Impfen, Impfen ohne weitere Maßnahmen durch den Herbst und Winter zu kommen", sagte er am Freitagabend bei einem virtuellen Besuch bei der CDU Wiesbaden. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte der Funke-Mediengruppe: "Nach allem, was wir heute wissen, können wir einen neuen Lockdown für Geimpfte und Genesene vermeiden."

Nicht zufrieden sind Hotels und Gaststätten mit "3G". Die Regeln bedeuteten mehr Aufwand, Umsatzeinbußen drohten, sagte die Geschäftsführerin ihres Verbands Dehoga, Ingrid Hartges, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Arbeitgeber: Nach Wahl nicht mit 'Abstieg anfreunden'. Deutschland müsse schneller werden, um die Herausforderungen bewältigen zu können, sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger am Montag. "Wir dürfen uns nicht mit Abstieg anfreunden." Klimaschutz und unternehmerische Freiheit dürften keine Gegensätze sein. "Wir brauchen einen breiten Nachhaltigkeitsbegriff, der ökologische und ökonomische Verantwortung zusammendenkt", sagte Dulger. Erfreut zeigte er sich über die Stimmenverluste von Linkspartei und AfD. BERLIN - Die Arbeitgeber haben für mehr Reformfreude nach der Bundestagswahl geworben. (Wirtschaft, 27.09.2021 - 11:24) weiterlesen...

Berliner Linke fordert: Rechtssicheres Enteignungsgesetz erarbeiten. "Daran kann man nicht vorbeigehen", sagte die Landesvorsitzende Katina Schubert am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Da muss man jetzt die allerbesten Juristinnen und Juristen dransetzen, um ein Gesetz zu erarbeiten, welches rechtssicher funktioniert. BERLIN - Die Berliner Linke sieht in dem positiven Votum beim Volksentscheid zur Enteignung großer Wohnungsunternehmen einen klaren Auftrag für die Politik. (Boerse, 27.09.2021 - 11:21) weiterlesen...

Ohne Kraftstoff nicht zur Arbeit: Britische Ärzte schlagen Alarm. "Ärzte und andere Beschäftigte des Gesundheitswesens können sich nicht um Patienten kümmern, wenn sie nicht zur Arbeit kommen", sagte Julia Grace Patterson, die Chefin der Vereinigung EveryDoctor, in der sich rund 1700 Mediziner zusammengeschlossen haben. Sie habe von vielen Kollegen gehört, die übers Wochenende erfolglos versucht hätten zu tanken, sagte Patterson am Montagmorgen. Es brauche dringend einen Notfallplan der Regierung, der absichere, dass Angestellte des Gesundheitsdienstes zur Arbeit kommen könnten. LONDON - Angesichts der anhaltenden Kraftstoffkrise in Großbritannien schlägt der Gesundheitssektor des Landes Alarm. (Boerse, 27.09.2021 - 10:56) weiterlesen...

WAHL/Bundeswahlleiter prüft Aiwangers Twitter-Post vom Wahlabend. Es bestehe die Möglichkeit, dass Aiwanger mit seinem Post auf dem Online-Kurznachrichtendienst Twitter gegen Paragraf 32 Absatz 2 des Bundeswahlgesetzes verstoßen habe, teilte der Bundeswahlleiter am Montag auf dpa-Anfrage mit. MÜNCHEN/WIESBADEN - Im Fall der von Freie-Wähler-Parteichef Hubert Aiwanger vorab veröffentlichten Wahl-Prognosen prüft der Bundeswahlleiter einen Verstoß gegen das Wahlgesetz. (Wirtschaft, 27.09.2021 - 10:50) weiterlesen...

WAHL/Söder: Angebot, aber kein Anspruch der Union auf Regierungsbildung. Die Union sei auf Platz zwei und nicht eins gelandet, es gebe daraus keinen Anspruch auf die Regierungsführung - allerdings ein Angebot für Gespräche, sagte Söder nach Teilnehmerangaben am Montag in einer CSU-Vorstandssitzung in München. Ein solches Angebot mache man - aber es werde kein "Anbiedern um jeden Preis" bei Grünen und FDP geben, stellte er klar. MÜNCHEN - CSU-Chef Markus Söder hat betont, dass die Union nach dem Absturz bei der Bundestagswahl keinen zwingenden Anspruch auf die Regierungsführung erheben könne. (Wirtschaft, 27.09.2021 - 10:42) weiterlesen...

Jarasch: Ergebnis des Volksentscheids gehört in Koalitionsgespräche. "Das gehört in Koalitionsverhandlungen", sagte Jarasch am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Politik müsse nun prüfen, ob eine Umsetzung des Bürgervotums für Enteignungen machbar sei. BERLIN - Der neue Senat muss nach Ansicht der Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch das Ergebnis des Volksentscheids zur Enteignung großer Wohnungsunternehmen ernstnehmen. (Boerse, 27.09.2021 - 10:41) weiterlesen...