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Pharma, Biotechnologie

BERLIN - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die reicheren Nationen dazu aufgerufen, von ihren Corona-Impfstoffmengen etwas an ärmere Länder abzugeben.

22.02.2021 - 16:51:03

Steinmeier: Abgabe von Impfstoff ist Frage der Menschlichkeit. "Das ist nicht einfach, aber es ist eine Frage der Menschlichkeit und eine Frage unserer eigenen Maßstäbe, an denen wir uns messen lassen", sagte er in einer gemeinsamen virtuellen Pressekonferenz mit dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Berlin.

"In den nächsten Wochen und Monaten werden Impfstoffdosen noch überall ein knappes Gut sein", sagte Steinmeier. "Je rascher auch wir in Deutschland und in Europa bereit sind, ein wenig von dem abzugeben, was uns gesichert ist, desto eher können wir das Infektionsgeschehen global eindämmen." Ob und wie überzeugend die internationale Zusammenarbeit bei Impfungen, Tests und Medikamenten gelinge, sei auch "ein Lackmustest der internationalen Solidarität".

Steinmeier warnte, wer jetzt die nötige Solidarität verweigere, dürfe sich nicht wundern, wenn andere Länder dieses Vakuum mit Lieferungen für eigene Zwecke nutzten. "Die Pandemie ist auch ein geopolitischer Moment mit enormen Folgen für unsere Zukunft und die Rolle, die wir in der Welt nach der Pandemie spielen."

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte in den vergangenen Tagen dafür geworben, dass die reicheren Länder möglichst schnell vier bis fünf Prozent ihrer Impfstoffmengen abgeben. Steinmeier sagte, über Menge und Zeitplan berieten jetzt die Regierungen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, dies sei eine Entscheidung, die die Bundesregierung nicht allein, sondern in Abstimmung mit ihren G7- und europäischen Partnern treffen werde.

Steinmeier lobte die Milliarden-Zusagen des G7-Gipfels am vergangenen Freitag für die internationalen Impfbemühungen als "ein mehr als nur gutes Signal". Er betonte: "Andere Staaten der Welt sind aufgerufen, diesem Beispiel zu folgen."

WHO-Chef Tedros nannte die Finanzzusagen zwar hilfreich. Allerdings nützten sie nichts, wenn die reichen Länder parallel den Markt mit Impfstoffen leer kauften. Wegen solcher Aktivitäten seien dem von der WHO mitgesteuerten Solidarprojekt Covax, das Impfstoffe für alle Länder der Welt einkauft, zugesagte Impfstoffmengen teilweise wieder gestrichen worden.

"Ich bitte die Länder mit hohen Einkommen: Wenn sie sich an Hersteller wenden, um mehr Impfstoff zu kaufen, stellen Sie bitte sicher, dass dies Covax nicht untergräbt", sagte Tedros. Dabei gehe es nicht nur um solidarisches Verhalten. Die Gefahr sei, dass sich das Virus in Weltregionen, wo nicht geimpft werde, verändern und von dort wieder weltweit ausbreiten könne. Ob die Impfstoffe dann vor solchen Varianten schützten, sei nicht gesagt.

Tedros bedankte sich bei Deutschland für die umfangreiche Unterstützung der WHO-Arbeit. "Lassen Sie uns zusammen für eine fairere Welt arbeiten", sagte Tedros.

@ dpa.de

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