Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Produktion, Absatz

BERLIN - Bei der Blutspende werden grundsätzliche Einschränkungen für homosexuelle Männer aufgehoben.

24.09.2021 - 15:14:58

Blutspende-Einschränkungen für homosexuelle Männer gelockert. Zudem wird die Frist zur Zulassung einer Spende bei sogenanntem sexuellen Risikoverhalten von zwölf Monaten auf vier Monate verkürzt, wie die Bundesärztekammer am Freitag mitteilte. Dabei geht es um die Zeit, die nach einem solchen Verhalten verstreichen muss, bevor eine Blutspende möglich ist. Eine Zulassung nach vier Monaten führe nicht zu einer Erhöhung des Risikos für die Empfängerinnen und Empfänger von Blut und Blutprodukten, hieß es in einer Mitteilung.

Konkret geht es um die sogenannte "Richtlinie zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten". Darin sind die Regeln festgelegt, unter welchen Bedingungen welche Personengruppen Blut spenden dürfen. Für die Richtlinie sind die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut verantwortlich. Sie wurde nach langen Diskussionen überarbeitet.

Neben neuen Formulierungen wird darin nun auch die Frist zur Zulassung einer Blutspende bei sogenanntem sexuellen Risikoverhalten von zwölf Monaten auf vier Monate verkürzt. Dabei geht es um die Zeit, die nach einem solchen Verhalten verstreichen muss, bevor eine Blutspende möglich ist. Eine Zulassung nach vier Monaten führe nicht zu einer Erhöhung des Risikos für die Empfängerinnen und Empfänger von Blut und Blutprodukten, hieß es von der Bundesärztekammer.

In der bisherigen Richtlinie war vorgeschrieben, dass "Personen", deren "Sexualverhalten ein gegenüber der Allgemeinbevölkerung deutlich erhöhtes Übertragungsrisiko" für Infektionskrankheiten wie HIV berge, für zwölf Monate "von der Spende zurückzustellen sind". Genannt wurden in dem Zusammenhang explizit "heterosexuelle Personen" mit häufig wechselnden Partnern, Prostituierte, "transsexuelle Personen mit sexuellem Risikoverhalten" und generell auch "Männer, die Sexualverkehr mit Männern haben (MSM)".

Das hatte etwa die FDP als diskriminierend kritisiert. Damit werde Personengruppen als Ganzes "ein unreflektiertes und risikoreiches Sexualverhalten unterstellt". Entscheidend für ein Infektionsrisiko sei nicht die sexuelle oder geschlechtliche Identität eines Menschen, sondern das tatsächliche Risikoverhalten.

Die Blutspende-Sperre gilt nun laut der reformierten Richtlinie für vier Monate unter anderem bei "Sexualverkehr zwischen Frau und Mann mit häufig wechselnden Partnern/Partnerinnen", "Sexualverkehr zwischen Männern (MSM) mit einem neuen Sexualpartner oder mehr als einem Sexualpartner" und "Sexualverkehr einer Transperson mit häufig wechselnden Partnern/Partnerinnen".

Björn Beck vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe begrüßte zwar, "dass statt Gruppenzugehörigkeiten in Zukunft reale HIV-Risiken eine größere Rolle spielen sollen". Das Problem der Diskriminierung von schwulen und bisexuellen Männern werde aber nicht gelöst. Für sie werde Monogamie zur Bedingung für eine Blutspende gemacht. Außerdem sei die gesonderte Nennung von Transpersonen "schlicht stigmatisierend".

Der FDP-Politiker Jens Brandenburg nannte die Lockerung des Blutspendeverbots Augenwischerei. "Die Diskriminierung bleibt. Auch der geschützte Sex zwischen Single-Männern wird unsinnigerweise pauschal zum Risiko erklärt. Blut ist nicht schwul oder hetero."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Starbucks wächst kräftig - China-Probleme belasten jedoch. In den drei Monaten bis Ende September steigerte das Unternehmen die Erlöse im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 8,1 Milliarden Dollar (6,9 Mrd Euro), wie es am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Betriebsgewinn stieg sogar um 165 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. SEATTLE - Bei der weltgrößten Café-Kette Starbucks florieren die Geschäfte - nicht jedoch im wichtigen Auslandsmarkt China. (Boerse, 28.10.2021 - 23:17) weiterlesen...

Chip-Engpässe und Corona-Ausfälle kosten Apple Milliarden. Trotz deutlicher Zuwächse verfehlte der iPhone-Konzern noch optimistischere Prognosen von Analysten. Die Engpässe in der Lieferkette und Corona-Ausfälle in der Produktion hätten das Geschäft um rund sechs Milliarden Dollar gedrückt, sagte Konzernchef Tim Cook dem Sender CNBC. Die Aktie sank im nachbörslichen Handel am Donnerstag zeitweise um vier Prozent. CUPERTINO - Apple ist im vergangenen Quartal von der globalen Chip-Knappheit eingeholt worden. (Boerse, 28.10.2021 - 22:58) weiterlesen...

Amazon enttäuscht mit Gewinneinbruch und schwächerem Wachstum. In den drei Monaten bis Ende September sank der Gewinn gegenüber dem vom Internet-Shopping-Boom in der Corona-Krise beflügelten Vorjahreswert um fast 50 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar (2,7 Mrd Euro), wie Amazon am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Aktie fiel nachbörslich zunächst um über fünf Prozent. SEATTLE - Der weltgrößte Online-Händler Amazon hat im dritten Quartal deutlich weniger verdient und vor weiteren hohen Kosten gewarnt. (Boerse, 28.10.2021 - 22:42) weiterlesen...

WDH/Fischereistreit: Großbritannien bestellt französische Botschafterin ein (In Titel und im 1. (Boerse, 28.10.2021 - 20:51) weiterlesen...

Fischereistreit: Großbritannien bestellt französischen Botschafter ein. Der Botschafter solle am Freitag die "enttäuschenden und unverhältnismäßigen Drohungen gegen Großbritannien und die Kanalinseln" erklären, teilte die britische Außenministerin Liz Truss am Donnerstagabend mit. Zuvor hatte Frankreich ein britisches Fischerboot wegen angeblich fehlender Lizenzen festgesetzt. LONDON - Im Brexit-Streit zwischen London und Paris um Fischereirechte im Ärmelkanal hat die britische Regierung den französischen Botschafter ins Außenministerium einberufen. (Boerse, 28.10.2021 - 20:27) weiterlesen...

Keine Einigung mit Russland: Moldaus Gaskrise spitzt sich zu. Das teilte der russische Gasriese Gazprom nach den Gesprächen in St. Petersburg mit. Moldaus Regierungschefin Natalia Gavrilita bekräftigte bei einem Besuch in Brüssel am Donnerstag die Bedeutung der Unterstützung durch die EU für ihr Land. CHISINAU/MOSKAU - Inmitten einer schweren Gaskrise in der Republik Moldau haben neue Verhandlungen über einen Liefervertrag mit Russland kein Ergebnis gebracht. (Boerse, 28.10.2021 - 20:11) weiterlesen...