Produktion, Absatz

BERLIN - Berlin will bis 2030 aus der Kohlenutzung aussteigen und diesen Termin als erstes Bundesland gesetzlich festlegen.

18.05.2017 - 15:45:24

'Modellstadt': Berlin legt Kohleausstieg gesetzlich fest. Der rot-rot-grüne Senat brachte dazu am Donnerstag im Abgeordnetenhaus den Entwurf für ein neues Energiewendegesetz auf den parlamentarischen Weg. Demnach verzichtet das Land noch dieses Jahr auf Stromerzeugung aus Braunkohle, die als besonders klimaschädlich gilt. Bis spätestens 2030 soll mit den Steinkohlekraftwerken Schluss sein. Ziele sind eine Senkung der CO2-Emissionen, die das Klima schädigen, und eine schrittweise Umstellung auf erneuerbare Energie.

Berlin solle eine "Modellstadt" für Klimaschutz und Energiewende werden, sagte Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos). Denn: "Wenn zum Wohle der Menschen der Klimawandel beherrschbar bleiben soll, dann wird es nicht zuletzt auf die Städte ankommen." Dort lebten weltweit mehr als die Hälfte der Menschen und 70 Prozent der CO2-Emmissionen würden dort verursacht.

Bereits am 24. Mai will der Energiekonzern Vattenfall sein Braunkohlekraftwerk in Berlin schließen: Die Anlage Klingenberg im Stadtbezirk Lichtenberg wird zu einem Gaskraftwerk umgebaut. Das war bereits in der vergangenen Legislaturperiode mit dem Konzern vereinbart worden. Die Braunkohle, die in Klingenberg verarbeitet wurde, stammte aus dem benachbarten Brandenburg. Außerdem gibt es in der Hauptstadt noch drei Steinkohlekraftwerke, von denen das erste 2020 geschlossen werden soll.

Politiker der Koalitionsfraktionen sprachen mit Blick auf die Gesetzespläne von einem historischen Tag. "Das ist ein Signal an die ganze Republik", sagte der Sprecher für Klima- und Umweltschutz der Grünen-Fraktion, Georg Kössler. "So schaffen wir Planungssicherheit bei der Energiewende und einen Wettbewerb um die besten Wege dorthin." Auch der Umweltschutzorganisation WWF lobte die Gesetzesnovelle: "Berlin kann damit eine Vorreiterrolle für Gesamtdeutschland einnehmen und beweisen: Die schnelle Abkehr von der Kohle ist möglich und nötig."

Oppositionspolitiker kritisierten einen "Anschluss- und Benutzungszwang" an die Fernwärmeversorgung für Nutzer etwa von Ölheizungen oder kleineren Blockheizkraftwerken. "Das ist eine Idee aus dem ordnungspolitischen Folterkeller", sagte der CDU-Politik Jürn Jakob Schultze-Berndt. Laut Gesetzentwurf soll der Senat ermächtigt werden, "durch Rechtsverordnung für bestimmte Gebiete zum Zwecke des Klimaschutzes den Anschluss an eine Einrichtung zur Versorgung mit Nah- oder Fernwärme anordnen zu können".

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Halbe Milliarde Euro Schäden durch 'Friederike'. Der schwere Sturm am Donnerstag habe rund eine halbe Milliarde Euro Schaden angerichtet, wie aus ersten Schätzungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht. Die Bahn hatte den Fernverkehr deutschlandweit eingestellt, er kam Freitag langsam wieder ins Rollen. Auch die Wetterlage entspannte sich - allerdings bleibt es ungemütlich. BERLIN - Orkan "Friederike" hat in Deutschland mindestens acht Menschen das Leben gekostet. (Boerse, 19.01.2018 - 12:56) weiterlesen...

China liegt bei E-Autos an der Spitze - Deutschland hinkt hinterher. Der Abstand etwa zu den USA wuchs laut einer Studie des Brancheninstituts CAM in Bergisch Gladbach besonders stark - insgesamt wurden im vergangenen Jahr im Reich der Mitte 777 000 E-Autos abgesetzt, 53 Prozent mehr als im Vorjahr. In den USA stieg die Zahl der Neuzulassungen von E-Autos um 24 Prozent auf rund 194 000 Stück. BERGISCH GLADBACH - China hängt den Rest der Welt beim Absatz von Elektroautos immer deutlicher ab. (Boerse, 19.01.2018 - 12:52) weiterlesen...

Rabattschlachten schmälern Ceconomy-Gewinn deutlich (Boerse, 19.01.2018 - 12:50) weiterlesen...

Thyssenkrupp-Chef wirbt vor Aktionären für integrierten Konzern. Dies führe zu "messbaren Vorteilen", sagte er am Freitag in Bochum laut Redetext. Er reagierte damit indirekt auf die jüngsten Zerschlagungsfantasien, ausgelöst durch Forderungen des Großaktionärs Cevian. Die Führung von Thyssenkrupp als integrierten Konzern schließe jedoch Veränderungen in der Zusammensetzung nicht aus. BOCHUM - Thyssenkrupp -Chef Heinrich Hiesinger hat auf der Hauptversammlung des Industrie- und Stahlkonzerns für einen "integrierten Konzern" geworben. (Boerse, 19.01.2018 - 12:17) weiterlesen...

Millionenschäden am Schienennetz nach Sturm 'Friederike'. An mehr als 200 Streckenabschnitten seien Reparaturen notwendig, teilte das Verkehrsunternehmen am Freitag mit. Bahnreisende oder Mitarbeiter seien nicht zu Schaden gekommen. Die Bahn hatte wegen des Sturms den Fernverkehr am Donnerstagnachmittag bundesweit eingestellt, erstmals seit 2007. BERLIN - Der Orkan "Friederike" hat nach Angaben der Deutschen Bahn Millionenschäden am Schienennetz angerichtet. (Boerse, 19.01.2018 - 11:59) weiterlesen...

Versicherer-Verband: 'Friederike' richtete 500 Millionen Euro Schaden an. Damit liege "Friederike" deutlich hinter "Kyrill", teilte der GDV am Freitag mit. "Kyrill" hatte vor genau elf Jahren mehr als zwei Milliarden Euro Schaden verursacht. BERLIN - Das Orkantief "Friederike" hat nach einer Schätzung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) einen versicherten Schaden von rund 500 Millionen Euro verursacht. (Boerse, 19.01.2018 - 11:35) weiterlesen...