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BERLIN - Beim Impfen gegen Corona sieht der Virologe Christian Drosten Deutschland auf gutem Weg.

26.05.2021 - 06:05:27

Virologe Drosten: So schnell wie möglich durchimpfen. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten sei man im europäischen Vergleich mittlerweile ganz vorne dabei, sagte der Charité-Wissenschaftler am Dienstagabend im Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info. "Das läuft schon jetzt sehr schnell bei uns." Das werde zu einer abnehmenden Schwere der Krankheit führen, so dass man irgendwann über den Sommer "zu einer anderen Betrachtung der ganzen Bedrohungslage" kommen müsse. Derzeit sieht Drosten noch eine Übergangsphase. Mit Blick auf die in Indien entdeckte Variante (B.1.617) betonte er: "Man muss einfach so schnell wie möglich durchimpfen.

nach zweifacher Impfung recht gut gegen eine Erkrankung mit der in Indien entdeckten Variante schützen. Drosten sagte, offenbar sei es aber so, "dass gerade die erste Impfung gegen dieses Virus noch nicht so viel hilft, so dass man jetzt schnell vervollständigen muss". Wahrscheinlich mischten sich für diese Variante diesbezüglich die Karten neu - und man komme nur vorwärts, wenn man vollständig impfe. Großbritannien hatte auf den Effekt möglichst vieler Erstimpfungen gesetzt.

Nach der Veröffentlichung seiner Corona-Studie zu sogenannten Viruslasten im namhaften Fachblatt "Science" am Dienstag zeigte sich Drosten in seinen Einschätzungen zur Ansteckungsfähigkeit auch von Kindern bestätigt. Schon anhand erster Daten habe man als klinischer Virologe gesehen, dass alle Altersgruppen ungefähr gleich viele Virus-Erbgutkopien aufwiesen. Dieser Eindruck habe sich gehalten. Über eine vorläufige Auswertung von vor über einem Jahr war viel diskutiert worden - vor allem wegen der Schlussfolgerung, dass Kinder so ansteckend sein könnten wie Erwachsene.

Die Studie untermauert auch die Annahme, dass ein relativ kleiner Teil der Infizierten für besonders viele Ansteckungen sorgt. Wie Drosten schilderte, gibt es in allen Altersgruppen, auch bei Kindern, Infizierte mit außergewöhnlich hohen Viruslasten. In der Studie betraf dies etwa neun Prozent der untersuchten Fälle. In "erheblichem Umfang" befinden sich darunter laut dem Virologen Menschen, die im gesamten Krankheitsverlauf maximal milde Symptome bekommen. Auch Menschen ohne Krankheitsanzeichen seien darunter.

In Anbetracht der Ansteckungsgefahr durch gesund wirkende Infizierte betonen die Wissenschaftler in ihrem Fazit zur Studie die Bedeutung von Maßnahmen wie Abstandhalten und Maskentragen. "Das Maximum der Virus-Ausscheidung liegt ein bis drei Tage vor dem Symptombeginn", sagte Drosten über ein weiteres Ergebnis der Arbeit. Darum sei das Virus so schwer zu kontrollieren.

@ dpa.de