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Regierungen, Deutschland

BERLIN - Bildungsverbände haben die Entscheidungen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen an den Schulen in der Corona-Krise kritisiert.

10.02.2021 - 21:26:33

Bildungsverbände kritisieren Bund-Länder-Beschlüsse. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, bemängelte in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass keine einheitliche an die sogenannte Inzidenz gekoppelte Regelung für eine Öffnung von Schulen vereinbart wurde. Öffnungen mit Präsenzunterricht im Wechselbetrieb dürften erst erfolgen, wenn in der jeweiligen Region die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 Fällen liege, sagte er.

Im schlimmsten Fall, so der Lehrervertreter, müssten durch eine zu frühe Öffnung die Schulen wegen einer dritten Welle im April oder Mai nochmals geschlossen werden. Dies könne dazu führen, dass dieses Schuljahr komplett abgeschrieben werden müsse. Meidinger forderte für die Schulen zusätzlich Anstrengungen, wie einen "massenhaften" regelmäßigen Einsatz von Corona-Selbsttests, die Beschaffung von Raumluftfilteranlagen, eine OP-Maskenpflicht im Unterricht und eine frühere Impfung von Lehrkräften.

Auch der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, forderte mehr Tests, medizinische Masken für Lehrkräfte und Kita-Personal und einheitliche Regeln. "Wir halten es weiterhin für unabdingbar, dass bundesweit bei einem vergleichbaren Infektionsgeschehen vor Ort auch die gleichen Maßnahmen ergriffen werden." Der VBE begrüßte die Überlegungen, Grundschul- und Kita-Personal früher eine Impfmöglichkeit anzubieten. "Dies ist zwingend erforderlich und muss schnellstmöglich umgesetzt werden."

Bei ihren Beratungen hatten Bund und Länder am Mittwoch festgehalten, dass die Länder, so wie im Föderalismus vorgesehen, eigenständig über mögliche Öffnungen von Kitas- und Schulen entscheiden sollen. Geprüft werden soll zudem, ob Grundschullehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher durch eine Änderung der Impfverordnung in der Reihenfolge nach vorne rücken. Nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) könnten sie so schon vor dem Sommer drankommen.

@ dpa.de

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