Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Wirecard, DE0007472060

BERLIN - Bei der Finanzaufsicht Bafin kommt es nach dem Wirecard -Skandal zu einem Wechsel an der FĂĽhrungsspitze.

29.01.2021 - 16:59:27

Wechsel an Spitze der Finanzaufsicht Bafin. Wie das Finanzministerium am Freitag mitteilte, hört Bafin-Chef Felix Hufeld im Zuge einer Neuaufstellung der Finanzaufsicht auf. Die Finanzaufsicht und ihr Chef waren in dem Skandal unter Druck geraten.

Der Skandal um die Wirecard AG habe offenbart, dass die deutsche Finanzaufsicht eine Re-Organisation brauche, um ihre Aufsichtsfunktion effektiver erfüllen zu können, so das Ministerium. Dazu sei eine Untersuchung der Bafin in Auftrag gegeben worden, deren Ergebnisse in der kommenden Woche präsentiert würden.

Das Ministerium und der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hätten heute in einem gemeinsamen Gespräch die Lage erörtert. Man sei einvernehmlich zu dem Entschluss gekommen, dass es dafür neben organisatorischen Veränderungen auch einen personellen Neustart an der Spitze der BaFin geben sollte.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) erklärte: "Ich bedanke mich ausdrücklich bei Felix Hufeld für sein großes Engagement an der Spitze der Bafin in den vergangenen acht Jahren. Er hat die Finanzdienstleistungsaufsicht in Deutschland und Europa in dieser Zeit maßgeblich geprägt und entscheidend vorangebracht. Die geplante organisatorische Reform der Bafin verbinden wir mit einem personellen Neuanfang."

Felix Hufeld erklärte: "Ich habe acht Jahre, davon sechs Jahre als Präsident, an der Spitze der BaFin wirken dürfen." Die Bafin habe sich dabei signifikant weiterentwickelt und in vielfacher Hinsicht an Relevanz gewonnen. "Nun gilt es, weitere Aufgaben anzupacken, für deren Bewältigung ich meinem Nachfolger oder Nachfolgerin nur das Beste wünsche."

Der Jurist Hufeld (59), der die Bafin seit März 2015 führte, hatte die Vorgänge rund um Wirecard als "Schande" bezeichnet und von der "entsetzlichsten Situation" gesprochen, in der er jemals einen Konzern in der ersten deutschen Börsenliga gesehen habe. Der Bafin-Chef hatte sich zugleich selbstkritisch zur Rolle der Aufsicht geäußert: "Wir sind nicht effektiv genug gewesen, um zu verhindern, dass so etwas passiert."

Die inzwischen insolvente Wirecard AG hatte im Juni Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt und musste. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht mittlerweile von einem "gewerbsmäßigen Bandenbetrug" aus - und zwar seit dem Jahr 2015. Mehr als drei Milliarden Euro könnten verloren sein. Die Frage ist: Wie konnte das passieren? Und wann genau wusste die Finanzaufsicht von Unregelmäßigkeiten, und haben sie zu wenig dagegen unternommen? Die britische Zeitung "Financial Times" hatte seit 2015 immer wieder über Merkwürdigkeiten und Unregelmäßigkeiten bei Wirecard berichtet.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

SPD: Auslieferung von mutmaßlichem Ibiza-Video-Drahtzieher überdenken. Der 40-jährige Privatdetektiv wisse über Vorgänge Bescheid, "die eine weitere Regierungskrise in Österreich auslösen könnten", sagte Kiziltepe am Freitag nach einer Befragung des Mannes im Untersuchungsausschuss zum Bilanzskandal Wirecard . In geheimer Sitzung habe er tiefen Einblick in die Verstrickungen des Wirecard-Managements mit der FPÖ und der ÖVP gegeben. In öffentlicher Sitzung hatte der Österreicher von "gewissen Schnittmengen" des Falls Wirecard mit dem Skandal um das österreichische Ibiza-Video gesprochen, seine Behauptungen aber kaum belegt. BERLIN - Die SPD-Finanzpolitikerin Cansel Kiziltepe will, dass die geplante Auslieferung des mutmaßlichen Drahtziehers des Ibiza-Videos in Österreich noch einmal überdacht wird. (Boerse, 05.03.2021 - 14:33) weiterlesen...

Grüne sehen Aufsichtsversagen im Fall Greensill. "Gerade ist die Finanzaufsicht nach dem Wirecard-Skandal dabei, die Scherben zusammenzukehren, da kommt der nächste Skandal - und wieder macht die Bafin keine gute Figur", sagte die Finanzpolitikerin Lisa Paus (Grüne) am Freitag in Berlin. "Damit reiht sich der Fall der Greensill Bank nahtlos in lange Liste der Aufsichtsversagen der letzten Jahre ein." Die Bafin habe die Bank gewähren lassen, obwohl es bereits ernsthafte Hinweise auf mögliche Ungereimtheiten gegeben habe. Die Grünen hätten den Fall auf die Tagesordnung des Finanzausschusses gesetzt. BERLIN - Die Grünen im Bundestag sehen im Fall der in Turbulenzen geratenen Bremer Greensill Bank ein Aufsichtsversagen. (Boerse, 05.03.2021 - 13:27) weiterlesen...

Wirecard-Ausschuss: Bundesbank distanziert sich von Bafin-Beschluss. Die Fachbereiche der Bundesbank hätten keine Gefahr für die Finanzstabilität gesehen, die ein solches Verbot begründet hätte, sagte der Bereichsleiter für Finanzstabilität am Freitag im Untersuchungsausschuss des Bundestags. Ähnlich hatte sich zuvor ein Abteilungsleiter geäußert. Die Stellungnahme der Bundesbank wurde allerdings nicht schriftlich, sondern nur telefonisch an die Bafin weitergeleitet. BERLIN - Vertreter der Bundesbank haben sich im Bilanzskandal von Wirecard von der umstrittenen Bafin-Entscheidung über ein Leerverkaufsverbot auf Wirecard-Aktien distanziert. (Boerse, 05.03.2021 - 13:14) weiterlesen...

CDU und CSU wollen bei Reform der Finanzaufsicht nachbessern. Neben der Opposition verlangte am Donnerstag auch die Unions-Fraktion Nachbesserungen am Gesetzentwurf von Finanzminister Olaf Scholz (SPD). "Mit Aktionismus gewinnen wir kein Vertrauen am Finanzplatz zurück", sagte etwa der stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Hans Michelbach. Er mahnte unter anderem eine Stärkung der Aufsichtsräte sowie kürzere Rotationszeiten für Abschlussprüfer an. BERLIN - Die geplante Reform der Finanzaufsicht Bafin, mit der die Bundesregierung Konsequenzen aus dem Wirecard -Skandal ziehen will, stößt im Bundestag auf breiten Widerstand. (Boerse, 04.03.2021 - 17:04) weiterlesen...

Wirecard-Ausschuss setzt Sonderermittler für EY-Akten ein. Die Obleute des Ausschusses verständigten sich am Mittwoch auf Martin Wambach, wie die Deutschen Presse-Agentur erfuhr. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet. Wambach ist selbst Wirtschaftsprüfer und geschäftsführender Partner einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit weltweit gut 5000 Mitarbeitern. Er ist zudem im Vorstand des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland. BERLIN - Der Untersuchungsausschuss zum Milliarden-Bilanzskandal bei Wirecard beruft einen Sonderermittler, um Akten der Wirtschaftsprüfer EY auszuwerten. (Boerse, 03.03.2021 - 21:11) weiterlesen...

Kreise: Merkel soll Ende April im Wirecard-Ausschuss aussagen. BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll Ende April als Zeugin im Untersuchungsausschuss zum Milliarden-Bilanzskandal beim früheren Dax -Unternehmen Wirecard aussagen. Ihre Aussage sei für den 23. April vorgesehen, erfuhr die Deutschen Presse-Agentur aus Ausschusskreisen. Einen Tag zuvor soll Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) aussagen. Die Zeugenaussage von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist für den 20. April geplant. Kreise: Merkel soll Ende April im Wirecard-Ausschuss aussagen (Boerse, 03.03.2021 - 16:17) weiterlesen...