VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

BERLIN - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat in der Dieselkrise mögliche milliardenschwere Bußgelder gegen Autohersteller abgelehnt.

11.10.2018 - 15:37:24

Scheuer lehnt Bußgelder gegen Autohersteller ab - 'Diesel-Bashing'. "Unser Konzept sind nicht Strafen und Verbote, unser Konzept sind Anreize und Förderungen und die Hilfe für die Millionen von Dieselbesitzern", sagte der CSU-Politiker am Donnerstag im Bundestag in einer Aktuellen Stunde zu Diesel-Fahrverboten. Die SPD hatte den Druck auf die Autobauer erhöht, sich zu technischen Diesel-Nachrüstungen zu bekennen und die vollen Kosten zu übernehmen. Wenn sich die Spitzenmanager weiter weigerten, sollte Scheuer für jedes manipulierte Fahrzeug mit Schummelsoftware ein Bußgeld von 5000 Euro verhängen, fordert die SPD.

Scheuer sagte, alleine für VW würde dies Bußgelder in Höhe von 12,5 Milliarden Euro bedeuten. Er wolle aber nicht Bußgelder für die Vergangenheit haben - sondern, dass die Automobilindustrie in die Zukunft investiere zum Erhalt der Arbeitsplätze.

Der Minister verteidigte das umstrittene Maßnahmen-Paket der Koalition gegen Fahrverbote. Die Hersteller würden "attraktive" Umtauschprämien anbieten, es gehe um 1,4 Millionen Autos und ein Volumen von sieben Milliarden Euro. Bei den Hardware-Nachrüstungen werde mit den Herstellern verhandelt, damit diese sich finanziell stärker beteiligten. Es gebe noch offene Fragen. Die Autohersteller seien in der Pflicht. Sie hätten die Chance, im Abgasskandal verloren gegangenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen.

Scheuer warf Grünen und Linken vor, den Diesel kaputtmachen zu wollen. Er sprach von "Diesel-Bashing." Der Abgasskandal und das Thema saubere Luft in den Städten dürften nicht miteinander vermengt werden. Scheuer sagte, es gehe darum, Fahrverbote zu verhindern und die Luft in Städten "noch sauberer" zu machen. Es gehe aber auch darum, die Zukunft des Diesel zu sichern und damit Hunderttausende Arbeitsplätze.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Diebe stehlen weniger Autos - aber teure Modelle beliebt. Die Gesamtsumme des Schadens bezifferte sich auf 324 Millionen Euro (plus 8 Prozent im Vergleich zu 2016). Das geht aus am Montag veröffentlichten Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Gestohlen wurden demnach 17 493 Autos, die gegen Diebstahl versichert waren. Das waren vier Prozent weniger als im Vorjahr. Die Diebe nahmen aber mehr als früher die teuren Geländewagen, Sportwagen und Limousinen ins Visier. Der durchschnittliche Schaden betrug 18 500 Euro (plus 13 Prozent). BERLIN - Autodiebe haben 2017 erneut einen wirtschaftlichen Schaden in Rekordhöhe angerichtet. (Boerse, 22.10.2018 - 09:34) weiterlesen...

Anwälte rechnen mit Zehntausenden Teilnehmern für VW-Klage. BERLIN - Bei der deutschlandweit ersten Musterfeststellungsklage gegen Volkswagen könnten nach Einschätzung der Anwälte mehrere Zehntausend Dieselfahrer mitmachen. Er habe innerhalb eines Monats über 4000 konkrete Anfragen bekommen, sagte Rechtsanwalt Ralf Stoll, der die Klage für den Bundesverband der Verbraucherzentralen betreut. Beim Verband selbst meldeten sich rund 26 000 Interessenten. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich alle auch der Klage anschließen, die am 1. November eingereicht wird. Dafür müssen sich Dieselfahrer in ein offizielles Register eintragen, das beim Bundesamt für Justiz eingerichtet wird. Anwälte rechnen mit Zehntausenden Teilnehmern für VW-Klage (Boerse, 22.10.2018 - 05:20) weiterlesen...

Bilfinger-Chef: Zum Jahreswechsel hoffentlich ohne US-Aufseher. Er sei optimistisch, dass der von den USA bestellte Aufseher zum Jahreswechsel womöglich nicht mehr nötig sei, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wir arbeiten hart daran, die Auflagen des Monitors zu erfüllen. Ende des Jahres wollen wir das Verfahren erfolgreich abschließen", meinte Blades. MANNHEIM - Nach einer langen Krise mit Korruptionsaffären und Vorwürfen gegen Top-Manager hat sich der Industrie-Dienstleister Bilfinger aus Sicht von Vorstandschef Tom Blades neues Vertrauen erarbeitet. (Boerse, 21.10.2018 - 13:56) weiterlesen...

Ionity-Chef: Deutschland bei Ladesäulen für E-Autos auf gutem Weg. "Rückblickend sehen wir eine absolute Verdopplung der Ladeinfrastruktur jedes Jahr", sagte Firmenchef Michael Hajesch der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe zahlreiche Fördermaßnahmen von politischer Seite. "Wenn man diese Systeme einmal ausreizt, dann ist man da, glaube ich, gut unterwegs." Allerdings müsse die Förderphase noch andauern, um mit dem künftig zu erwartenden Fahrzeugzuwachs mithalten zu können. MÜNCHEN - Der Ladestationenbauer Ionity sieht große Fortschritte bei der Infrastruktur für die Elektromobilität in Deutschland. (Boerse, 21.10.2018 - 13:56) weiterlesen...

Gericht verhandelt im November über Diesel-Fahrverbot für Darmstadt. WIESBADEN - Am 21. November wird vor dem Wiesbadener Verwaltungsgericht über ein weiteres drohendes Diesel-Fahrverbot in Hessen verhandelt. An dem Tag soll es um den Luftreinhalteplan für Darmstadt gehen, wie das Gericht am Freitag ankündigte. Die Deutsche Umwelthilfe und der Verkehrsclub Deutschland hatten geklagt, weil Schadstoff-Grenzwerte nicht eingehalten werden. Gericht verhandelt im November über Diesel-Fahrverbot für Darmstadt (Boerse, 19.10.2018 - 13:15) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux senkt Ziel für Volkswagen auf 210 Euro - 'Buy'. Die weltweite Autonachfrage dürfte bis 2020 kaum wachsen, schrieb Analyst Michael Raab in einer am Freitag vorliegenden Branchenstudie. Deshalb habe er seine Gewinnprognosen für die europäischen Autohersteller und -zulieferer reduziert. Allerdings hätten sich die Sektoraktien in den vergangenen Monaten deutlich unterdurchschnittlich entwickelt und notierten derzeit rund 30 Prozent unter ihrer langjährigen Durchschnittsbewertung auf einem fundamental attraktiven Niveau. FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Volkswagen von 222 auf 210 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. (Boerse, 19.10.2018 - 10:26) weiterlesen...