Transport, Verkehr

BERLIN - Bahn-Aufsichtsrat Michael Frenzel kritisiert den wachsenden Einfluss der Politik auf die Deutsche Bahn und tritt laut einem Bericht des "Manager Magazins" aus dem Kontrollgremium des Staatsunternehmens zurück.

11.07.2018 - 21:35:25

Magazin: Bahn-Aufsichtsrat Frenzel tritt mit Kritik an Politik zurück. Der frühere Tui-Chef lege sein Aufsichtsrats-Mandat mit Wirkung Mitte Juli nieder, meldete das Blatt. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn AG wollte sich am Mittwoch zu "Angelegenheiten des Aufsichtsrates" nicht äußern.

Dem Schritt waren nach Darstellung des Blattes "strittige Gespräche" mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vorausgegangen. Frenzel sagte dem "Manager Magazin": "Ich halte den Weg, der im Koalitionsvertrag vorgezeichnet ist, dass die Erzielung eines Gewinnes bei der Bahn nicht mehr vorrangig ist, für grundlegend falsch." Die unternehmerische Verantwortung des Vorstandes und des Aufsichtsrates drohten durch massive politische Einflussnahme ausgehöhlt zu werden: "Der Weg zurück zur Staatsbahn gefährdet langfristig die Ziele der Bahnreform, einen modernen, leistungsfähigen und rentablen Schienenverkehr zu organisieren."

In Kreisen der Bundesregierung kursieren den Angaben zufolge schon länger Vorschläge, die Kapitalseite des Aufsichtsrats komplett mit Politikern zu besetzen und Manager wie den ehemaligen Tui-Chef Frenzel oder den Stahlunternehmer Jürgen Großmann hinauszudrängen. Damit würde der Einfluss der Politiker bei der Bahn wachsen. Seit einigen Wochen ist der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Michael Odenwald, neuer Aufsichtsratschef der Bahn AG.

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD einen "Schienenpakt von Politik und Wirtschaft" verabredet. Demnach sollen bis 2030 doppelt so viele Menschen mit der Bahn fahren und mehr Güter auf der Schiene transportiert werden: "Für uns steht als Eigentümer der Deutschen Bahn AG nicht die Maximierung des Gewinns, sondern eine sinnvolle Maximierung des Verkehrs auf der Schiene im Vordergrund", heißt es.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Peking sagt Handelsgespräche mit USA wegen neuer Zölle ab. Der für kommende Woche geplante Besuch einer chinesischen Regierungsdelegation in Washington sei abgesagt worden, berichtete das "Wall Street Journal". Grund dafür sei die neueste Runde von Strafzöllen, die kürzlich eingeläutet wurde. PEKING - Nach neuen US-Strafzöllen hat China einem Zeitungsbericht zufolge weitere Handelsgespräche mit der Regierung in Washington vorerst abgeblasen. (Boerse, 22.09.2018 - 13:02) weiterlesen...

Französischer Flixbus-Konkurrent testet Verbindung nach Deutschland. Die Bussparte von Frankreichs staatlichem Bahnbetreiber SNCF bietet seit dem Sommer eine eigene grenzüberschreitende Linie nach Karlsruhe an. PARIS - Der französische Fernbusanbieter Ouibus fühlt mit kleinen Schritten im deutschen Markt vor, der Heimat des Branchenriesen Flixbus. (Boerse, 22.09.2018 - 09:33) weiterlesen...

Weniger gefährliche Laserattacken an deutschen Flughäfen. Im ersten Halbjahr 2018 gab es 113 Blendungen rund um die größeren Airports, wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das waren insgesamt 16 Laserattacken weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Flugzeuge werden laut DFS oft bei Start oder Landung ins Visier genommen. Es gebe aber auch Blendungen aus großen Höhen, sagte eine Unternehmenssprecherin. Die DFS mit Sitz im hessischen Langen ist für die Flugverkehrskontrolle in Deutschland zuständig und überwacht bundesweit 16 internationale Airports. BRAUNSCHWEIG - Gefährliche Laserattacken auf Piloten haben an den großen deutschen Flughäfen etwas abgenommen. (Boerse, 22.09.2018 - 09:33) weiterlesen...

AmCham sieht Chance auf Lösung im Handelsstreit mit Trump. Wirtschaftsminister Wilbur Ross habe bei einem Treffen in Washington deutlich gemacht, dass es einen Verhandlungsweg gebe, um mit Europa eine Lösung zu finden, sagte Frank Sportolari, Präsident der AmCham Germany. "Aus Sicht von Ross sind Zölle auf Produkte aus Europa vermeidbar, auch die auf Autos", sagte Sportolari der Deutschen Presse-Agentur. Zwar entscheide am Ende US-Präsident Donald Trump, der Wirtschaftsminister habe aber großen Einfluss auf ihn. FRANKFURT - Die amerikanische Handelskammer in Deutschland sieht im Handelsstreit mit den USA Entspannungssignale. (Wirtschaft, 22.09.2018 - 09:32) weiterlesen...

AmCham sieht Chance auf Einigung im Handelsstreit mit USA. Wirtschaftsminister Wilbur Ross habe bei einem Treffen in Washington deutlich gemacht, dass es einen Verhandlungsweg gebe, um mit Europa eine Lösung zu finden, sagte Frank Sportolari, Präsident der AmCham Germany, der Deutschen Presse-Agentur. "Aus Sicht von Ross sind Zölle auf Produkte aus Europa vermeidbar, auch die auf Autos." Zwar entscheide am Ende US-Präsident Donald Trump, der Wirtschaftsminister habe aber großen Einfluss. FRANKFURT - Die amerikanische Handelskammer in Deutschland sieht nach Gesprächen mit der US-Regierung Entspannungssignale im Handelsstreit. (Boerse, 22.09.2018 - 08:16) weiterlesen...

Test mit fahrerloser Straßenbahn in Potsdam abgeschlossen. Auf einem sechs Kilometer langen Teilstück des Netzes war in der Stadt seit Dienstag eine autonom fahrende Tram unterwegs. Haltestellen wurden angefahren, Fahrgäste durften jedoch nicht mit. POTSDAM - Mit einem lauten Klingeln schlossen sich am Freitag zum letzten Mal die Türen: Der öffentliche Test mit einer fahrerlosen Straßenbahn ist in Potsdam zu Ende gegangen. (Boerse, 21.09.2018 - 16:18) weiterlesen...