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Transport, Verkehr

BERLIN - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dringt auf den Ausbau grenzüberschreitender Hochgeschwindigkeits- und Nachtzüge, um die Klimaschutzziele in Europa zu erreichen.

17.05.2021 - 11:09:29

Scheuer dringt auf Ausbau direkter europäischer Bahnlinien. "Es soll schnell, direkt und ohne Umsteigen gehen", sagte der CSU-Politiker anlässlich einer Fachkonferenz am Montag in Berlin. Es gelte, Anreize zum Umsteigen vom Flugzeug auf die Bahn zu schaffen und den Menschen "nichts zu verbieten". Scheuer forderte mit Blick auf attraktivere Bahnangebote zugleich Unterstützung für Großprojekte zum Ausbau von Strecken ein.

Der Minister hatte im vergangenen Jahr ein Konzept für ein Comeback des 1987 eingestellten "Trans-Europ-Express" (TEE) vorgestellt und in der EU um Unterstützung geworben. Zur Konferenz sollten Erklärungen vorgestellt werden, mit denen mehrere Staaten Unterstützung bei der Entwicklung schneller Verbindungen, eines europäischen Taktfahrplans oder einer digitalen Buchungsplattform zusichern. Dazu gehörten auch TEE-Strecken, die "in naher Zukunft" oder schrittweise bis Ende der zwanziger Jahre umgesetzt werden könnten, sagte Scheuer.

Das Konzept sieht als ersten Schritt Direktverbindungen vor, für die kein größerer Streckenausbau nötig ist. Dazu gehören Linien zwischen Amsterdam und Rom, Paris und Warschau oder Berlin und Barcelona. Mit Fahrzeiten von rund 13 Stunden sollen diese Ziele untereinander erreichbar sein. Scheuer sagte, es gehe bei dem TEE nicht um Romantik. Fahrgäste sollen etwa auch mit besonderem Komfort wie freiem Internet und Gastronomie zum Umsteigen bewegt werden.

Bei der Konferenz vorgestellt werden sollte auch eine Erklärung Deutschlands, Tschechiens und Österreichs für den bis in die 2030-er Jahre geplanten Ausbau der Verbindung Berlin-Dresden-Prag-Wien. Scheuer betonte, angestrebte europäische Taktfahrpläne seien zusammen mit dem hierzulande geplanten "Deutschlandtakt" zu sehen - eines bis 2030 geplanten Systems mit besser abgestimmten Umsteige-Verbindungen. Es gebe hierbei "kein Entweder-Oder".

@ dpa.de

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