PSA, FR0000121501

BERLIN - Bundesumweltministerin Svenja Schulze fordert wegen der angekündigten EU-Klage und mit Blick auf Streitigkeiten in der großen Koalition mehr Anstrengungen für bessere Luft.

17.05.2018 - 13:22:24

Umweltministerin fordert schnelle technische Diesel-Nachrüstungen. "Wenn wir vor Gericht bestehen wollen, brauchen wir größere und schnellere Fortschritte, um die Luft sauber zu bekommen", erklärte die SPD-Politikerin am Donnerstag in Berlin. "Ich fordere schon lange technische Nachrüstungen für Diesel-Pkw. Wir brauchen sie jetzt so schnell wie möglich, und zwar auf Kosten der Automobilhersteller.

Umfangreiche technische Nachrüstungen direkt am Motor für ältere Diesel, sogenannte Hardware-Nachrüstungen, sind allerdings in der Koalition umstritten. Die Union ist skeptisch. Die Autohersteller lehnen Hardware-Nachrüstungen als zu aufwendig und teuer ab.

Schulze sagte mit Blick auf den Koalitionspartner: "Darauf zu hoffen, dass sich das Problem von selbst erledigt - wie manche das offenbar tun - ist spätestens jetzt keine Option mehr. Blockieren und Aussitzen sollte in dieser Frage niemand mehr."

Wer sich weiter dem Weg von technischen Diesel-Nachrüstungen versperre, riskiere nicht nur Fahrverbote und weitere Wertverluste bei den Dieselautos, sondern auch eine Niederlage vor dem Europäischen Gerichtshof.

Die EU-Kommission hat entschieden, Deutschland und fünf andere Länder wegen zu schmutziger Luft in vielen Städten vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu verklagen. Dabei geht es um die Missachtung von EU-Grenzwerten für Stickoxide, die bereits seit 2010 verbindlich für alle EU-Staaten sind.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Bouffier begrüßt Druck für Diesel-Hardware-Nachrüstung. Die Bundesregierung solle dafür Sorge tragen, "dass die Hersteller in die Verantwortung für die Kosten zu nehmen sind", heißt es in einem Antrag der Länder Hessen, Berlin und Brandenburg, den der Bundesrat am Freitag in Berlin annahm. BERLIN/WIESBADEN - Die Bundesländer pochen im Kampf gegen Luftverschmutzung und Fahrverbote auf Hardware-Nachrüstungen von Dieselautos. (Boerse, 19.10.2018 - 17:06) weiterlesen...

Rückruf von Opel-Dieseln amtlich - Hersteller zieht bei Rabatt nach. Der Hersteller muss tausende Diesel-Autos der Modelle Insignia, Cascada und Zafira aus den Modelljahren 2013 bis 2016 abgastechnisch nachrüsten. Den bereits zu Wochenbeginn angekündigten amtlichen Rückruf veröffentlichte das KBA am Freitag auf seiner Internet-Seite. FLENSBURG/RÜSSELSHEIM - Das Kraftfahrt-Bundesamt hat im Fall Opel ernst gemacht. (Boerse, 19.10.2018 - 15:19) weiterlesen...

Verkehrsminister sehen Diesel-Hersteller in der Verantwortung. Es werde jedoch noch längere Zeit dauern, bis Hardware-Nachrüstungen von Diesel-Pkw der Abgasnorm Euro 5 möglich würden, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Freitag in Hamburg. Gegenwärtig gebe es keinen genehmigungsfähigen Hardware-Nachrüstsatz. Man brauche mindestens eineinhalb Jahre, bis ein solcher entwickelt und vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) genehmigt sei. Für Diesel-Pkw ausländischer Hersteller lohne sich eine Nachrüstung generell nicht. Einfacher sei hingegen die Nachrüstung von Lkw, Bussen und Lieferfahrzeugen. HAMBURG - Die Verkehrsminister von Bund und Ländern wollen in der Diesel-Krise die Autohersteller nicht aus der Verantwortung entlassen. (Boerse, 19.10.2018 - 14:39) weiterlesen...

KBA: Rückruf von drei Opel-Modellen jetzt amtlich. Das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg veröffentlichte am Freitag den bereits zu Wochenbeginn angekündigten amtlichen Rückruf auf seiner Homepage. Betroffen sind weltweit 96 000 Fahrzeuge der Typen Insignia, Cascada und Zafira aus den Modelljahren 2013 bis 2016. Von den in Deutschland verkauften rund 32 000 Autos wurden bereits 23 000 freiwillig einem Software-Update unterzogen, so dass unter dem Strich in Deutschland nur rund 9000 in die Werkstätten müssen. RÜSSELSHEIM - Wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung ist der Autobauer Opel nun amtlich verpflichtet, mehrere Diesel-Modelle zurückzurufen. (Boerse, 19.10.2018 - 13:09) weiterlesen...

Einbruch auf Automarkt in Europa im September - Neue Abgasregeln. BRÜSSEL - Der europäische Automarkt hat im September vor dem Hintergrund der neuen EU-Abgasregeln einen herben Dämpfer erlitten. Die Zahl der Zulassungen in den EU-Ländern sei im September im Jahresvergleich um 23,5 Prozent auf 1,09 Millionen Autos eingebrochen, teilte der Branchenverband Acea am Mittwoch in Brüssel mit. In den ersten neun Monaten des Jahres nahmen die Neuzulassungen dank kräftiger Zuwächse in den Vormonaten hingegen um 2,5 Prozent auf 11,95 Millionen zu. In Europa gilt das neue Abgas- und Prüfverfahren WLTP seit dem 1. September. Einbruch auf Automarkt in Europa im September - Neue Abgasregeln (Boerse, 17.10.2018 - 08:01) weiterlesen...

FDP fordert härteres Durchgreifen der Regierung im Abgasskandal. "Opel mit PSA ist nicht der einzige Autohersteller aus dem Ausland, der auffällig ist", sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion in Berlin der Deutschen Presse-Agentur. BERLIN - Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic fordert im Abgasskandal angesichts eines bevorstehenden Rückrufs bei Opel ein härteres Durchgreifen der Regierung. (Boerse, 16.10.2018 - 18:23) weiterlesen...