Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Computer, Produktion

BERLIN - Bund und Länder wollen die Digitalisierung an den Schulen angesichts der Corona-Krise mit konkreten Hilfen für Lehrkräfte und Schüler deutlich beschleunigen.

13.08.2020 - 22:45:31

ROUNDUP/Corona-Plan: Laptops für Lehrer und günstiges Internet für Schüler. Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Kultusministerinnen und Minister aus sieben Bundesländern vereinbarten am Donnerstagabend bei einem Treffen im Kanzleramt, "schnellstmöglich alle Schulen in der erforderlichen Weise an das schnelle Internet anzuschließen, Schülern zu Hause einen bezahlbaren Zugang zum Internet zu ermöglichen und Lehrer mit Endgeräten auszustatten", wie Regierungssprecher Steffen Seibert im Anschluss mitteilte.

Mit am Tisch saßen Vertreter aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bayern, Sachsen und Schleswig-Holstein. Formale Beschlüsse wurden zwar nicht gefasst. Es sind erst weitere Abstimmungsprozesse zwischen Bund und Ländern nötig. Wie die Deutsche Presse-Agentur aber aus Teilnehmerkreisen erfuhr, ist konkret geplant, dass jeder Lehrer einen Dienstlaptop bekommt und jedem Schüler ein günstiger Zugang zum Internet ermöglicht wird, der maximal zehn Euro im Monat kosten soll. In Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium solle außerdem jede Schule in Deutschland zügig an schnelles Internet angeschlossen werden. Es wird demnach mit Kosten von rund 500 Millionen Euro gerechnet.

Vor dem Gespräch im Kanzleramt hatte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) die Länder dazu aufgerufen, bis Ende des Jahres nach Möglichkeit alle Lehrer mit einem Laptop und entsprechender Software auszustatten. Zudem sei für die Schulen auch ein IT-Manager nötig.

Die Corona-Pandemie hatte gezeigt, dass es im Bereich Schule und Digitalisierung noch große Defizite gibt. Aufgabenstellungen und Kommunikation über Internet während der Schulschließungen funktionierten nur bedingt. Bildungsgewerkschaften und Lehrerverbände hatten kritisiert, dass nicht alle Schüler zu Hause mit entsprechender Technik ausgestattet seien. Auch das Fehlen von Dienstgeräten für Lehrkräfte wurde bemängelt.

"Wir haben heute sehr gute Ergebnisse erzielt", sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und rheinland-pfälzische Bildungsministerin, Stefanie Hubig (SPD). Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur nach dem Treffen: "Es war ein erfreulich konstruktives Gespräch über die Grenzen von Bund, Ländern und Parteien hinweg. Wir wollten zu gemeinsamen Lösungen kommen, und wir sind erstaunlich weit gekommen." Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sagte: "Das zeigt, dass das Thema Schule uns allen sehr wichtig ist." Das Treffen sei getragen gewesen von dem Gedanken, dass Schule und Bildung höchste Priorität hätten.

Flächendeckende Schulschließungen, wie zu Beginn der Corona-Pandemie, soll es nach dem Willen der Beteiligten möglichst nicht mehr geben. "Es besteht Einigkeit über das gemeinsame Ziel, erneute komplette und flächendeckende Schließungen von Schulen und Kitas möglichst zu vermeiden", sagte Regierungssprecher Seibert. Gute Bildungspolitik sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sagte KMK-Präsidentin Hubig. "Wir alle müssen Sorge dafür tragen, dass unsere Schülerinnen und Schüler ihr Recht auf Bildung verwirklichen können." Kurz nach Beginn des Schuljahrs in mehreren Bundesländern waren einige Schulen wegen Corona-Fällen oder -Verdachtsfällen zuletzt schon wieder geschlossen worden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Altmaier zu Fridays for Future: 'Erderwärmung macht keine Pause'. "Dieses Thema gehört auf die Tagesordnung", sagte Altmaier am Freitagmorgen im Deutschlandfunk. "Wir haben in Deutschland langfristig eine enorme Transformation vor uns. BERLIN - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält die Demonstrationen der Klimaschutzbewegung Fridays for Future für angemessen und richtig. (Wirtschaft, 25.09.2020 - 11:21) weiterlesen...

WDH/'FT': Absichtliche Corona-Infektionen für Impfstoff-Tests geplant (Wiederholung: Im 4. (Boerse, 25.09.2020 - 11:16) weiterlesen...

Streit ums Erbe: Donald Trumps Nichte zieht gegen ihn vor Gericht. WASHINGTON - In einem Streit um Anteile am Immobilien-Imperium der Familie strengt Donald Trumps Nichte Mary einen Prozess gegen den US-Präsidenten und zwei seiner Geschwister an. In einer am Donnerstag (Ortszeit) in New York vor Gericht eingereichten Klage wirft die 55-Jährige ihnen vor, sie um mehrere Millionen Dollar betrogen zu haben. Präsident Trump, sein im August verstorbener Bruder Robert sowie seine Schwester Maryanne - eine pensionierte Bundesrichterin - hätten sich dafür gegen sie verschworen. Die Ansprüche gegen Robert werden in der Klage bei dessen Nachlassverwalter geltend gemacht. Streit ums Erbe: Donald Trumps Nichte zieht gegen ihn vor Gericht (Wirtschaft, 25.09.2020 - 11:09) weiterlesen...

Deutsche Ratspräsidentschaft erhöht Druck auf Europaparlament. "Mich besorgt sehr, dass die Verhandlungen derzeit zu langsam vorankommen", sagte der deutsche EU-Botschafter Michael Clauß vor der nächsten regulären Gesprächsrunde am Montag. Ohne eine rasche Gesamteinigung auf den mehrjährigen Finanzrahmen laufe man Gefahr, auch den Corona-Wiederaufbaufonds zu verzögern. BRÜSSEL - In den Verhandlungen über das 1,8 Milliarden Euro schwere EU-Finanzpaket für die kommenden Jahre fordert die deutsche EU-Ratspräsidentschaft vom Europaparlament mehr Tempo und Kompromissbereitschaft. (Wirtschaft, 25.09.2020 - 10:54) weiterlesen...

KORREKTUR: Deutsche Ratspräsidentschaft erhöht Druck auf Europaparlament (Berichtigung: Billionen statt Milliarden im 1. Satz.) (Wirtschaft, 25.09.2020 - 10:27) weiterlesen...

Kretschmer: Neuer CDU-Chef sollte auch Kanzlerkandidat werden. "Wenn Sie mich fragen, ob er es soll oder sollte, würde ich sagen "Ja". Wir haben damit auch gute Erfahrungen", sagte Kretschmer im Podcast "Morning Briefing" von Gabor Steingart, der am Freitag erschien. "Aber es muss am Ende eine Verständigung mit der CSU geben", betonte der CDU-Politiker. BERLIN - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, dass der neue CDU-Vorsitzende auch Kanzlerkandidat werden sollte. (Wirtschaft, 25.09.2020 - 10:24) weiterlesen...