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LUFTHANSA AG, DE0008232125

BERLIN - Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat die Fluggesellschaften zu raschen Rückzahlungen für ausgefallene Flüge wegen der Corona-Krise aufgefordert.

10.08.2020 - 16:44:28

Wachsender Druck auf Fluggesellschaften für rasche Rückzahlungen. Hunderttausende Verbraucher warteten immer noch auf die Erstattung von Vorauszahlungen, sagte die SPD-Politikerin am Montag. Viele zeigten großes Verständnis für die Lage der Fluggesellschaften, und das seit Monaten. "Aber die Airlines dürfen die Geduld der Kunden jetzt nicht überstrapazieren und ihr Vertrauen nicht aufs Spiel setzen." Die Verpflichtung, Tickets sehr zügig zu erstatten, sei glasklar EU-rechtlich vorgeschrieben.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mahnte bei der staatlich gestützten Lufthansa Tempo an. "Es kann nicht sein, dass die Lufthansa Hilfszahlungen in Milliardenhöhe aus Steuergeldern erhält und trotzdem Kunden zu illegalen Zwangsdarlehen zwingt", sagte vzbv-Chef Klaus Müller den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Montag). Die Airline müsse bis Ende August alle ausgefallenen Flugtickets vollständig erstatten.

Lambrecht betonte, die Fluggesellschaften müssten Kunden auch transparent darüber informieren, wann sie eine Erstattung erhalten. "Zudem ist wichtig, dass bei allen Stornierungen, die jetzt noch folgen, Ticket-Erstattungen automatisch und ohne weiteren Aufwand für die Kunden erfolgen."

Eine Lufthansa-Sprecherin hatte am Wochenende gesagt: "Wir stehen zu dem Thema Erstattungen in bestem Kontakt zur deutschen Bundesregierung." Insgesamt seien im Jahr 2020 für die gesamte Lufthansa-Gruppe bisher mehr als 2 Milliarden Euro ausbezahlt worden. Flüge aus März und April seien bereits weitestgehend abgearbeitet. Weniger als eine Milliarde Euro an Erstattungen stünde noch aus.

@ dpa.de